Forum-Nutzer behauptet, 50.000 € mit Bitcoin zu Million gemacht

Ein Forum-Nutzer gab 2013 an, 50.000 Euro in über eine Million mit Bitcoin verwandelt zu haben und prophezeite einen Kurs von 100 Millionen Dollar.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forum-Nutzer behauptet, 50.000 € mit Bitcoin zu Million gemacht
351 Bitcoins, um 50.000 Euro zu verdzwanzigfachen

Kann ein Vermögenswert die Anfangsinvestition eines Privatpersonen zwanzigfach vermehren und bleibt mehr als ein Jahrzehnt später eine Unbekannte? Im Jahr 2013 behauptete ein Forum-Nutzer, er habe 50.000 Euro in acht Monaten in über eine Million verwandelt, indem er Bitcoin kaufte. Zusammen mit der Zahl hinterließ er eine schriftliche Prophezeiung: Die digitale Währung werde 100 Millionen Dollar erreichen. Alles wurde als Beweis registriert, mit dem Hinweis, dass die ursprüngliche Wette Tage vor dem Bitcoin-Einbruch veröffentlicht worden war, bei dem der Kurs von 266 auf 50 Dollar fiel, unmittelbar nach einem weiteren Absturz von 30 %.

Laut seiner eigenen Aufstellung besaß er 351,01789512 Bitcoins. Er räumte ein, dass andere dies als Mischung aus Wahnsinn und Glück betrachten würden. Und fügte ein Detail hinzu: Das Finanzamt könne bezüglich seiner Kapitalgewinne lange warten. Im Jahr 2013 klang das wie Prahlerei.

Ist Bitcoin ein Wertaufbewahrungsmittel oder eine digitale Tulpe?

Unter der Zahl lag der alte Streit. Eine Seite argumentierte, Bitcoin sei nichts anderes als eine wiederaufgelegte holländische Tulpenblase: ein Vermögenswert ohne intrinsischen Wert, dessen Preis vom Glauben der Käufer abhängt. Das Argument – Geld hat Wert durch Gesetz und Gewohnheit, nicht durch sein Wesen – wurde ihnen zurückgegeben: Wenn der Dollar durch Glaube wertvoll ist, dann auch Bitcoin, und dieser dient nicht einmal als Serviette. Die Diskussion verlief sich im Kreis, während der Greenback in seinem Text daran erinnert, dass er gesetzliches Zahlungsmittel für alle öffentlichen und privaten Schulden ist, und niemand verpflichtet ist, Bitcoin zu akzeptieren.

Auf der anderen Seite stand die monetäre These. Zinsmanipulation, Ausweitung der Geldmenge, Kreditexpansion, ewige Umschuldungen, unbezahlbare Staatsschulden, Rentensysteme nach Pyramidenschema, Bankenrettungen auf Kosten der Steuerzahler. Ein unbestrittener Gewinner, so fasste die Veröffentlichung zusammen. Die Frage, die nie geklärt wurde, lautet, ob Bitcoin dieser Gewinner ist oder nur ein vorübergehender Zufluchtsort.

Mitten im Kreuzfeuer taucht ein selten zitierter Nuance auf: Gold, ebenso fälschungssicher wie Bitcoin und seit Jahrtausenden genutzt, wäre veraltet, weil es nicht als digitales Kontoführungssystem dient. Bitcoin hingegen ist digital geboren.

Das Problem, 300 Bitcoins in Euro umzuwandeln

Eine praktische Frage blieb unbeantwortet: Wo wechselt man Bitcoins in Euro, ohne dass die Transaktion beim Finanzamt endet? Eine große Position in Bargeld umzuwandeln bedeutete Reibung, Risiko und Überwachung. Der Prozess war laut der Erzählung eines Forum-Nutzers mühsam, langwierig und gefährlich: erst die Angst vor Betrug beim Kauf per Überweisung, dann beim Verkauf, immer mit Misstrauen. Die Liquidität, sagten sie, sei die Achillesferse des neuen Systems.

Der Kurs, der teilweise recht gab

Die Zeit löste einen Teil des Rätsels. Bitcoin überlebte seine Einbrüche. Am 19. Februar 2020 markierte er 10.172,34 Dollar; am 13. März desselben Jahres erreichte er mitten in der Panik ein Tief von 4.454,06. Am 10. November 2021 erreichte er seinen absoluten Höchststand: 68.596,52 Dollar. Drei Jahre nach dem Höchststand vor der Pandemie, am 19. Februar 2023, notierte er bei 24.483,70, was einer kumulierten jährlichen Rendite von 16,98 % entspricht. Volatil, ja. Langfristig rentabel, auch, laut dem Forum-Nutzer, der die Entwicklung verfolgte. Wer durchhielt, tat dies im Austausch gegen Jahre der Achterbahnfahrt.

Position managen oder ruhen lassen

Die andere große Kontroverse: Halten oder Bewegen? Ein Forum-Nutzer behauptet, wer nahe bei 1.000 Dollar verkaufte und bei 500 Dollar zurückkaufte, hätte seine Bitcoins verdoppelt. Mit einem einfachen Kreuzungssignal gleitender Durchschnitte, so wurde argumentiert, hätte man mehr verdient als durch Halten ab 0,01 Dollar. Die Gegenargumente sind gleich stark: In einer Blase weiß niemand, wo der Gipfel liegt, bis er bereits vorbei ist, und wer bei 13 Dollar verkaufte, um billiger zurückzukaufen, blieb draußen. Ausdauer ist nicht dasselbe wie Glück, aber das Ergebnis ähnelt sich.

Die Spur, die das Portfolio hinterließ

Die Bewegung der Fonds erwies sich schließlich als der beredteste Beweis. Es gab Überweisungen von Hunderten Bitcoins im Jahr 2017. Eine Testüberweisung von 1,20150200 Bitcoins wurde als Verifikation präsentiert, dass die Adresse die versprochene war, obwohl einige warnten, dass Einzahlungen auf eine öffentliche Adresse keinen Besitz beweisen; dieser Betrag würde heute etwa 56.728 Euro entsprechen. Das Portfolio wurde letztlich auf eine einzige Adresse konsolidiert. Unterwegs ging, laut den kursierenden Berechnungen, eine Stellar-Lumen-Promotion verloren, die für 1.000 Bitcoins etwa 800.000 Euro wert gewesen wäre. Niemand dachte daran, nachzusehen.

Und die Star-Prophezeiung – 100 Millionen Dollar pro Bitcoin – trat nicht ein. Die von 10.000 Dollar, spät, aber sicher. Von demjenigen, der die Wette mit 351 Bitcoins unterzeichnete, verlor sich die Spur. Vom Vermögenswert nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (231 Antworten).

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