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Gebrauchtes Öl für 210 €/Tonne, Batterien für 550 €: Geld, das weggeworfen wird
Sertego zahlte in Teruel (Spanien) 210 €/Tonne für Gebrauchtöl und 550 €/Tonne für Bleibatterien. Manche behaupten, Werkstätten verlangen für die Abholung Geld und…
Man zahlt 550 Euro pro Tonne für gebrauchte Batterien – und Sie verschenken sie in der Werkstatt
Vom 16. bis 30. November 2013 erstattete das Werk von Sertego Servicios Medioambientales in Teruel die Wertstoffe, die Privatpersonen und Gewerbetreibende anlieferten: 210 Euro pro Tonne Gebrauchtöl und 550 Euro pro Tonne Bleibatterien. Das Unternehmen selbst kündigte dies in einem Handelsschreiben vom 15. November an – ohne Bindung und mit zwei Kontakttelefonnummern zur Abwicklung. Das Kleingedruckte enthielt Bedingungen: Das Öl musste die Annahmeparameter des Acceptance Document erfüllen, und der Bleipreis galt nur, solange es im Laufe des Monats keine starke Kursbewegung gab.
Die nüchterne Zahl räumt mit einer weit verbreiteten Gewohnheit auf: die alte Batterie in der Werkstatt abgeben, wo man die neue einbaut, und sich dafür bedanken. Manche behaupten, Schnellwerkstätten verlangten vom Kunden sogar eine Gebühr für die Entsorgung des Altstoffs – und verkauften denselben Stoff anschließend an das Recyclingwerk. Das Geschäft hat zwei Enden, und der Privatkunde sieht nur eines.
Was man für eine Autobatterie wirklich bekommt
Die Preise, die im Umlauf sind, schwanken stark. Bei einem Schrotthändler wurden zwei alte Haushaltsbatterien zu 20 Euro umgetauscht. In einem anderen Fall wurde die Sache mit 5 Euro pro Stück, unabhängig vom Gewicht abgeschlossen. Mit dem Satz von 550 Euro pro Tonne in der Hand ist der Unterschied zwischen Bezahlung nach Kilo oder nach Stück kein Detail mehr: Es ist der Unterschied zwischen Wertstoffverwertung und Verschenken.
Die Anekdote, die die allgemeine Unkenntnis am besten zusammenfasst, ist fast komisch. Ein Fahrer stand mit offener Motorhaube, als jemand herankam und fragte, ob er die Batterie wechseln wolle. Da ging ihm ein Licht auf: Das hier war kein Müll. Was für ihn ein nutzloses Ding war, war für den Besucher Rohstoff mit Preis.
Die Werkstatt verdient zweimal an derselben Batterie
Der Kreislauf läuft so: Der Kunde zahlt die neue Batterie, zahlt – laut einem Bericht – eine Gebühr für die Entsorgung der alten und der Betrieb gibt sie anschließend in die Verwertungskette. Der Verdacht, dass die Werkstattmarge gratis oder sogar mit Gewinn herauskommt, ist nicht abwegig. Bei Batterien zu fünf Euro pro Stück rechnet man laut vor, mit dem steten Kundenstrom einer Schnellwerkstatt 100 Euro am Tag zu machen.
Die Alternative, die sich unter denen durchsetzt, die schon nachgerechnet haben, ist doppelt: Die Batterie im Internet kaufen – die Ersparnis wird als Vermögen beschrieben – und sie selbst in der Garage oder in der Dorfwerkstatt einbauen. Und bei der Modellwahl die größte nehmen, die in den Einbauschacht passt. Die alte Batterie bleibt natürlich nicht da.
Gebrauchtöl: der Wertstoff, den fast niemand meldet
Der Fall Öl ist weniger sichtbar und giftiger. Der Satz von 210 Euro pro Tonne im Werk Teruel macht aus jedem Haushaltskanister einen Bruchteil von Einnahmen, doch die vorherrschende Gewohnheit bleibt das Wegschütten oder Liegenlassen. Die Bedingung des Acceptance Document erinnert daran, dass nicht alles gilt: Das Öl muss bestimmte Annahmeparameter erfüllen, was saubere Trennung voraussetzt und keine Vermischung mit Wasser oder Lösungsmitteln erlaubt.
Die unbequeme Botschaft hinter der ganzen Aktion lautet: Was in den Müll wandert, hat einen Käufer. Und der Käufer ist zudem ein Unternehmen, das sich als Marktführer in der Abfallwirtschaft und -verwertung präsentiert. Im Preis steckt keine Wohltätigkeit. Da steckt ein Markt drin.
Bleibt die Frage, die niemand so richtig beantwortet: Wenn der Preis veröffentlicht ist, das Werk offen und das Telefon in Betrieb – warum verschenken wir in der Werkstatt weiter, was uns der Schrotthändler bezahlen würde?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (6 Antworten).
Das Filtern von gebrauchtem Öl entfernt die durch Hitze entstehenden Stoffe nicht. Experten raten, höchstens 3- bis 4-mal zu verwenden und frisches Öl nicht mit altem zu mischen.
Eine halbe Seifenstücke-Hälfte im Trommel gerieben wäscht die Wäsche tatsächlich, ersetzt aber kein Waschmittel: Ohne Enzyme und Zeolithe liegt die echte Ersparnis bei rund 73 Euro im Jahr.
LED-Spots für einen 10-m²-Raum: wie viele man braucht, ob das Netzteil weg kann und warum manche 3 Euro und andere 17 Euro kosten, so die Teilnehmer der Diskussion.
Ein Kunde schildert, wie er die Mindestvertragslaufzeit von Orange umging, indem er den Bankeinzug kündigte, und wie das Inkassobüro nach sechs Monaten Anrufen aufgab.