Waschen ohne Waschmittel: Rasierseife, Gebrauchtöl und Natronlauge

Eine halbe Seifenstücke-Hälfte im Trommel gerieben wäscht die Wäsche tatsächlich, ersetzt aber kein Waschmittel: Ohne Enzyme und Zeolithe liegt die echte Ersparnis bei rund 73 Euro im Jahr.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Waschen ohne Waschmittel: Rasierseife, Gebrauchtöl und Natronlauge
Wäsche mit geriebener Seife waschen: Der Trick, den schon die Großmütter kannten

Ein halbes Stück Toilettenseife reiben und direkt in die Trommel der Waschmaschine geben. Das ist alles. Die Wäsche kommt "verdammt gut, weich und angenehm duftend" heraus, so die These, die diese Diskussion im Unterforum Verantwortungsvoller Konsum eröffnete. Der Autor des Experiments hatte sein Waschmittel aufgebraucht und nur ein Stück Handseife in seiner Mietwohnung. Die Idee ist nicht neu: In derselben Unterhaltung wird daran erinnert, dass das schon vor zwanzig Jahren üblich war, und im Handel gibt es Marseille-Seifenflocken, die genau dafür hergestellt werden.

Was passiert, wenn man Toilettenseife in die Waschmaschine gibt

Die erste Warnung kommt schnell: Jede Seife taugt, aber Geschirrspülmittel oder Ersatzprodukte gehören nicht hinein, wenn man keinen Schaumfest auf der Terrasse erleben will. Manche haben es erlebt: Ein halbes Glas Spülmittel in der Waschmaschine füllte die Küche mit Schaum bis in den Wohnzimmerflur. Die Anekdote, unter Lachen erzählt, fasst das echte Risiko zusammen, mit Produkten zu improvisieren, die nicht für die Trommel formuliert sind.

Die zweite Warnung ist technischer Natur. Ein Waschmittel enthält Zeolithe zur Wasserenthärtung, Seife gegen Fett, Enzyme gegen Wein-, Blut- oder Schokoladenflecken, Bleichmittel, Farbschutz und Weichspüler. Toilettenseife deckt nur einen Teil davon ab. Und es gibt ein zusätzliches Problem: Traditionelle Seifen kommen mit hartem Wasser deutlich schlechter zurecht als Waschmittel auf Basis synthetischer Tenside. In Regionen mit hartem Wasser funktioniert der Behelf schlechter.

Selbstgemachte Seife aus Gebrauchsöl: Von der Pfanne in die Trommel

Das Gespräch driftet zur Seife, die zu Hause aus Frittieröl hergestellt wird. Der Vorgang ist einfach: Das Öl wird in einem Kanister gelagert, ruht, bis sich die Schwebstoffe am Boden absetzen, wird durch ein Sieb oder Küchenpapier gefiltert und in einem belüfteten Wanne mit Lauge vermischt, unter Rühren mit einem langen Stock. Der Geruch des Frittierens verschwindet in der Reaktion mit der Lauge. Man kann etwas Duftöl zugeben, niemals Alkohol. Das Ergebnis, so heißt es, putzt "wie verrückt" und eignet sich für die Körperpflege, die Waschmaschine und sogar als Geschenk.

Doch hier meldet sich die unbequemste Stimme: Ein Klempner warnt, dass Öl im Abfluss eine Plage ist, nur noch übertroffen von Toilettenpapier. Die Lauge verändert zwar die chemischen Eigenschaften des Öls, aber man sollte es trotzdem nicht übertreiben, Seife in den Abfluss zu schütten, denn das kann zu einem Verstopfen führen. Die Warnung ist nicht gering: Die Ersparnis durch selbstgemachte Seife verpufft, wenn man den Techniker rufen muss.

Wie viel spart man mit selbstgemachter Seife wirklich?

Wenig, wenn man nur auf den Geldbeutel schaut. Eine Dosis Flüssigwaschmittel kostet ohne Angebotssuche rund 20 Cent pro Waschgang. Bei einer Wäsche pro Tag bleiben jährlich etwa 73 Euro. Die vollständige Rechnung, mit Lauge, Zeitaufwand und dem Risiko, etwas zu beschädigen, lässt kaum eine Marge übrig. Wer das Projekt verteidigt, antwortet, dass es nicht nur um Wirtschaftlichkeit geht: Es ist ein Hobby, wie Stunden in einem Forum zu verbringen, und das Ergebnis riecht besser als viele Handelsprodukte.

Die Diskussion berührt auch das Thema Temperatur. Moderne Waschmittel sind für 30 oder 40 Grad ausgelegt, und bei diesen Temperaturen bleiben Bakterien am Leben. Putzlappen, Babykleidung und Bettlaken bei niedriger Temperatur zusammen zu waschen ist keine gute Idee, wenn man eine Mageninfektion vermeiden will. Geriebene Seife löst dieses Problem nicht.

Essig, Salz und der Gefriertrick

Unter den kursierenden Tipps erfüllt Apfelessig im Weichspülerfach die Funktion von Weichspüler und Farbschutz. Eine Handvoll Salz hilft, dass die Farben nicht abfärben. Und für Kleidung, die nur getragen, aber nicht schmutzig ist, reicht sehr wenig Waschmittel oder sogar Duschgel. Spülmittel direkt auf Fettflecken aufgetragen, bevor das Kleidungsstück in die Waschmaschine kommt, liefert nach mehreren Berichten erstaunliche Ergebnisse.

Den Abschluss bildet eine verblüffende Tatsache: Bei diesen Kostenvorteilen hätte sich selbstgemachte Seife in allen Haushalten durchsetzen müssen. Ist sie nicht. Die Waschmaschine bleibt das am häufigsten genutzte und am wenigsten verstandene Haushaltsgerät.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (33 Antworten).

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