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Gebrauchtes Gold verkaufen: 50 Euro für einen Ring für 160 Euro im Goldrausch
Ein für 160 € gekaufter Ring wurde in einer Goldankaufsstelle für nur 50 € verkauft: 3,7 Gramm zu 13,5 €/Gramm, während die Raffinerie für 18-karätiges Gold 17,50 € zahlte
Ein Ring für 160 Euro, 3,7 Gramm und ein Angebot von 50
Ein Weißgoldring, der im Februar im Juweliergeschäft für 160 Euro gekauft worden war, wurde am Ende für 50 Euro in einer Goldankaufsstelle verkauft. Er wog 3,7 Gramm. Der Besitzer, der ihn von seiner Ex-Partnerin gekauft hatte, ging mit einer berechtigten Frage hinein: Wie viel sollte man mir zahlen, damit ich nicht übers Ohr gehauen werde? Die Antwort, die er auf der Straße fand, war eindeutig. Statt der 100 Euro, die er ahnte, blieb das Angebot bei der Hälfte dessen, was er mindestens erwartet hatte.
Der Fall zeichnet ein Bild eines Marktes, der von der Dringlichkeit anderer lebt. Das Stück wurde als Schmuck gekauft und als Schrott verkauft. Zwischen beiden Preisen liegt nicht nur eine Handelsspanne: Es gibt eine Kette von Zwischenhändlern, eine Waage und einen Käufer, der weiß, dass der Verkäufer es eilig hat.
Wie viel wird wirklich pro Gramm 18-karätiges Gold gezahlt?
Die Referenz, mit der Profis arbeiten, ist nicht der Juwelierpreis, sondern der des eingeschmolzenen Metalls. Laut den in dem Gespräch ausgetauschten Daten zahlte die Raffinerie Sempsa im Dezember 2009 17,50 Euro pro Gramm 18-karätiges Gold. Feines 24-karätiges Gold lag damals bei rund 23,33 Euro pro Gramm, eine Umrechnung, die man erhält, indem man 17,50 mit 24/18 multipliziert.
Mit dieser Tabelle in der Hand entsprechen 50 Euro für 3,7 Gramm rund 13,5 Euro pro Gramm. Unterhalb der Raffinerie-Referenz, wie zu erwarten: Der Zwischenhändler kauft, um weiterzuverkaufen. Die Diskussion lieferte eine Rechnung, die man sich merken sollte: Wer an eine Goldankaufsstelle verkauft, erhält nicht den Goldpreis, sondern den Goldpreis abzüglich des Rabatts dessen, der ihm den Gefallen tut, es abzukaufen.
Die Waage, die Werbung und der Umschlag: Wie die Marge entsteht
Das Geschäft hat mehrere Ebenen. Die Firmen, die im Fernsehen werben und einen Umschlag schicken, in den der Kunde seinen Schmuck legen soll, zahlen laut gesammelter Erfahrung am schlechtesten. Die Preise variieren stark, daher lautet die erste Regel elementar: An mehreren Stellen nachfragen, bevor man zustimmt.
Die zweite Ebene ist das Gewicht. Manche behaupten, Waagen könnten manipuliert sein, und berichten von 19-Gramm-Münzen, die 8 anzeigten. Das ist nicht in jedem Geschäft nachgewiesen, aber das Stück vorher selbst zu wiegen oder darauf zu bestehen, dass die Wiegung vor den Augen des Kunden erfolgt, kostet nichts und erspart böse Überraschungen.
Die dritte Ebene ist das Schicksal des Stücks. Wenn der Ring ästhetischen Wert hat, zahlt ein Juwelier möglicherweise mehr als ein Geschäft, das nach Gewicht zum Einschmelzen kauft, denn der Juwelier verkauft ihn als Objekt weiter, nicht als Barren. Der Unterschied zwischen dem Verkauf eines Schmuckstücks und dem Verkauf von Schrott ist der Unterschied zwischen einer Schaufenstervitrine und einem Schmelztiegel.
Welche Alternativen gibt es, wenn man nicht unter Wert verkaufen will?
Aufheben. Das war die am häufigsten genannte Antwort, mit dem Argument, dass Gold bald mehr wert sein wird und dass der ideelle Wert, wenn er existiert, mit 50 Euro nicht zurückzugewinnen ist. Auch die Option, geerbte Stücke einschmelzen zu lassen und in kleine Barren umzuwandeln, kam zur Sprache, allerdings erfordert das einen vertrauenswürdigen Juwelier oder eine Raffinerie, die dies tut und die Reinheit zertifiziert.
Und ein Hinweis zum Zeitpunkt: Wer mitten im finanziellen Engpass nach den Feiertagen oder mitten im Goldrausch verkauft, verkauft nicht im besten Moment. Er verkauft, wenn er das Geld braucht. Diese Asymmetrie ist das gesamte Geschäft.
Der Ring wurde verkauft. Von den 50 Euro kaufte sich der Besitzer eine Flasche Wein und trank sie mit einem Freund. Das Geschäft war als Investition schlecht und als emotionaler Neuanfang gut. Jeder entscheidet selbst, welche Seite der Waage schwerer wiegt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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