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Die Nvidia RTX 4000-Serie liegt seit zwei Monaten im Lager. Der Ethereum-Merge hat die Preise nicht gesenkt, historische Vergleiche zeigen einen deutlichen Wertverlust.
September 2022 sollte der Wendepunkt sein. Mit dem bevorstehenden Ethereum-Merge, der sich ansammelnden Nvidia 4000-Serie in den Lagern und einem monatelangen Bitcoin-Einbruch deutete alles auf einen Zusammenbruch der Grafikkartenpreise hin. Es passierte nicht. Achtzehn Tage nach dem Merge waren die Preise, wie in frühen Diskussionsbeiträgen formuliert wurde, "lächerlich" und "ULTRA ÜBERHÖHT". Die RTX 40-Serie lagert seit zwei Monaten, und Händler bewegen keinen alten Bestand mehr. Die Frage ist nicht mehr, wann die Preise fallen, sondern ob jemand bereit ist zu kaufen, solange sie hoch bleiben.
Warum fallen die Grafikkartenpreise nicht, wenn Bitcoin sinkt?
Die Logik des Gebrauchtmarkts hat sich aufgelöst. Mit dem Rückgang des Kryptomining hätte der Zustrom gebrauchter GPUs die Neupreise nach unten drücken sollen. Das ist nicht passiert. Das vorherrschende Argument besagt, dass Inflation und spanische Einzelhandelspraktiken verhindert haben, dass dieser Rückgang in den Läden ankommt: Distributoren kauften teuer ein und wollen keine Verluste eingestehen.
Einigkeit besteht über einen unbequemen Punkt. Verbraucher haben aufgehört zu kaufen. Dies ist kein organisierter Streik, sondern Ermüdung: Wer mit dem auskommen kann, was er hat, tut es. Wer nicht, schaut auf den Preis und geht. Dieses Patt zwischen vollen Lagern und abwesenden Kunden erklärt, warum der Markt eingefroren ist.
Geografische Details sind wichtiger als sie scheinen. Karten sind teuer relativ zum spanischen Lohn, aber günstig im Vergleich zu US-, australischen oder belgischen Gehältern. Das gleiche Produkt hat je nach Einkommen zwei unterschiedliche Bewertungen, und spanische Händler können die Preise nicht anpassen, ohne ihre Margen aufzufressen.
Ethereum-Merge und die ausgebliebene Welle an Gebrauchtverkäufen
Die Erwartungen richteten sich auf die Umstellung von Ethereum Mitte September. Die These war einfach: Wenn Mining unrentabel wird, kommen Tausende gebrauchter Karten auf den Markt, ziehen die Verkaufspreise nach unten und ermutigen Privatpersonen wieder zum Kauf. Auf dem Papier makellos.
In der Praxis brach der Gebrauchtmarkt in den USA sofort nach der Umstellung ein, aber im Einzelhandel rührte sich kein Euro. Der Gebrauchtbestand blieb, wo er war, unter anderem weil niemand eine Karte will, die rund um die Uhr mit Komponenten am Limit gemint hat. Der angekündigte Dominoeffekt ist immer noch nicht ausgelöst worden.
Nvidia hält RTX 40 seit August im Lager zurück
Während die Preise für ältere Grafikkarten nicht fallen, kommen neue nicht an. Informationen, die Mitte September veröffentlicht wurden, deuteten darauf hin, dass Nvidia die 4000-Serie seit mindestens anderthalb Monaten im Lager behielt, während Assembler auf Anweisungen zur Auslieferung warteten. Zwei Verzögerungen, die vom Unternehmen nicht bestätigt wurden, und kein offizielles Datum.
Die Verzögerung passt zu einer breiteren Strategie, die von der Community hervorgehoben wurde: den alten Bestand verdünnen, bevor der neue freigegeben wird. Und mit einer Kommunikationsoperation, die Stirnrunzeln verursachte – das Bezahlen von Content-Erstellern, um die Diskussion in Richtung FUD zu lenken und die Erwartungen abzukühlen – war die Reaktion auf diesen Manipulationsversuch, egal wie man es betrachtet, ein Kalkulationsfehler.
Von der R9 390X zur 4.000-Euro-RTX 3090
Der historische Kontrast ist verheerend. Im Juni 2015 kostete eine Radeon R9 390X etwa 360 Euro, mit 8 GB VRAM und einem 512-Bit-Bus. Heute, sieben Jahre später, kosten Mittelklasse-Karten mit 128-Bit-Bus mehr und leisten weniger. Wer Spezifikationen und Preise Jahr für Jahr vergleicht, steht vor einer schwer anzuzweifelnden Schlussfolgerung.
Noch weiter zurück. Mitte 2012 kostete eine HD 6850 mit 1 GB im Angebot etwa 100 Euro und lieferte Battlefield 3 bei 1080p mit 45 bis 60 Bildern pro Sekunde. Im Jahr 2000 kostete eine High-End-Nvidia-Karte rund 60.000 oder 70.000 Pesetas, damals ein Vermögen. Geld hat an Wert verloren, ja, aber das erklärt nicht alle Sprünge. Die 60-Serie stieg von 300 auf 400 Euro. Und manche sahen eine RTX 3090 für 4.000 Euro gelistet.
Lohnt sich jetzt ein Upgrade oder warten?
Die Antwort der Gamer, nicht der Spekulanten, ist nahezu einstimmig: Wenn du sie nicht brauchst, kauf sie nicht. Manche nutzen weiterhin eine Vega64, eine GTX 970 oder eine zwölf Jahre alte GTX 1050 Ti. Solange die Hardware anspringt, hält sie durch. Eine Alternative, die vor fünf Jahren wie ein Scherz klang, taucht auf: Spielen per Streaming mit guter Glasfaserleitung, ohne tausend Euro für eine Karte auszugeben.
Konsens herrscht bei den Prognosen: Die RTX 4070 sollte die Leistung einer RTX 3090 Ti für etwa 500 Euro bieten. Auf dem Papier. Wenn dies stimmt, kommt der Rückgang von allein; wenn nicht, bleibt die 3000-Serie dort, wo sie ist.
Das Ende ist nicht in Sicht. Niemand weiß, wie lange dieses Patt zwischen zurückgehaltenem Bestand und einem Käufer, der die Gewohnheit verloren hat, Preise zu prüfen, andauern kann. Klar ist nur, dass Läden teuer eingekauft haben, Hersteller Lagerbestände anhäufen und die Uhr weiterläuft.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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