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Frauenstimmen für VOX haben sich verdoppelt, so kursierende Zahlen
Der Frauenanteil bei VOX soll von 10 % im Jahr 2023 auf 20 % gestiegen sein, so Zahlen, die in der Debatte kursieren. Ein Nutzer behauptet, Unsicherheit und die Ablehnung von…
Frauenstimmen für VOX haben sich verdoppelt, so kursierende Zahlen
Die Zahl geistert seit Wochen durch die politischen Gerüchteküchen Spaniens: Der Frauenanteil bei VOX soll laut den in der Debatte kursierenden Zahlen von 10 % im Jahr 2023 auf 20 % der aktuellen Wahlabsicht gestiegen sein. Eine Spanne, die sich bestätigt, die gläserne Decke der Partei von Abascal bei den Frauen durchbrechen und der PSOE (Spaniens wichtigste Mitte-links-Partei) ihr treuestes Wählerreservoir kosten würde. Unter den angeführten Erklärungen gibt es die, dass Frauen die ersten Opfer der steigenden Alltagskriminalität seien. Andere Deutungen sind unbequemer.
Was hinter dem Sprung von 10 % auf 20 % bei den VOX-Wählerinnen steckt
Das Argument, das unter den Analysten des Phänomens am häufigsten fällt, ist die Unsicherheit. Es wird behauptet, Frauen seien die Hauptbetroffenen der steigenden Kriminalität in bestimmten Vierteln, und diese Angst schlage sich in einer Strafstimme für die Partei nieder, die sie als am härtesten bei Migration und öffentlicher Ordnung wahrnehmen. Diese Argumentation hat ein statistisches und ein emotionales Bein, und man sollte sie nicht verwechseln.
Manche fügen einen zweiten Faktor hinzu: die Remigration als Fahne. VOX spricht seit Jahren von der Abschiebung irregulärer Migranten, eine Position, die ihre Wähler für riskant, aber mutig halten. Das Verdienst, so heißt es, sei, daran festgehalten zu haben, während alle anderen dem Thema auswichen. Dieser Diskurs ist in bestimmten weiblichen Segmenten, die ihn früher nur schief ansahen, kein Tabu mehr.
Das Profil der jungen Wählerin, die die Seite wechselt
Der Fokus hat sich auf Frauen zwischen 18 und 24 Jahren verlagert. Dort ist das Muster ein anderes: Sie wählen nicht aus Angst vor Migranten, sie wählen als ästhetische Rebellion. VOX zu wählen ist in bestimmten Kreisen zum Kontrakulturellen geworden, zu dem, was einen vom System und von dem unterscheidet, was der Fernseher sagt. Faschistin genannt zu werden ist keine Beleidigung mehr, sondern ein Orden.
Das Phänomen hat einen Anteil Pose und einen Anteil Überdruss. Manche beschreiben diese Wählerinnen als ans Handy geklebt, mit der Aufmerksamkeitsspanne einer Amöbe und einer deutlichen Allergie gegen anhaltende Anstrengung. Andere dagegen arbeiten, haben Kinder und verschwenden keine Zeit mit Unsinn. Die Kategorie „junge Frau“ verbirgt Realitäten, die in kein einziges Kästchen passen.
Der PSOE und der Preis, seine Wählerschaft für selbstverständlich zu halten
Die zynischste Lesart ist zugleich die verbreitetste: Wenn ein Wählerblock scharenweise die Seite wechselt, kündigt das meist einen größeren Pendelausschlag an. Der PSOE soll die Frauenstimme zu lange als selbstverständlich angenommen haben und stellt nun fest, dass dieses Darlehen Zinsen hatte. Nach dieser These waren das Enkel-Staatsbürgerschaftsgesetz und die Senkung des Wahlalters Versuche, die Basis zu verbreitern, die die Umfragen inzwischen entschärft hätten.
Bleibt die unbequeme Frage: Ist VOX der grüne PSOE, wie seine Kritiker behaupten, oder etwas anderes? Der Vorwurf, im Corona-Tempo dieselben Gesetze mitabgestimmt zu haben, hält sich hartnäckig. Auf der anderen Seite fällt die Antwort knapp aus: erklärter Antiislamismus seit 2019 und Verteidigung der Freiheit während der Pandemie. Die Debatte ist nicht abgeschlossen.
Vor diesem Hintergrund ist vernünftigerweise zu erwarten, dass sich die Frauenstimme bei den kommenden Wahlen weiter bewegen wird. Wie stark und in welche Richtung, weiß niemand. Wer die Formel zu kennen behauptet, lügt oder will etwas verkaufen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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