Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Forumdebatte: von der taktischen Stimme zur Wahl von Alvise
Ein Forenthread zeigt die Müdigkeit gegenüber allen politischen Blöcken und den Vorschlag, Alvise als Strafe zu wählen, wie aus den veröffentlichten Beiträgen hervorgeht
Alvise wählen als Geste der Bestrafung des Systems
Die Eingangsnachricht sagt es ohne Umschweife: «Votante voteando jugando el juego de la OCA-R78». Der Vorschlag, mit dem das Thema eröffnet wird, ist so einfach wie unbequem: Wenn das gesamte System korrupt ist, hört der Stimmzettel auf, ein Regierungsinstrument zu sein, und wird zu einem Mittel, um zu nerven. «Mejor jorobar al goyim banderilla y votar ALVISE», heißt es zum Abschluss. Und von da an fünfzehn Antworten, die zwischen Gelächter, Wut und völliger Resignation schwanken.
Die taktische Stimme nützt niemandem mehr
Die erste Reibungslinie zeigt sich schnell. Ein Teilnehmer wirft die Provokation ein, dass die Wahl von Alvise einer Unterstützung von Pedro Sánchez gleichkomme. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: «Si quieres APOYAR PEDRO SANCHEZ PUES SI VOTA ALVISE». Das implizite Argument ist das alte: Die zersplitterte Stimme der Rechten nützt dem gegnerischen Block. Doch diese Logik verliert ihre Kraft, wenn der Wähler an keinen der Blöcke mehr glaubt.
Ein weiterer Beitrag zielt auf den Kern des Problems: «El problema es que ha llegado un punto en el que no queda nadie a quien votar». Die Diagnose ist vernichtend und umfasst alle. Die Wähler der Linken, so heißt es, seien es leid, von ihren Parteien «continuo trile» zu hören. Die der Rechten erkennen «la absoluta melifuidad de sus líderes». Die Nationalisten «ni saben a qué juego jugar». Das Fazit: Selbst mit zugehaltener Nase und unter Berufung auf die taktische Stimme gibt es keinen Kandidaten, der auch nur das geringste Vertrauen verdient.
Die Wahl als Strafe, nicht als Unterstützung
Genau in diese Leere passt die Option Alvise. Nicht als Regierungsprojekt, sondern als Stein im Schuh. «Vota Alvise, para jorobar al PPVOX», fasst einer der Beiträge zusammen. Der Grundgedanke: Eine Strafstimme ergibt mehr Sinn als eine Unterstützung, wenn alle Parteien mit Sitzen enttäuscht haben.
Die Diskussion gleitet in einen Austausch ideologischer Etiketten ab. Ein Teilnehmer behauptet, wer Vox wähle, unterstütze die «oooo-guasoneria»; ein anderer antwortet, wer die PSOE wähle, unterstütze «satanistas». Das Niveau des Austauschs sinkt, aber darunter liegt ein geteiltes Misstrauen: Niemand glaubt der Erzählung des anderen. Und mittendrin eine Nachricht, die die Müdigkeit auf den Punkt bringt: «Paso de votontear».
Institutionelles Misstrauen als Hintergrund
Die klarste Analyse des gesamten Threads spricht nicht von Parteikürzeln, sondern von Institutionen. «La desconfianza en las instituciones y en la división de poderes va a conducirnos a un país imposible de gobernar ni por las izquierdas ni por las derechas, ni por nadie». Das ist die Beschreibung eines Szenarios dauerhafter Blockade, in dem die Strafstimme nicht mehr die Ausnahme ist, sondern zur rationalen Option wird.
Die Eingangsnachricht führt auch ein Element ein, das über der gesamten Konversation schwebt: die Erwähnung von Ceuta. «Ceuta? Bien gracias». Die ironische Antwort auf eine Frage, die niemand so recht gestellt hat, verweist auf ein Thema, das in die Unterhaltung einschleicht, ohne ausgeführt zu werden. Und ein Teilnehmer verlinkt einen Tweet über Kampagnengruppen, die auf die marokkanische Gemeinde in Spanien abzielen, was eine weitere Ebene des Misstrauens gegenüber den Strategien zur Mobilisierung der Wähler hinzufügt.
Was bleibt, wenn niemand mehr übrig bleibt
Ein Abschluss des Themas kommt nicht zustande. Die Konversation verebbt ohne Fazit, mit dem Gefühl, dass die Wahl von Alvise mehr Symptom als Lösung ist. Ein Teilnehmer bringt es ungeschminkt auf den Punkt: «Petulantes legitimando un sistema y juego corrupto». Die Paradoxe liegt auf der Hand: Man schlägt vor zu wählen, um das System zu bestrafen, aber Wählen ist an sich schon Teilnahme daran.
Bleibt die Grundfrage, die niemand ganz beantwortet: Wenn die Wählerschaft nicht mehr an die taktische Stimme, an die Führer und an die Institutionen glaubt, was bleibt dann? Die Antwort ist vorerst ein Eigenname, der als Geste funktioniert. Und eine Geste regiert in der Politik selten etwas.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (29 Antworten).
Netanyahu warnt vor möglichem Wahlbetrug, während Israel eine rekordhohe Wahlbeteiligung erreicht, und sein möglicher Nachfolger Eisenkot steht vor fragiler Parlamentsarithmetik.
Die Baureihe 100 der Renfe kam 1992 als Adaption des TGV Atlantique von Alstom nach Spanien, mit verstärkter Klimaanlage und ASFA-Bremse für den spanischen Betrieb.
Die Eisenbahnsicherheit darf nicht davon abhängen, dass es einem Lokführer in jedem Moment gut geht. Rückfallebenen existieren – ihr Fehlen ist eine Entscheidung.
Der Fall Roms zog sich über Jahrhunderte hin, weil die Instandhaltung fehlte. Der heutige Verfall der Infrastruktur und die Korruption wiederholen dieses Muster.