FNMT-Münzen: Sicherheitsanlage ohne Wertsteigerung

Die 12-Euro-Münzen der spanischen FNMT enthalten Silber im Wert von 0,72 €/Gramm, wie eine Forumsrechnung zeigt. Sie gewinnen nicht an Wert, die Auflage erreicht 2 Millionen Stück.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

FNMT-Münzen: Sicherheitsanlage ohne Wertsteigerung
FNMT-Münzen: der Schutz, der keinen Wertzuwachs bringt

Hat es Sinn, die Ersparnisse in den Kauf aller Gedenkmünzen der Fábrica Nacional de Moneda y Timbre (der spanischen Münzprägeanstalt) zu stecken? Diese Frage, aufgeworfen von einem Sparer, der vor der Unsicherheit Schutz sucht, zieht sich durch eine Analyse, die der numismatischen Illusion den Boden entzieht. Das überwiegende Fazit: Das Silber der 12-Euro-Münzen ist keine Anlage, sondern eine Versicherung zum Nennwert. Ein Schutz ohne Aufschlag, aber auch ohne Wertgewinn.

Der Aufpreis beim Gedenksilber

Das erste Problem ist der Preis. Die 12-Euro-Münzen enthalten 18 Gramm Silber mit 925/1000 Feingehalt. Die Rechnung ist gnadenlos: Das Gramm kostet 0,72 Euro, während reines Silber aus einer Feinunze bei 16,6 Euro gehandelt wird. Der Abstand zwischen Nennwert und innerem Wert ist gewaltig. Man zahlt 12 Euro für etwas, das auf dem Metallmarkt kaum mehr als 4,5 Euro wert ist.

Der Vergleich mit anderen internationalen Anlagemünzen fällt vernichtend aus. Ein österreichischer Philharmoniker oder ein amerikanischer Silver Eagle besteht aus 999er Feinsilber, kommt gekapselt daher und ist weltweit etabliert. Die spanischen Münzen dagegen stecken in einem Plastiktütchen, und die Auflage erreicht 2 Millionen Stück. Ein Missgeburt, urteilt ein Analyst. Das Argument ist nicht kleinlich: Silber ist ein Industrie- und Finanzgut, kein Souvenir.

Warum dem Banco de España die Münzen nicht ausgehen?

Die Paradoxie: Trotz aller Kritik sind die 12-Euro-Münzen beim Banco de España regelmäßig ausverkauft. Manche wittern hier eine Aufkaufstrategie von Numismatikern. Andere halten schlicht dagegen: Besser Silber im Safe als Scheine unterm Kopfkissen. Die Liquidität ist ihr einziger Vorteil: Sie lassen sich jederzeit zum Nennwert zurückgeben, ohne einen Käufer suchen zu müssen.

Das Problem: Diese Liquidität schützt nicht vor Inflation. Steigt das Silber um 30 %, sind Ihre Münzen weiterhin 12 Euro wert. Die Wertsteigerung des Metalls bleibt ungenutzt. Man hat nur eine Versicherung gegen die Hyperinflation, kein wachsendes Vermögen. Ein Elendsgeschäft, resümiert ein alter Hase.

Die Falle der numismatischen Wertsteigerung

Die jüngere Geschichte widerlegt die Hoffnungen auf Wertzuwachs. Spanische Gedenkmünzen seit 1989 haben kaum an Wert gewonnen. Das Internet hat den traditionellen Münzmarkt gesprengt: Stücke, die Kataloge mit Vermögenswerten bezifferten, tauchen heute auf Online-Plattformen für viel weniger auf. Wertsteigerung ist eine Chimäre für den kleinen Sparer.

Wer in Metalle investieren will, den raten die Experten zu internationalen Anlagemünzen oder zu Bullion. Numismatisches Gold, etwa die Alfonsinas oder Napoleons, schneidet besser ab, verlangt aber Wissen und Kontakte. Für den Durchschnittsanleger ist das Fazit klar: 12-Euro-Münzen sind keine Anlage, sondern ein teures Hobby.



Die Begeisterung für Gedenksilber verpufft, sobald man den Taschenrechner zückt. Wer echten Schutz sucht, sollte sich anderweitig umsehen. Oder echte Unzen kaufen, kein gesetzliches Zahlungsmittel als Andenken.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (55 Antworten).

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