Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
FPÖ gewinnt Parlamentswahl in Österreich mit 28,8 Prozent
Die FPÖ gewinnt die Wahl in Österreich mit 28,8 Prozent, Umfragen sehen sie inzwischen bei 33 Prozent. Die absolute Mehrheit bleibt aber weit entfernt, und keine Partei will mit ihr regieren.
FPÖ gewinnt Österreich, Umfragen sehen die Partei bereits bei 33 Prozent
Die FPÖ hat die Nationalratswahl in Österreich gewonnen, und die Nachwahl-Umfragen sehen die Partei inzwischen bei 33 Prozent. Am Ergebnis zweifelt niemand. Was niemand unterschreiben will, ist, dass dieses Ergebnis ausreicht, um zu regieren. Die rechtsensrecht identitäre Partei, die im selben Europaparlaments-Block wie VOX sitzt, setzte sich mit 28,8 Prozent der Stimmen durch. Bereits bei der Europawahl im Juni hatte sie gewonnen, und die Umfragen vor der Nationalratswahl sahen sie bei 27 Prozent. Der Rest ist sumpfiges Gelände.
Von 26 Prozent in den Umfragen zu 28,8 Prozent an der Urne
Die letzte Umfrage vor der Wahl, die Market-Umfrage vom 26. September, sah die FPÖ bei 26 Prozent, nur einen Punkt vor der ÖVP (25 Prozent). Dahinter die SPÖ mit 21 Prozent, die NEOS mit 12 Prozent, die Grünen mit 8 Prozent und eine Handvoll kleinerer Parteien – BIER und KPÖ mit 3 Prozent, der Rest unter 1 Prozent. Das Bild war das eines technischen Gleichstands, der am Wahltag endgültig kippte.
Das Endergebnis von 28,8 Prozent bestätigte den Aufwärtstrend. Zwei Wochen später sahen die Umfragen die Partei bereits bei 33 Prozent: mehr als vier Punkte in kaum einem Monat. Wenn eine Partei in allen Messungen hintereinander zulegt, ist das Problem nicht mehr ihre Wählerobergrenze, sondern was sie damit anfängt.
Taylor Swift, das abgesagte Konzert und der Kulturkampf
Es gibt eine Anekdote, die den Wahlkampf besser erklärt als jedes Wahlprogramm. Im August wurde das Taylor-Swift-Konzert in Wien wegen eines möglichen sarracinistischen Anschlags abgesagt. Die FPÖ und ihre Jugendorganisation machten aus der leeren Bühne eine Losung: «Abschiebungen statt Absagen». Die Botschaft der Kampagne der Partei war einfach: Das Problem sei nicht die Absage des Konzerts gewesen, sondern wer sie notwendig gemacht hatte.
Es ist die Art von Kulturkampf-Coup, den die etablierten Parteien schwer kopieren können, weil er Verzicht auf Nuancen verlangt. Nach Angaben einiger Diskutanten präsentiert sich die Partei als proisraelisch und kritisch gegenüber dem politischen Sarracin – ein Profil, das sie vom generischen Bild unterscheidet, das der europäischen radikalen Rechten angeheftet wird.
Wähler aus der Nichtwähler-Reserve und Überläufer von der ÖVP
Die Schlüssel zum Sieg liegen laut den nach der Auszählung veröffentlichten Analysen bei zwei Quellen: Bürger, die bei früheren Wahlen nicht gewählt hatten, und Wähler, die von der ÖVP gewechselt sind, der österreichischen konservativen Partei. Es ist keine massive Übertragung und keine Flut: Es ist eine Summe von Tröpfchen, die in der Gesamtheit Mehrheiten verändert.
Nicht alle sehen das gleich. Manche erinnern daran, dass die Partei schon früher gewonnen hatte und sich nichts Wesentliches änderte, und messen diesem Sieg daher eher symbolischen als praktischen Wert. Die Debatte, ob sie mit VOX, der griechischen AD oder dem ungarischen Fidesz vergleichbar ist, dauert an: Alle in denselben Topf zu werfen, so das Argument, sei bequem und wenig hilfreich.
Regieren mit 28,8 Prozent – oder nur blockieren?
Hier liegt der Knoten. Mit diesem Ergebnis ist die absolute Mehrheit weit entfernt. Es wiederholt sich ein bekanntes Muster, so die meistgelesenen – und resigniertesten – Deutungen des Wahltags: Die übrigen Parteien verschwören sich, um die Macht unter sich aufzuteilen, statt sie abzugeben, wie es nach diesen Analysen in Frankreich geschah. Das Ergebnis wäre eine Koalitionsregierung, die wenig bewegt und sich nur hält, solange ihre Partner es aushalten.
Gewinnen ist nicht dasselbe wie regieren. Das ist die eigentliche Schlagzeile.
Mit diesen Zahlen liegt es nahe, auf eine Blockadekoalition und eine FPÖ zu setzen, die von der Opposition aus weiter wächst. Das Naheliegende hielt sich in der österreichischen Politik der letzten Jahre allerdings nie lange.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (65 Antworten).
Analyse der anstehenden Andalusien-Wahl in Spanien: Vox würde nur 1-2 Sitze gewinnen, doch die PP könnte ihre Mehrheit verlieren. Der Mercosur-Faktor und Alvise sind die versteckten Schlüssel.
Die spanische PSOE verliert komplette Kandidatenlisten, PP und VOX kämen laut Sigma Dos nahe an 201 Sitze heran, und der Senat wird zum Schlachtfeld der 29N-Wahl.
Pedro Sánchez erklärt, er werde 'so oder so' vier weitere Jahre im Amt bleiben. Die spanische Opposition sucht nach einem Plan B, den es nach vorherrschender Einschätzung gar nicht gibt.
Oriol Junqueras reagiert gerührt auf die Idee, bei Wahlen gemeinsam mit Podemos anzutreten. Sein Gesichtsausdruck wird viral und entfacht die Debatte über linke Bündnisse neu.
Zwei rechte Wähler in Spanien planen, am 29N aus Misstrauen gegenüber Politikern nicht zu wählen. Die Debatte: Begünstigt die Enthaltung die PSOE, oder ist sie Konsequenz?