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Fibanc Mediolanum: persönlicher Berater oder „finanzielle Sekte“?
Kunden von Fibanc Mediolanum berichten von Gebühren, die die Rendite auffressen, Druck bei Auszahlungen und einem Fall von 60.000 Euro Verlust mit Vorzugsaktien.
Fibanc Mediolanum: Von der Elitebank zum Berater, der nie schließt
Eine Bank, die einen persönlichen Berater verspricht, der immer erreichbar ist, null Kontoführungsgebühren und einen maßgeschneiderten Plan. Auf dem Papier klingt das nach Private Banking für Reiche. In der Praxis zeichnet die Erfahrung, die Kunden von Fibanc Mediolanum über Jahre gesammelt haben, ein anderes Bild: ein Vertriebsmodell, das die Rhetorik der Beratung mit Zielvorgaben und Druck vermischt und bei dem die Gebühren am Ende mehr wiegen, als der Prospekt vermuten lässt.
Das Institut entstand als Fibanc, eine Investmentbank mit physischen Filialen, Kassenservice und sogar einem Börsensaal, in dem Kunden persönlich Kauf- und Verkaufsaufträge erteilten. Die Übernahme durch Banco Mediolanum, die Gruppe des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, veränderte das Geschäft grundlegend. Der Kassenservice verschwand, und mit ihm ein Großteil der persönlichen Nähe, die das Institut geprägt hatte. Wer sein Geld zurückholen wollte, stand vor zwei Wegen, von denen keiner bequem war.
Der Berater, der immer da ist – und das Kleingedruckte auch
Das Verkaufsargument ist stark: ein Berater mit direkter Telefonnummer, jederzeit erreichbar, der einen persönlichen Plan erstellt und den Kunden ein Leben lang begleitet. Manche Kunden verteidigen das begeistert und betonen, dass die Onlinebank gut funktioniert, sogar aus dem Ausland, und dass keine Servicegebühren anfallen. Schwer nachzuvollziehen ist, welche Kontoführung eine Konto hat, dessen Guthaben das Institut für eigene Investitionen nutzt und das dem Kunden keine Verzinsung bringt, überlegt einer von ihnen.
Die Kehrseite ist weniger angenehm. Spar- und Anlagepläne summieren Gebühren, die mehrere Kunden als kurzfristig prohibitiv und langfristig hoch bezeichnen – so hoch, dass sie die versprochene Rendite auffressen. Die Einzahlungen werden auf verschiedene Termine aufgeteilt, um den Ausstieg zu erschweren, und sobald jemand eine Auszahlung veranlasst, beginnen die Anrufe, um ihn zu halten. Die Beratung gleicht allzu sehr einer Kundenakquisekampagne.
Die Erfahrung, die mit 60.000 Euro Verlust endete
Der härteste Fall in der Diskussion ist der eines Kunden, dem sein Berater empfahl, Vorzugsaktien der Bank von Island zu kaufen. Er verlor 60.000 Euro, und nach seiner Aussage übernahm das Institut trotz seiner Beschwerden nie eine Verantwortung. Das ist die unschönste Seite des Modells: Die persönliche Empfehlung kommt ohne Garantie.
Es gibt auch Berichte über Abbuchungen, nachdem das Girokonto telefonisch gekündigt und das Geld zu einem anderen Institut übertragen worden war – mit Gebühren, über die niemand informiert hatte. Der Vergleich mit einer Pyramidensekte fällt in der Diskussion mehrfach, und nicht nur sprachlich: wegen der Struktur aus Druck, Zielvorgaben und erzwungener Loyalität.
Lohnt sich ein Konto bei Banco Mediolanum?
Das hängt davon ab, was man sucht. Für Onlinebanking ohne Kontoführungsgebühren und mit Zugang aus jedem Land gibt es seit Jahren zufriedene Kunden. Bei langfristigen Anlagen sieht die Rechnung anders aus: Die Gebühren der Sparpläne sind der Punkt mit den größten Meinungsverschiedenheiten, und die erhaltene Beratung war nicht immer dem Vermögen angemessen, das auf dem Spiel stand.
Die Diskussion beendet das Thema nicht. Niemand bestreitet, dass die Bank funktioniert; strittig ist, zu welchem Preis und mit welcher Unabhängigkeit die Beratung erfolgt, die als persönlich verkauft wird. Dienstleistungsbereitschaft, sagen sie. Die Zahlen mancher Kunden erzählen eine andere Geschichte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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