Zweijähriges Mädchen nach Hundebiss in Asturien schwer verletzt
Kurz nach Mittag sprang ein Hund einer als potenziell gefährlich eingestuften Rasse über den Zaun des Chalets eines Nachbarn im asturischen Dorf Villalad und griff ein zweijähriges Mädchen an, das nur hundert Meter von ihrem Zuhause entfernt mit ihrer Großmutter spazieren ging. Das Kind erlitt schwere Risse am Bein und Gesäß und wurde auf die Intensivstation aufgenommen. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass keine lebenswichtigen Organe durch die Bisse geschädigt wurden, obwohl die Folgen – insbesondere am Bein und Oberschenkel – mehr als ein Jahr zur Heilung brauchen könnten.
Die Paradoxie ist altbekannt: Der Vorfall eröffnet eine Debatte neu, die nie ganz endet. Weder die Großmutter noch zwei Nachbarn, die zu Hilfe eilten, konnten das Mädchen aus dem Maul des Tieres befreien. Und es war nicht das erste Mal, wie ein Beteiligter behauptet: Es wäre der zweite ähnliche Vorfall in kurzer Zeit in Asturien.
Was über den Angriff eines gefährlichen Hundes in Villalad bekannt ist
Der Vorfall ereignete sich kurz nach zwölf Uhr mittags, als die Großmutter des Kindes mit ihr in der Nähe ihres Wohnhauses spazieren ging. Ohne ihnen Zeit zur Reaktion zu lassen, sprang der Hund eines Nachbarn über den Zaun des Chalets, in dem er sich befand, und biss das Mädchen von hinten, wobei er sich am Gesäß und einem Bein festhakte. Sowohl die Großmutter als auch die beiden anderen Nachbarn, die zu Hilfe kamen, waren nicht in der Lage, das Minderjährige zu befreien.
Erste medizinische Untersuchungen zeigen Schäden an einem Bein und dem Gesäß mit großen Rissen, weshalb sie sicherheitshalber auf die Intensivstation eingeliefert wurde. Alles deutet darauf hin, dass die Bisse keine lebenswichtigen Organe betroffen haben, sodass – abgesehen von Komplikationen – keine Todesgefahr besteht. Die Folgeschäden, hauptsächlich am Bein und Oberschenkel, können erheblich sein und sogar mehr als ein Jahr zur Heilung benötigen.
Dass das Tier über den Zaun sprang, ist kein Detail, wie einer der Beteiligten betont: Viele Vorfälle mit territorialen Hunden geschehen im Umfeld des eigenen Zuhauses des Tieres, wo der Wachinstinkt gegen jeden aktiviert wird, der vorbeigeht.
Welche Rassen gelten als potenziell gefährliche Hunde?
Ein Teil der Analyse stützt sich auf die Vorschriften. Laut den im Diskurs zitierten Informationen hat das neue Tierschutzgesetz die Liste der als potenziell gefährlich eingestuften Hunde (PPP) erweitert. Zu den enthaltenen Rassen gehören Rottweiler, Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Dogo Argentino, Staffordshire Bull Terrier, Fila Brasileiro, Akita Inu und Tosa Inu.
Das Problem, so wird argumentiert, liegt im Umfang dieses Katalogs. Manche behaupten, gleich oder noch gefährlichere Rassen seien ausgeschlossen: Malinois, Tschechoslowakische Wölfe oder Kaukasische Schäferhunde. Daher die unbequeme Frage: Dass ein Hund nicht auf einer Verwaltungsliste steht, macht ihn nicht harmlos, und dass er dort steht, hat diesen Angriff auch nicht verhindert.
Der rechtliche Rahmen stoppt den Vorfall nicht, und das ärgert einige Beteiligte: Der Hund griff trotzdem an, in einem Dorf, bei hellem Tageslicht, während das Opfer Hand in Hand mit seiner Großmutter spazierte.
Aggressivität gegenüber Beißkraft: Die verwirrende Datenlage
Die unbequemsten Daten dieser gesamten Kontroverse sind die gemessene Aggressivität. Studien, die dazu zitiert werden, platzieren Chihuahuas, Pudel, Pommern oder Cocker Spaniel unter den Rassen mit der höchsten Neigung zum Beißen. Das heißt, die Hunde, die am häufigsten beißen, sind nicht diejenigen, die den größten Schaden anrichten.
Der Schlüssel wäre nicht die Häufigkeit, sondern die Beißkraft. Dass ein Chihuahua doppelt so oft beißt wie ein Exemplar einer als gefährlich eingestuften Rasse, gleicht sie nicht gleich, so die Argumentation: Ein Biss eines kleinen Hundes ist nicht dasselbe wie der eines Tieres, das schwere Risse bei einem zweijährigen Mädchen verursachen kann. Die Diskussion geht daher nicht um Aggressivität, sondern um die Fähigkeit, Schaden anzurichten.
Der Besitzer, der Zaun und die Verantwortung der Haltung
Der Fokus verschiebt sich auf den Eigentümer. Der Besitzer des Hundes entschuldigte sich, aber manche behaupten, niemand habe ihn gezwungen, ein solches Tier zu halten, und die Verantwortung liege vollständig bei ihm. Diese Strömung fordert Zäune, die hoch genug, solide und dicht sind, damit das Tier nicht darüber springen, darunter schlüpfen, sie brechen oder durch die Stäbe beißen kann.
Die Vorschläge sind ohne Einigkeit verteilt. Von der Euthanasie aller Exemplare der als gefährlich eingestuften Rassen bis zur Kastration und Verbot der Zucht, einschließlich straf- und wirtschaftlicher Sanktionen für die Besitzer. Eine moderatere Strömung lehnt es ab, bereits existierende Tiere zu töten, und setzt auf strenge Kontrolle und Unterbindung der Fortpflanzung. Eine andere fordert, dass diese Hunde nur professionellen Trainern vorbehalten bleiben und nicht Privatpersonen.
Für einen Teil der Beteiligten ist die Unversehrtheit jedes Menschen mehr wert als der Komfort, ein Tier zu halten, das Schaden anrichten kann. Was diskutiert wird, ist, wie man dorthin gelangt, ohne jedes Jahr dieselbe Schlagzeile zu wiederholen.
Was offen bleibt
Die Liste der gefährlichen Rassen existiert, wurde erweitert, und dennoch kam es zum Angriff. Mit dem noch immer hospitalisierten Mädchen bleibt die Angelegenheit vorerst ohne bekannte gerichtliche Lösung und mit einer offenen Frage. Wie viele weitere Vorfälle sind nötig, um zu entscheiden, ob das Problem der Hund, der Besitzer oder die Liste selbst ist?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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