Vox' voraussichtliches Ergebnis bei der Andalusien-Wahl im Voraus

Analyse der anstehenden Andalusien-Wahl in Spanien: Vox würde nur 1-2 Sitze gewinnen, doch die PP könnte ihre Mehrheit verlieren. Der Mercosur-Faktor und Alvise sind die versteckten Schlüssel.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Vox in Andalusien: marginaler Zuwachs oder Wahlüberraschung?

Das unter Analysten am häufigsten genannte Szenario deutet darauf hin, dass Vox bei den Andalusien-Wahlen nur ein bis zwei Sitze gewinnen wird, doch die Debatte darüber, ob die PP die absolute Mehrheit verlieren könnte, und der Mercosur-Faktor öffnen die Tür für eine ganz andere Lesart. Entscheidend ist weniger Vox' Wachstum als die Frage, ob Juanma Moreno allein regieren kann.

Die Zwei-Sitze-Grenze

Die vorherrschende Meinung besagt, dass Vox nicht mehr als zwei zusätzliche Sitze gegenüber ihrem bisherigen Ergebnis gewinnen wird. „Zwei Sitze mehr, wenn überhaupt“ lautet die Prognose, die unter Beobachtern der andalusischen Politik kursiert. Man argumentiert, dass interne Spaltungen und Ausschlüsse dem Image der Partei geschadet haben und dass ihr eigentliches Problem darin besteht, dass die PSOE außer in Almería doppelt so viele Stimmen auf sich vereint. Zudem ist die Marke Vox stark mit Abascal identifiziert, was ihre Fähigkeit einschränkt, gemäßigte Wähler anzuziehen.

Der Moreno-Faktor und die Gefahr für die absolute Mehrheit

Für viele ist nicht entscheidend, wie stark Vox zulegt, sondern ob Juanma Moreno die absolute Mehrheit verliert. „Dort liegt der Spaß“, heißt es. Die neuesten Umfragen sehen die PP bei rund 40 %, mit PSOE und Vox jeweils knapp bei 20 %. Bestätigt sich dieses Szenario, müsste Moreno mit Vox verhandeln, was er bisher vermieden hat. Das Klima der Unzufriedenheit über die öffentlichen Dienste und die Untätigkeit gegenüber Sánchez spielen gegen ihn. Nach einer anderen Analyse wollen jedoch 70 % der Wähler das, was PP und PSOE anbieten, was Moreno Spielraum lässt, die absolute Mehrheit zu halten.

Mercosur und die versteckte Agenda

Ein Faktor, der den Wahlkampf auf den Kopf stellen könnte, ist das vorläufige Inkrafttreten des Freihandelsabkommens mit Mercosur am 1. Mai. Die Maßnahme, die der andalusischen Landwirtschaft schadet, wurde von Vox angeprangert und könnte die ländliche Wählerschaft mobilisieren. Zudem ist die Krise um die für Solaranlagen in Granada und Jaén gerodeten Olivenbäume ein Thema, das Abascals Partei nicht ausreichend nutzt. „Es gibt mehr als genug Material“, klagt ein Flügel, doch Vox' Wahlkampf findet keinen Anschluss bei den Menschen.

Der Alvise-Effekt

Das Auftreten von Alvise Pérez bringt zusätzliche Unsicherheit. Zwar halten die meisten es für ausgeschlossen, dass er Sitze gewinnt, doch könnte er Vox Stimmen kosten, vor allem in Málaga. Umgekehrt würde ein Sitz für ihn den Raum rechts von der PP weiter zersplittern. Die offene Frage ist, ob Vox am Ende das neue Ciudadanos wird, vom Zweiparteiensystem aufgesogen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (40 Antworten).

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