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Gary Kildall: Der Genie, das durch einen IBM-Fehler das Imperium verlor
Wie Gary Kildall, der Schöpfer von CP/M, wegen eines Vertraulichkeitsfehlers den IBM-Vertrag verlor, im Alkohol versank und mit 52 Jahren starb. Eine Lektion in…
Der Niedergang des CP/M-Schöpfers: eine Lektion in emotionaler Ökonomie
Gary Kildall war kein Normalsterblicher. Er entwickelte CP/M, das Betriebssystem, das in den 70er-Jahren die Mikrocomputer beherrschte, und legte den Grundstein für den Personal Computer. Seine Firma Digital Research war der Standard. Doch ein Rechenfehler mit IBM änderte alles: Er weigerte sich, eine Vertraulichkeitsvereinbarung zu unterschreiben, und Bill Gates nahm ihm den Sieg weg. Der Rest ist Geschichte: MS-DOS bekam den ganzen Kuchen.
Von da an war der Niedergang unaufhaltsam. Kildall zog sich immer mehr zurück, flüchtete in den Alkohol und starb schließlich traurig mit nur 52 Jahren. Der Kontrast zwischen seiner technischen Brillanz und seiner Unfähigkeit, mit dem Scheitern umzugehen, ist brutal.
Der Preis des schlechten Verhandelns
Der IBM-Vertrag ging nicht durch Pech verloren, sondern durch Arroganz oder Fehlverhalten. Kildall forderte Bedingungen, die der blaue Riese nicht akzeptierte, und Gates, der noch kein eigenes Betriebssystem hatte, kaufte einen billigen Klon und verkaufte ihn an IBM. Kildalls Entscheidung, Vertraulichkeit über das Geschäft zu stellen, kostete ihn den Markt. Jahre später versuchte DR-DOS zu konkurrieren, doch mit Windows 95 war Microsofts Vorherrschaft total.
Zeitgenossen erinnern sich, dass CP/M und DR-DOS bessere Werkzeuge boten, etwa den Dateimanager ViewMAX, doch Microsofts Vertriebsnetz und Marketing fegten jede Alternative weg.
Der Alkohol als letzte Antwort
Kildall konnte die Niederlage nicht verkraften. Der Alkohol wurde sein Begleiter, und sein Verfall ging schnell. Wer ihn kannte, spricht von einem unaufhaltsamen Absturz: vom anerkannten Genie zum Mann, der seinen Kummer ertränkte. Sein Tod mit 52 Jahren war der Schlusspunkt einer vorhersehbaren Tragödie.
Kildalls Geschichte ist eine unbequeme Erinnerung: In der Wirtschaft garantiert technische Intelligenz nichts, wenn der Geschäftssinn versagt. Und wenn sich Stolz mit Frust vermischt, kann jeder in der Niederlage enden. Die Frage, die niemand beantwortet, ist, ob ein einfacher Handschlag mit IBM den Lauf der Informatik verändert hätte. Wahrscheinlich ja, aber der Alkohol verzeiht nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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