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Gericht hebt Forderung über 11.300 Euro wegen Meldefehler auf
Das Oberste Gericht des Baskenlandes hat eine Forderung von Lanbide über 11.326,81 Euro gegen eine Ladenbesitzerin aus Bilbao aufgehoben, die im Juni 2022 aus dem Melderegister gelöscht wurde.
Das Oberste Gericht des Baskenlandes hat die Forderung von Lanbide (dem öffentlichen Arbeitsdienst des Baskenlandes) über 11.326,81 Euro gegen eine Ladenbesitzerin aus Bilbao aufgehoben, die während eines Zeitraums das garantierte Einkommen (RGI) bezog, obwohl sie nach Datenabgleich nicht als Einwohnerin gemeldet war. Die Frau wies mit Mietquittungen, Beiträgen für Selbstständige und Bankdokumenten nach, dass sie kontinuierlich in der Hauptstadt Bizkaia lebte.
Das Problem begann mit einem behördlichen Vorgang. Der Stadtrat von Bilbao löschte diese Ladenbesitzerin im Juni 2022 amtswegig aus dem Melderegister, weil sie ihre Eintragung nicht bestätigt hatte, ein Schritt, den sie aufgrund ihrer rumänischen Staatsangehörigkeit als nicht anwendbar ansah. Diese administrative Löschung führte zu einer Lücke im Meldewesen, die bis März 2024 andauerte.
## Der Datenabgleich, der die Forderung auslöste
Im Dezember 2024 entdeckte der baskische Arbeitsdienst diese Lücke durch einen telematischen Datenabgleich mit der lokalen Verwaltung. Lanbide informierte daraufhin die Empfängerin und forderte Meldebescheinigungen an, falls sie in einer anderen Gemeinde im Baskenland gewohnt hätte. Sie legte Einspruch ein und reichte Bankbelege für Mietzahlungen vor, um zu belegen, dass sie ununterbrochen an derselben Adresse in Bilbao gelebt hatte.
Lanbide entschied, das garantierte Einkommen beizubehalten, verlangte aber die Rückzahlung von **11.326,81 Euro**. Die Frau legte Widerspruch ein und argumentierte, dass die Löschung aus dem Register auf einer Nichterfüllung beruhe, die ihr aufgrund ihrer Nationalität nicht anzulasten sei. Die Behörde wies ihre Argumente zurück und beschloss, monatlich **398,20 Euro** von der Leistung einzubehalten, bis die Schuld beglichen war.
## Was das Gericht als bewiesen ansah
Die Betroffene brachte den Fall vor Gericht und legte dort Dokumente vor, die ihren tatsächlichen Wohnsitz belegten. Sie war seit **2019** im Unternehmerverzeichnis eingetragen, tätig im Einzelhandel mit Samen und Düngemitteln, und hatte während des gesamten streitigen Zeitraums Beiträge für Selbstständige gezahlt. Außerdem präsentierte sie die Postzustellurkunde der Mitteilung über die Registrierungslöschung, auf der keine Zustellung vermerkt war.
Sowohl das Urteil des Sozialgerichts als auch das des Obersten Gerichts des Baskenlandes, bei dem Lanbide Berufung eingelegt hatte, erkennen an, dass die Betroffene ausreichende Beweise für ihren Wohnsitz im Baskenland durch Mietzahlungen, Beiträge für Selbstständige und die Eintragung im Unternehmerverzeichnis erbracht hatte. Die Gerichte stellen fest, dass die Begünstigte weder am Fehler beteiligt war noch böswillig oder betrügerisch handelte.
## Warum die amtswegige Löschung aus dem Register wichtig ist
Die amtswegige Löschung aus dem Melderegister ist eine behördliche Maßnahme, die erfolgt, wenn die Eintragung nicht bestätigt wird oder Aktualisierungsanfragen unbeantwortet bleiben. Für Empfänger des RGI hat dieses Verfahren direkte Konsequenzen: Lanbide prüft den Wohnsitz im Baskenland anhand des Registers, und eine Löschung kann als Wegzug aus der Region interpretiert werden.
Der Fall zeigt, dass der tatsächliche Wohnsitz auch dann nachgewiesen werden kann, wenn das Register fehlerhaft ist. Mietquittungen, Beiträge für Selbstständige, Verzeichniseinträge und Bankbewegungen dienten dazu, eine Forderung von über **11.000 Euro** zu entkräften. Das Urteil stellt die Pflicht zur Meldung nicht infrage, sondern betont, dass der Nachweis des tatsächlichen Lebens im Vorrang gegenüber fehlerhaften administrativen Daten steht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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