Geld oder Aussehen: Was bei der Partnerwahl wirklich zählt

Wer zwischen einem gut ausgestatteten Bad Boy und einem netten Mann ohne Geld wählen muss, entscheidet sich «in 9 von 10 Fällen» fürs Portemonnaie, so eine Teilnehmerin.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Geld oder Aussehen: Was bei der Partnerwahl wirklich zählt
Partnerwahl: Zwischen dem gut betuchten Bad Boy und dem netten Mann ohne Geld

Vor der Wahl zwischen einem Mann mit vollem Portemonnaie und einem attraktiven, aber mittellosen netten Mann: Für wen entscheidet sich eine Frau? Dahinter steckt keine Umfrage, nur eine Handvoll Meinungen, die mit auffälliger Sicherheit übereinstimmen – und ein Verdacht, den ein Teilnehmer äußert: dass die echte Wahl nicht eine, sondern zwei ist.

Ein Großteil der Antworten geht in dieselbe Richtung: Wenn Geld da ist, zählt der Rest wenig. Das Urteil wiederholt sich in verschiedenen Formulierungen – das Portemonnaie vor dem Charakter, das Interesse über der Zuneigung –, bis es wie ein bewiesener Fakt klingt. Ist es aber nicht. Es ist ein oft geäußerter Eindruck, mehr nicht.

Von 9 bis 11 von 10: Die Zahlen des Urteils

Die meistzitierte Rechnung besagt, dass in 9 von 10 Fällen das Geld schwerer wiegt als jede andere Tugend. Gestützt wird sie von keiner Studie: Es ist eine aus dem Bauch heraus geworfene Schätzung, die andere aus purem Pessimismus nach oben korrigiert haben – bis hin zu einem unmöglichen 11 von 10. Wenn eine Quote hundert Prozent übersteigt, beschreibt sie nicht mehr die Welt, sondern eine Stimmung. Und trotzdem wird sie wiederholt, als wäre sie ein Naturgesetz.

Dieser Strömung stellt eine unbequeme Minderheit ein anderes Bild entgegen. Sie erinnert daran, dass auch die umgekehrte Frage ihre Logik hat – wer würde jemanden wählen, der mit dem Herzen spielt, gegenüber jemandem, der wirklich liebt – und dass alles auf das Gehalt zu reduzieren bedeutet, den Markt mit dem Leben zu verwechseln. Das ist keine Naivität, sondern ein anderer Ausgangspunkt. Wer gewinnt, hängt davon ab, wen man fragt.

Wen wählt man wirklich: den, der zahlt, oder den, der anzieht?

Hier kommt die These der Doppelstrategie ins Spiel, vorgebracht von einem Teilnehmer. Die Idee: Es gibt nicht nur eine Wahl, sondern zwei, verteilt über die Zeit – etwas anders, mit wem man gerade zusammen ist, und mit wem man am Ende ein Leben aufbaut. Unter dieser Brille hören Aussehen und Vermögen auf zu konkurrieren und teilen sich die Rollen.

Es ist ein bequemes Modell, weil es jedes Ergebnis erklärt und nicht widerlegt werden kann. Gewinnt der Betuchte, bestätigt es die Rechnung; gewinnt der nette Mann ohne Geld, war es nur eine vorübergehende Abweichung. Vorsicht bei Theorien, die nie irren: Meist irren sie in allem.

Der Feinschliff des jungen Alters

Die Feinheit, die in der Debatte auftaucht, betrifft das junge Alter. Die Vorliebe für den Bad Boy ohne einen Cent, so ein Teilnehmer, sei eine Sache der ersten Jahre. Die Beobachtung kommt ohne Daten und lässt die Frage offen.

Wo die Rechnung nicht aufgeht

Und hier endet die Analyse. Alle kursierenden Zahlen sind Kneipenschätzungen, keine überprüfbar, und die einzige runde Zahl – die 11 von 10 – ist ein Witz, der sich selbst ernst nimmt. Die Frage wird immer wiederkehren. Die Antwort wird, solange niemand etwas misst, die bleiben, an die jeder glauben will.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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