Feijóo verspricht eine Million Wohnungen – die Rechnung geht nicht auf
Kann Spanien in vier Jahren eine Million Wohnungen bauen? Das ist die Frage, die die Ankündigung des Wohnungsbauplans der Partido Popular aufwirft, und die Antwort, die unter denen kursiert, die nachgerechnet haben, ist ein klares Nein. Nicht wegen fehlenden Baulands – 95,7 % des Staatsgebiets sind baurechtlich gesperrt, aber nicht, weil es eine Schlucht ist –, sondern wegen einer Kombination aus Geld, Arbeitskräften, Stromnetzen und Zuständigkeiten, die niemand auf einen Nenner bekommt.
Das erste Hindernis ist rechnerischer Natur. Bei 100.000 Euro pro Wohnung kostet eine Million Wohnungen 100 Milliarden Euro. Die für 2026 geplante Ausgabenobergrenze liegt bei rund 216 Milliarden, sodass zwischen 10 % und 12 % des spanischen Staatshaushalts vier Jahre lang in den Wohnungsbau fließen müssten. Heute macht Wohnen nicht einmal 1 % der öffentlichen Ausgaben aus. Und der Rest des Haushalts ist verpfändet: Renten, Zinsen, Verteidigung. Dort zu kürzen ist politisch unmöglich.
Was kostet der Bau einer Million Wohnungen?
Die meistzitierte Rechnung geht von diesen 100.000 Euro pro Einheit aus – eine konservative Zahl, wenn man den tatsächlichen Quadratmeterpreis betrachtet. Von diesem Ausgangspunkt übersteigt die Rechnung, was der Staat in vielen ganzen Haushaltsposten einnimmt. Die Alternative, auf die die Verteidiger des Plans verweisen, ist, dass nicht der Staat zahlen soll: Ziel sei es, privatem Kapital den Bau zu erleichtern, nicht, dass die Staatskasse die Gebäude hochzieht.
Trotzdem bleibt die Gleichung wackelig. Bauland ist das Problem nicht, so die fundierteren Analysen: 95,7 % des Landes sind durch regionale und kommunale Vorschriften für Bebauung gesperrt, weitere 2 % sind bereits bebaut, und die restlichen 2 % erfordern die Änderung von Bebauungsplänen, was ein Jahrzehnt dauern kann. Es fehlt nicht an Grundstücken; die Gesetze versiegeln sie.
Der Engpass bei Arbeitskräften und Stromnetz
Selbst wenn das Geld da wäre, fehlen die Hände. Das Bauwesen leidet unter einem Mangel an Fachkräften, der sich nicht in ein paar Jahren, sondern erst nach einem Jahrzehnt Ausbildung lösen lässt. Und hier öffnet sich der unbequemste Widerspruch der Debatte: Wenn drei oder vier Millionen Migranten nötig sind, um diese Million Wohnungen zu bauen, würde genau der Plan, der den demografischen Druck eindämmen will, ihn durch die Hintertür anfachen.
Der zweite Engpass ist physikalischer Natur. Das Stromsystem verkraftet weder die Erschließung einer Million neuer Haushalte noch deren steckerfähige Fahrzeuge. Manche behaupten, eine Umkehr der aktuellen Energiepolitik würde Kapazitäten freisetzen; dagegen spricht, dass Übertragungs- und Verteilnetze Jahre zum Ausbau brauchen und auch das Wasser Grenzen hat. Eine Million Wohnungen sind nicht nur Dächer: Sie sind Straßen, Schulen, Gesundheitszentren und öffentliche Verkehrsmittel.
Der Präzedenzfall, den niemand wiederholen will
Der Schatten der Immobilienspekulation liegt über dem Vorschlag. Manche sehen in dem Plan eine Rückkehr in die Zeiten der Immobilienblase, als billiger Kredit und Grundstücksfieber die Preise bis zum Platzen aufgebläht haben. Die Skeptischsten erinnern daran, dass die Finanzierungsbedingungen von 2007 den heutigen nicht ähneln: Heute gibt es keinen leichten Kredit mehr, nicht einmal für solvente Privatpersonen. Das Problem wäre keine neue Blase, sondern die Unfähigkeit zur Umsetzung.
Die Zeitungsarchive liefern eine kuriose Notiz. Während der Franco-Ära gewährte das Dekret vom 22. November 1957 einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von 30.000 Peseten für eine Wohnung, die in Arbeitergebieten rund 120.000 kostete, und das Instituto Nacional de la Vivienda (Nationales Wohnungsinstitut) vergab in manchen Tranchen zinslose Kredite. Mit 25 % Zuschuss und günstiger Finanzierung steckten die Bauträger keine einzige Peseta bei. Dieses Modell baute ganze Stadtviertel, hinterließ aber auch jahrzehntelang unbefestigte Straßen und halbfertige Infrastruktur.
Warum Förderungen nur für unter 40-Jährige?
Der am stärksten kritisierte Punkt ist die Altersgrenze. Den Zugang zu Wohnraum nur für unter 40-Jährige zu erleichtern, schließt diejenigen aus, die ihr halbes Leben Miete zahlen und das Eigenkapital nie sparen konnten. Der häufigste Einwand lautet, dass das Kriterium die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sein sollte, nicht das Geburtsdatum: Ein Fünfziger ohne Familie, der eine Miete trägt, braucht mehr Hilfe als der zwanzigjährige Sohn eines Unternehmers.
Das Design des Plans ignoriert auch die reale Nachfrage. Steuersenkungen oder Bürgschaften senken die Preise nicht, wenn zehn Wohnungen für zwanzig Familien da sind: Der Preis ist, was er ist, wegen knappen Angebots, und die steuerliche Entlastung ändert nur, welche Familie den Zuschlag bekommt. Ohne das Angebot an Bauland und die Bürokratie anzufassen, frisst der Markt jede Abschreibung auf.
Wer die Zuständigkeiten hat und wer die Wohnungen baut
Das institutionelle Detail, das die Ankündigung entkräftet, ist, dass Wohnungsbau in die Zuständigkeit der Gemeinden und autonomen Gemeinschaften fällt. Die meisten werden von derselben Partei regiert, die die Million Wohnungen verspricht, und haben seit Jahren keinen einzigen öffentlichen Wohnblock hochgezogen. Aus der Opposition zu versprechen, was man in der Regionalregierung nicht tut, hat in der Ökonomie einen Namen: Erzählung.
Das Ergebnis, mit den verfügbaren Daten: Von dieser Million werden zehn gebaut, wenn überhaupt. Die guten Absichten bleiben Schlagzeile. Und währenddessen bleibt das Problem, das für Wohnungssuchende wirklich zählt, ungelöst: Es gibt keinen bezahlbaren Neubau unter 200.000 Euro, was eine monatliche Rate von 750 Euro plus 30 % Eigenkapital bedeutet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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