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Großbritannien vor 50-Milliarden-Pfund-Loch
Das britische Haushaltsdefizit beträgt rund 50 Milliarden Pfund. Ökonomen warnen vor einer Schuldenkrise ähnlich der von 1976, die den IWF-Ruf auslöste.
Großbritannien vor 50-Milliarden-Loch und dem Gespenst des IWF
Die Wirtschaftspolitik der britischen Regierung steuert das Land auf eine Schuldenkrise zu, die an die 1970er Jahre erinnert, als London beim Internationalen Währungsfonds (IWF) anklopfen musste. Die Experten, die diese Diagnose stellen, sind unmissverständlich: Das Haushaltsloch beläuft sich auf 50 Milliarden Pfund, und Finanzministerin Rachel Reeves steht vor einem Herbstbudget mit kaum Spielraum. Die Warnung kommt nicht allein. Große Einzelhändler warnten, dass Steuererhöhungen und Bürokratie das Land in eine Ära der Stagflation treiben – jenes Wort, das das Beste beider Welten vereint.
Was passiert ist und warum über den IWF gesprochen wird
Der Auslöser ist eine bekannte Kombination: ein Defizit, das nicht sinkt, wachsende Schulden und steigende Finanzierungskosten. Der historische Präzedenzfall wird ohne Scheu zitiert. Im Jahr 1976 zwangen die steigende Verschuldung und der Verfall des Pfunds den Labour-Finanzminister Denis Healey dazu, einen Rettungskredit beim IWF zu beantragen. Als Gegenleistung für das Darlehen verhängte die Organisation massive Kürzungen der Staatsausgaben, und die Labour Party musste ihr Programm zum Bau von Sozialwohnungen auf Eis legen. Dieses Ereignis hinterließ eine Lektion, die niemand wiederholen möchte: Wer Geld leiht, akzeptiert die Bedingungen.
Der politische Druck ist bereits spürbar. Der Anführer von Reform UK, Nigel Farage, nutzt die Gelegenheit, um die wirtschaftliche Debatte zurück in die 1970er Jahre zu ziehen, während die konservative Parteivorsitzende Kemi Badenoch die gestiegenen Kreditkosten auf schlechtes Wirtschaftsmanagement zurückführt. Reeves steht vor einem Herbstbudget, das sich unbequem abzeichnet.
Der Ansteckungseffekt, den niemand sehen will
Der Fall Großbritannien ist kein Einzelfall. Frankreich hat bereits die Möglichkeit einer Intervention durch den IWF ins Spiel gebracht, falls das Defizit und die Schulden nicht eingedämmt werden – eine Maßnahme, die die französische Regierung unbedingt vermeiden will, da sie Souveränitätsverlust und harte Anpassungsmaßnahmen bedeuten würde. Deutschland räumt seinerseits ein, dass es kein Geld gibt, um den Wohlfahrtsstaat so zu erhalten, wie er bekannt ist, aber sehr wohl Mittel für eine Erhöhung des Verteidigungsbudgets. Dass alle drei Länder militärische Ausgaben priorisieren, während sie soziale Leistungen kürzen, ist zumindest auffällig.
Einige argumentieren, dass das Grundproblem das Modell selbst sei. In den letzten Jahren hat die kumulierte Inflation in Europa alte Schulden entwertet, die nominalen Steuereinnahmen erreichen Rekordwerte, und dennoch weisen fast alle Volkswirtschaften Rekorddefizite und scheinbar unhaltbare Schuldenstände auf. Dieser Cocktail hat einen technischen und einen umgangssprachlichen Namen: Ponzi-Schema des Wohlfahrtsstaates, laut einer der häufigsten Interpretationen. Es funktioniert nur, solange Wachstum vorhanden ist; wenn Energie knapp wird und das Wachstum stagniert, muss man sich verschulden, bis es nicht mehr geht.
Immobilien, Immigration und der Rest des Sturms
Die Diskussion bewegt sich auf unangenehmeres Terrain. Ein Teil der Analyse behauptet, dass massenhafte Immigration genutzt wurde, um die Gewinne extraktiver Eliten zu stützen und den Kollaps des Rentensystems zu verhindern, während andere Strömungen darauf hinweisen, dass der Energiemangel eine Folge der eigenen Nachhaltigkeitspolitik und der Sanktionen gegen Russland ist. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass der Durchschnittsbürger die Rechnung bezahlt.
Spanien taucht in der Diskussion mit Sarkasmus auf. Wenn das Land als wirtschaftliche Lokomotive der EU dargestellt wird, erklärt sich der Witz von selbst: Nach dem Sommer kehrt es in den Güterwagen zurück, den es immer war. Die kursierende Empfehlung ist vorsichtig: Keine Kredite, Hypotheken oder Verträge, die nicht schnell aufgelöst werden können, denn wenn die Krise kommt, warnt sie kein Politiker.
Die unbequeme Frage bleibt. Wenn die reichsten, produktivsten und mächtigsten Länder im Vergleich zu Spanien so dastehen, wie geht es uns wirklich?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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