Fomenko und Chronologie 2.0: Die Alte Weltordnung unter Verdacht

Fomenko und die Chronologie 2.0 stellen die offizielle Geschichte infrage: Tartaria, Riesen, freie Energie und Professor Huang Heqing. Wird über die Vergangenheit gelogen?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Fomenko und Chronologie 2.0: Die Alte Weltordnung unter Verdacht
Fomenko und Chronologie 2.0: Die Alte Weltordnung unter Verdacht

Was wäre, wenn die Geschichte, die uns erzählt wurde, eine Fabrikation von planetarem Ausmaß wäre? Die Diskussion beginnt mit einer Behauptung, die einem die Haare zu Berge treibt: Die Neue Weltordnung wird auf das Jahr 1776 datiert, dasselbe Jahr, das im Motto „Novus Ordo Seclorum" auf den Ein-Dollar-Scheinen erscheint. Von dort aus wird der Thread zu einer Reise durch Fomenkos Thesen und andere Quellen, die behaupten, die offizielle Chronologie sei verdreht worden, echte Ereignisse seien mit erfundenen vermischt worden und man habe sich schlicht fast alles ausgedacht. Dabei bleibt es nicht: Es ist die Rede von einem planetaren Reset zwischen dem 13. und 20. Jahrhundert, von der Auslöschung einer globalen Zivilisation, die fälschlich Tartaria genannt wurde, und davon, dass die Chinesische Mauer gebaut wurde, um China vor Tartaria zu schützen – nicht umgekehrt.

Der chinesische Professor, der das Tartaria-Thema wieder aufmacht

Der Thread erwähnt, dass der chinesische Professor Huang Heqing gewissermaßen beansprucht, was der ausgelöschten Tartaria entsprechen würde. Und genau da kommt die Ironie ins Spiel: Wenn ein chinesischer Universitätsprofessor sagt, die Pyramiden seien Beton aus dem 19. Jahrhundert, antworten einige Teilnehmer mit Spott, dann werde die Chinesische Mauer wohl aus echtem Stein sein, anders als das Kolosseum, das angeblich an einem Nachmittag gebaut wurde und nie fertiggestellt wurde. Die eigentliche Nachricht dahinter ist, dass laut den meisten Alternativhistorikern auch die glorreiche 5000-jährige chinesische Kaisergeschichte erfunden worden sein soll. Die Minuten 3 und 5:25 eines geteilten Videos deuten in diese Richtung.

Riesen, die Terrakottaarmee und andere Kuriositäten

Ein weiteres Thema der Debatte sind die Riesen. Es wird behauptet, dass auch die Riesen dieser alten Weltordnung beseitigt wurden, und es werden Fotos eines Riesenmädchens geteilt sowie Zeichnungen, auf denen Erwachsene fast so groß wie eine hohe Giraffe waren. Hernán Cortés habe, so heißt es in Minute 39:29 eines Videos, Riesenknochen nach Kastilien geschickt, damit sie der König sehen könne. Spanische Entdecker hätten Riesen gefunden. Dazu kommt die Terrakottaarmee: 700.000 Arbeiter im Jahr 200 v. Chr., eine Zahl, die vielen unmöglich erscheint, zumal wenn sie in Lehm begraben waren.

Brände, freie Energie und Maispaläste

Das Gespräch driftet zu den Bränden großer nordamerikanischer Städte Ende des 19. Jahrhunderts, bei denen die Städte verwüstet dastanden wie nach den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs. Erwähnt wird die große Zahl spektakulärer amerikanischer Gebäude im europäischen Stil, die im 19. Jahrhundert gebaut und im 20. Jahrhundert abgerissen wurden, um später die beliebigen Städte zu errichten, die wir heute kennen. Auch von Systemen freier Energie oder Nullpunktsenergie in den Kuppeln und Turmspitzen verschwundener Gebäude ist die Rede, sowie von Teslas Turm, dem die Gelder ausgingen und der in Elend endete; als er starb, nahm die Regierung seine Studien an sich und vertuschte alles. Die Maispaläste in Sioux City (Iowa) sind ein weiteres Beispiel dafür, wie weit die Lügen gingen, so die Behauptung.

Die Chronologie 2.0 und die Zeitsprünge

Der Thread führt Andreu Marfull ein, einen Geschichtsprofessor und Anhänger Fomenkos, der auf der Website des von Fomenko und Nosovskiy geleiteten Teams veröffentlicht hat. Marfull spricht von Sprüngen, die verwendet wurden, um dieselben Ereignisse zu verdoppeln und in die Vergangenheit zu verschieben. Die astronomische Grundlage der Neuen Chronologie beruht auf den Zodiaken ägyptischer und europäischer Tempel, die eine bestimmte Position der Sternbilder überliefern. Die Idee dahinter: In der Antike wurden Tempel zu Ehren großer Ereignisse mit ihren Helden errichtet, und man fügte ihnen Zodiake mit ihrem Datum hinzu. Das würde es ermöglichen, die echte Chronologie zu rekonstruieren. Klingt das nach Science-Fiction? Vielleicht. Aber die Debatte lebt.

YouTube, die Zensur und die letzte Frage

Ein Teilnehmer weist darauf hin, dass von den 25 YouTube-Links im gesamten Thread 18 gesperrt sind und alle Videos von dieser so freien und praktisch gar nicht zensierenden Plattform entfernt wurden. Die Ironie ist greifbar. Und die Frage, die über der ganzen Sache schwebt, lautet: Warum sollten sie lügen? Die Antwort: Sie lügen offen über die Pandemie, die erst vor zwei, drei Jahren lag – was mag man dann über die alte Geschichte erzählen? Das Problem, wie ein anderer zusammenfasst, ist, dass sie sicher lügen, man aber nicht weiß, wie viel und worüber. Unterdessen sieht man auf TikTok sehr interessante Videos über Tartaria, und man fragt sich, was man in 100 Jahren über Elbichito-19 erzählen wird. Die Geschichte, so scheint es, schreiben immer die Gewinner. Oder die, die sie auslöschen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (49 Antworten).

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