Der Körper von Prominenten als Asset mit Verfallsdatum

Das Aussehen berühmter Frauen wird wie ein Asset behandelt: Ernährung, Medikamente und Genetik bestimmen den Alterungsprozess.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Körper von Prominenten als Asset mit Verfallsdatum
Prominente Körper als Assets: Vom Glamour zum Verschleiß

Die Industrie, die vom Altern lebt, verkauft keine Jugend: Sie verkauft Angst. Und manchmal gibt sie ihr ein Gesicht. Kommentare über Moderatorin Terelu Campos und US-Schauspielerin Jennifer Love Hewitt konzentrierten sich auf ihre Körper, nicht auf ihre Arbeit. Das Phänomen ist nicht neu, aber aufschlussreich: Der Körper einer berühmten Frau funktioniert wie ein Asset, das bewertet wird, in jungen Jahren an Wert gewinnt und ohne Vorwarnung abwertet. Niemand fragt, wie lange sie schon arbeiten. Nur wie viele Kilo sie noch haben.

Warum wird der Körper einer Berühmtheit wie ein Asset bewertet?

Eine Schauspielerin oder Moderatorin verkauft nicht nur Talent. Sie verkauft ein Image, das gebucht, erneuert und im Zweifel amortisiert wird. Die Logik ist die eines jeden Assets: Solange der Markt es will, steigt der Kurs; wenn es nicht mehr ins Schaufenster passt, fällt er. Das tempus fugit, an das jemand erinnerte – das Zitat von Vergil, „die Zeit flieht unwiederbringlich“ – fasst das Problem in vier Worten zusammen. Das Kuriose ist, dass der Verschleiß immer mit demselben Maß gemessen wird.

Im Hintergrund liegt eine unbequeme Idee: Dass Schönheit ein Kapital mit Verfallsdatum ist und seine Erneuerung Geld kostet. Wie viel, ist die Frage, die niemand abschließend beantwortet.

Das Anti-Aging-Geschäft: Ernährungsberater, OP und Medikamente

Hier kommt die Ökonomie des Reparierens ins Spiel. Manche behaupten, mit ausreichend Budget lasse sich der Verschleiß bremsen: Personal Trainer, Ernährungsberater, Chirurg und eine Disziplin, die fast einem Vollzeitjob gleichkommt. Die gängige Rechnung ist einfach: Wer Vermögen hat, hat auch Zugang zur besten Version ihrer selbst, auch wenn das Endergebnis von etwas abhängt, das man nicht kaufen kann.

Dieses Etwas ist die Genetik. Und darüber hinaus sind die Beweise hartnäckig: Manche altern gut nach Jahrzehnten der Exzesse, andere pflegen sich unermüdlich und lassen trotzdem nach. Zudem wird eine Spritze zur Gewichtsabnahme erwähnt, die als Abkürzung gilt, um das zu ersetzen, was früher das Skalpell verlangte. Das Kleingedruckte – wer zahlt, wer es braucht, welche Wirkungen es hat – bleibt unerwähnt.

Tempus fugit: Der doppelte Maßstab beim Altern

Dem Kommentar über den Verschleiß steht ein Beispiel gegenüber: Sandra Bullock, bei der man davon ausgeht, dass sie trotz des Fortschritts der Jahre weiterhin als Beweis dafür dient, dass gutes Altern möglich ist. Wenn manche gut altern und andere schlecht, spielt die Genetik eine entscheidende Rolle.

Was sich ändert, ist die öffentliche Bewertung. In Spanien spricht man oft über den Druck auf Frauen im Showbusiness, während in anderen Ländern der Fokus anders gesetzt sein mag. Aber das Kernproblem bleibt global: Die Erwartungshaltung an das Aussehen von Frauen in der Öffentlichkeit.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (139 Antworten).

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