Garci: Vom Oscar zum Schwarz-Weiß-Film bei TRECE

José Luis Garci bleibt bei TRECE mit klassischem Kino, während Classics ohne ihn zurückkehrt. Vom Oscar bis zu El Crack.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Garci: Vom Oscar zum Schwarz-Weiß-Film bei TRECE
Garci, vom Oscar zum Schwarz-Weiß: Der spanische Film, der sich nicht verkauft

Warum wird ein Regisseur mit einem Oscar im Haus eher als Moderator fremder Filme bekannt als für seine eigenen? José Luis Garci ist seit einiger Zeit bei TRECE in einem Format aktiv, das das Schema von Qué grande es el cine, seiner Sendung aus den 90ern bei La 2, wiederverwendet: Kontext, Anekdote und Vorführung des Films. Die Ausstrahlung erfolgt in Schwarz-Weiß, wenn der Film es ist, was nicht immer der Fall ist; unter den ausgewählten Filmen war auch „Von hier bis zur Ewigkeit“. Das Programmangebot hat sich jedoch darunter verschoben: Classics ist ohne ihn zurückgekehrt.

Classics kehrt ohne Garci zurück: Wer moderiert jetzt das klassische Kino?

Die Rückkehr des Containers für klassisches Kino erfolgte ohne seinen historischen Moderator. An der Spitze stehen nun Jerónimo José Martín und Juan Orellana, Filmkritiker von COPE und TRECE, die zudem Gäste ins Studio bringen. Der erste Termin dieser Phase war „Der schwarze Sergeant“ von John Ford, während auf demselben Sender „Das dreckige Dutzend“ angekündigt wurde. Das Detail hat seinen Reiz: Das Format, das Garci zu einer eigenen Marke machte, lebt weiter, aber mit anderen Gesichtern an der Spitze.

Manche diskutieren sogar das Alter der Erfindung. Ein Teil des Publikums behauptet, der Moderator sei seit 2021 bei TRECE mit identischem Schema wie bei La 2; andere betrachten es als kürzliche Premiere. Die Verwirrung ist nicht gering, denn davon hängt die entscheidende Frage ab: Ist der Wechsel endgültig oder nur eine Rotation im Programm?

El Sustancia ilegal: Der Film, den dieses Publikum auf Augenhöhe mit Taxi Driver stellt

Mit Garci wird sein Wissen über Film nicht diskutiert, sondern sein eigener Stil. Das Urteil ist hart: Seine Filme werden als *Mist*, *einschläfernd* und von „ermüdendem, intimem Stil“ bezeichnet. Aber es gibt eine Ausnahme, die sich bis zur Erschöpfung wiederholt: „El Sustancia ilegal“ und seine Fortsetzung. Es wird behauptet, dass sie, hätte Coppola oder ein anderer Hollywood-Star sie gedreht, in der Kritik „auf Augenhöhe mit Taxi Driver“ stünden. Dies ist ein kontrafaktischer Gedanke, kein Faktum, sagt aber viel über die Wertschätzung aus.

Einigkeit herrscht beim Cast. Alfredo Landa erscheint als totaler Schauspieler, mit „Los santos inocentes“ als bester spanischer Film und Berlangas „La vaquilla“ als zweites Argument. Ein anderer Sektor ordnet Garcis Vermächtnis anders ein: nicht in einem ganzen Spielfilm von ihm, sondern in „Volver a empezar“ und darin in der Szene, die als die beste gilt, die je in diesem Land gedreht wurde.

Sangre de Mayo: Die Superproduktion von 2008, an die sich kaum jemand erinnert

Weniger erinnert, was schon ein Symptom ist, ist „Sangre de Mayo“, uraufgeführt 2008: Eine Superproduktion über die Episodios Nacionales von Pérez Galdós, mit 54 Schauspielern, vielen Statisten, Pferden, Kostümen aus der Epoche und Sets des Oscar-Gewinners Gil Parrondo. Es wird argumentiert, dass er durch das kritische Klima der Zeit vernichtet wurde, nicht wegen seiner Qualitäten, und dass historischer spanischer Film nur dann Bestand hat, wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender dahintersteht.

Dieser Vorfall dient dazu, eine wiederkehrende These zu illustrieren: Wenn die Unterstützung verschwindet, bleiben keine Spuren, weder im Gedächtnis des Zuschauers noch sonst wo. Der Katalog wird zum archäologischen Objekt.

Besserer Vermittler als Regisseur? Der Oscar und die Last des Kritikers

Über seine Biografie kursieren Daten, die verwirren, wer ihn als konservativen Bezugspunkt sieht: Er war Mitglied der PCE (Spanische Kommunistische Partei) mit Parteibuch. Und es gibt Vorwürfe anderer Art, wie die Bitte um Begnadigung verurteilter sozialistischer Politiker. Nichts davon erklärt seine Filmografie, aber es hilft zu verstehen, warum ein Mann mit einem Oscar, dem für „Volver a empezar“, seitdem so wenig gedreht hat.

Die am häufigsten wiederholte Erklärung, dass sein persönliches und ideologisches Profil ihm Türen in der Industrie verschlossen habe, ist eine Hypothese ohne mögliche Überprüfung. Was erzählt wird, ist die Paradoxie, die der Regisseur selbst wiederholt: Als er den Preis entgegennahm, schrieben einige Kritiker, man habe einen mittelmäßigen Regisseur ausgezeichnet. Fremdes Kino zu erklären gelingt ihm besser als es zu drehen, und er scheint dies akzeptiert zu haben.

Das Publikum altert gleichzeitig mit den Filmen, die es sieht

Klassisches Kino zu sehen ist zu einer Trauerübung geworden. Die Schauspieler jener Filme sind nicht mehr da, und Deborah Kerr erscheint auf dem Bildschirm *prächtig*, während die Realität ist, dass sie vor Jahren starb. Das Gefühl überträgt sich auf die Biografie des Betrachters: Von den 80ern und 90ern bis heute sind 30 oder 40 Jahre vergangen, die Jugendidole sind um die 50, und Herzinfarkte sind nicht mehr Sache anderer.

Ein Teilnehmer fasst es schonungslos zusammen: Leute unseres Alters beginnen zu verschwinden, und das macht schwindelig. Hinzu kommt eine häusliche ästhetische Theorie: Übergewicht allgemein sei der Grund, warum alle aufgebläht wirken und weniger erkennbar sind als jene erinnerten Dorfidyllen.

Warum verkauft sich spanischer Film nicht auf physischen Medien?

Das Geschäft stirbt am Preis. Wer versucht, physische Ausgaben zu reservieren, stößt auf Tarife, die er als überhöht ansieht, und auf den Verdacht, dass die Bestellung im letzten Moment storniert wird. Die wiederholte Schlussfolgerung: Spanischer Film verkauft sich nicht, besonders nicht zu diesen Preisen, also hören die Läden auf, Angebote zu machen, und der Katalog bleibt wenigen vorbehalten.

Am Ende wird der größte Verteidiger des klassischen Kinos im Fernsehen durch eine Paradoxie in Erinnerung bleiben: Man gab ihm einen Oscar, bestritt sein Talent, und sein bester Erfolgsindikator ist, dass ein Sender ihn weiterhin vor dem Film sprechen lässt. Manche Karrieren versteht man nur in Schwarz-Weiß.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (167 Antworten).

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