Galicien: Schuljahresstart mit erneut weniger Schülern

Galicien startet ins Schuljahr 2026/27 mit 4.617 Schülern weniger, hält aber 800 Klassenräume. Die Hintergründe dieser Entwicklung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Geburtenrückgang macht auch dem galicischen Bildungssystem zu schaffen, doch eine Vereinbarung mit den Gewerkschaften hat es ermöglicht, das Klassenangebot zu erhalten.

Das Schuljahr **2026/27** beginnt in **Galicien** mit einer Zahl, die inzwischen zur Gewohnheit geworden ist: weniger Schüler. Konkret schreiben sich **298.436** Schülerinnen und Schüler in Vorschule, Grundschule, ESO und Bachillerato ein, **4.617** weniger als im Vorjahr. Der Rückgang zeigt sich in allen Schulstufen, am stärksten in der **Grundschule** mit **2.600** Schülern weniger. Es folgen die Vorschule (**981** weniger), die ESO (**854** weniger) und das Bachillerato (**459** weniger). Nur der Sonderpädagogik geht es besser, mit einem leichten Anstieg von **47** Schülern.

## ein Pakt gegen den Rückgang

Hinter diesen Zahlen hat die **Xunta de Galicia** Maßnahmen ergriffen, um die Folgen der Entvölkerung in den Klassenzimmern abzufedern. Dank einer 2023 mit den Gewerkschaften **CCOO**, **ANPE** und **UGT** geschlossenen Vereinbarung zur Verbesserung des Bildungssystems, der sich später **CSIF** anschloss, konnten **800 Klassenräume** erhalten bleiben. Das bedeutet, dass trotz der geringeren Nachfrage Schließungen von Schulen vermieden oder Klassenteilungen erleichtert werden, um die Betreuung zu verbessern. Der galicische Bildungsminister (Conselleiro de Educación) **Román Rodríguez** betonte, dass diese Vereinbarung zusammen mit weiteren Neuerungen des Jahres **2026** "die größte Modernisierung und Verbesserung der Bildung in Galicien seit 30 Jahren" darstelle.

## die Demografie gibt den Ton

Die Ursache des Problems ist klar: der Geburtenrückgang. Es werden nicht genug Kinder geboren, um die Generationen zu ersetzen, die ihre Schulzeit abschließen. Ein Blick auf die historischen Zahlen zeigt den gewaltigen Unterschied: Ende der 1980er Jahre zählte **Galicien** noch über **600.000** eingeschriebene Schüler. Heute sind es rund **300.000**. Wenn sich nichts Grundsätzliches ändert, deutet der Trend auf einen noch stärkeren Rückgang in den kommenden Jahrzehnten hin. Einige Analysen legen nahe, dass der Rückgang bei Schülern spanischer Herkunft noch ausgeprägter ist, wenn man den Einfluss der Zuwandererbevölkerung herausrechnet.

## welche Zukunft haben die Klassenzimmer?

**800 Klassenräume** mit weniger Schülern aktiv zu halten erfordert eine Umverteilung der Ressourcen und möglicherweise höhere Investitionen pro Schüler. Das Ziel ist klar: Bildung von hoher Qualität und Chancengleichheit unabhängig von der Region oder der Klassengröße sicherzustellen. Die Erfahrung **Galiciens** in dieser Hinsicht, mit einer Vereinbarung, die die Grundpfeiler der Bildung festigen will, könnte anderen Regionen mit ähnlichen demografischen Herausforderungen als Vorbild dienen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (2 Antworten).

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