Goldankauf: 70-75 €/g für 18-karätige Stücke, Metall bei 115 €/g

18-karätiges Gold wird laut einem Artikel mit 70-75 €/g bezahlt, 0,999er laut einem Forennutzer mit 95-100 €/g, während Silber im freien Fall ist

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Goldankauf: 70-75 €/g für 18-karätige Stücke, Metall bei 115 €/g
Metall bei 115 €/g, Ankauf bei 70-75: wer behält die Marge

Ein Artikel der Lokalpresse berichtet von Goldankäufen zwischen 70 und 75 Euro pro Gramm, während das Metall bei rund 115 Euro notiert; ein Forennutzer liest diese Zahl als Preis für 18-karätige Stücke und rechnet daraus 95-100 Euro pro Gramm 0,999er Gold. Die Marge bleibt hoch. Beleidigend, wenn auch nicht mehr ganz so sehr. Was nicht aufgehen will, ist der Wettbewerb: An jeder Ecke sitzt ein Goldankäufer, und die Spanne wird trotzdem nicht enger. Ein anderer Forennutzer berichtet von Schildern mit der Aufschrift „wir zahlen bis zu 100 €/g“, wobei das Kleingedruckte klarstellt, dass der Preis vom Feingehalt des Stücks abhängt – und wer verkauft, weiß weiterhin nicht, welcher Teil des Abschlags Kosten und welcher Gewinn ist.

Lohnt es sich, Gold an ein Geschäft oder an eine Privatperson zu verkaufen?

Zwischen Privatpersonen, so ein Forennutzer, hat ein Geschäft zum Marktpreis keinen Spread. Das Problem entsteht, wenn es eilt oder kein Käufer gegenübersteht: Dann kommen das Geschäft und die Schere ins Spiel. Als Alternative wird immer wieder genannt, ins Ausland zu schauen. Nach Angaben eines anderen Teilnehmers gibt es in Belgien keine Steuern auf Gold, und ein Forennutzer erzählte vor Jahren von Geschäften in Brüssel mit Barzahlung und Anonymität bis 3.000 Euro; Goldmarket wird von einem anderen Teilnehmer auf Empfehlung von Freunden erwähnt. Was niemand erklärt, ist, wie all das besteuert wird, wenn der Verkäufer in Spanien steuerlich ansässig ist – genau der Punkt, den der Thread offenlässt.

Barren gegen Münzen: das Problem ist nicht der Kauf, sondern der Verkauf

Die Überprüfung ist das Argument. Eine Privatperson mit minimalen Kenntnissen prüft eine Münze anhand von Gewicht, Maßen, Klang und Dichte; einen Barren nicht. Daraus folgt die am stärksten vertretene Schlussfolgerung: Künftige Käufer mit einem Barren einzuschränken ergibt keinen Sinn, wenn der Preisvorteil gegenüber der Münze nur bei sehr großen Formaten auftritt – ausgerechnet denen, die sich später am schwersten verkaufen lassen. Der Bequemlichkeit beim Kauf gleicht die Verengung des Marktes, an den man beim Verkauf hofft, nicht aus.

Der Wasserglas-Test, der eine Münze verifiziert

Die Münze wiegen, mit einem Faden versehen, einen Plastikbecher auf die Waage stellen, auf null tarieren und das hängende Stück eintauchen, ohne dass es den Boden berührt. Die Waage zeigt das Gewicht des verdrängten Wassers an, das bei der Dichte 1 dem Volumen der Münze entspricht. Mit Gewicht und Volumen ergibt sich die Dichte, man vergleicht sie mit den Legierungstabellen, und der Feingehalt steht fest. In Kombination mit Maßen und Ultraschall ist das Stück so zu 99,9 % verifiziert, was den Goldgehalt angeht. Die bekannte Lücke: Ein Barren mit Wolframkern und Goldauflage behält Gewicht und Volumen, die Dichte stimmt also. Der Klangtest entlarvt ihn.

Kleine Fraktionen und historische Münzen: wo der Aufpreis steckt

Beim aktuellen Metallniveau erfordert der Verkauf einer ganzen Unze an eine Privatperson, dass jemand mehrere Tausend in bar hinblättert, und das wiegt immer schwerer. Daher die Wende zu Fraktionen: Ein Forennutzer setzt seine Obergrenze bei Viertel-Unzen, ein anderer hält Zehntel-Unzen trotz ihres schlechten Rufs wegen der Liquidität für die bessere Wahl. Das Problem ist der Aufpreis, der bei fraktioniertem Bullion kaum unter 10 % zu finden ist. Als Ausweg werden immer wieder umlaufene historische Münzen genannt – Napoleons, Sovereigns – in Formaten nahe der Viertel-Unze, mit einem Aufpreis ähnlich dem neuer ganzer Unzen und dem Reiz, echtes Geld gewesen zu sein. Und eine praktische Grenze: Zehn Personen mit je 500 Euro zu finden ist leichter, als eine mit 5.000.

Silber und das Schlachtfeld bei 50 Dollar

Der iShares Silver Trust (SLV) hat in diesem Jahr mehr als 1,68 Milliarden Dollar eingesammelt und verwaltet Vermögen von über 23 Milliarden, mit drei Wochen Mittelzuflüsse in Folge und mehr als 191 Millionen allein in der letzten Woche, so die Daten, die ein Forennutzer zitiert. Das ist Nachfrage. Das andere ist der Preis: Für einen anderen Teilnehmer sind die 50 Dollar eine vier Jahrzehnte alte Obergrenze, die sich nicht so einfach brechen lässt. Der aktuelle Absturz und die Möglichkeit, dass er sich bis in die Zone von 43-44 Dollar ausdehnt, werden im Thread als offene Schlacht gelesen, nicht als Trendwechsel. Die Fundamentaldaten des Anstiegs stehen weiterhin, hält er fest. Die Geduld ebenfalls, so derselbe Forennutzer, der seine erste Silver Eagle vor rund zwanzig Jahren für 7 Dollar kaufte.

Liquidität, Korrelation und der VPI, der nicht aufgehen will

Ein Forennutzer weist auf eine Anomalie hin: Aktien und Gold steigen gleichzeitig. Historisch lag die Korrelation bei null, so seine These – während des Goldfiebers der Siebziger standen die Börsen still, und im Börsenboom der Neunziger fiel das Metall –, jetzt teilen sie sich den Schwung wegen der Liquidität. Dazu kommt die Erwartung einer Zinssenkung der Federal Reserve, wobei der Markt darauf achtet, ob Jerome Powell anhaltende Senkungen andeutet oder nur eine einmalige. Und im Hintergrund der Verdacht gegen die offiziellen Statistiken: 100 Euro von 2005 entsprechen 152 Euro von heute, so die veröffentlichten Tabellen, die dieser Forennutzer zitiert – 52 %, was anderen Teilnehmern mit ihrem Warenkorb nicht zusammenpasst. In den USA nennen manche das Bureau of Labor Statistics das Bureau of Lying Statistics, erinnert ein anderer.

Die erste Silver Eagle eines Forennutzers wurde vor rund zwanzig Jahren für 7 Dollar gekauft. Heute kostet eine fraktionierte Unze einen Aufpreis von fast 10 %, und der große Barren wartet auf einen Käufer, der vielleicht nie kommt. Das Metall steigt. Die Frage ist, wer es beim Verkauf noch bezahlen kann.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (55 Antworten).

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