Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Fabada aus der Dose: Preis steigt auf bis zu 2 Euro
Konsumenten berichten, dass die Fabada von Eigenmarken zwischen 70 Cent und 2 Euro kostet. Selbst gekochte Hülsenfrüchte sind deutlich günstiger.
Dosen-Fabada von Eigenmarken verdreifacht ihren Preis in drei Jahren
Die Daten stammen nicht aus einem Bericht, sondern direkt von den Käufern im Forum: Eine Dose Fabada einer Eigenmarke kostet jetzt 2 Euro, während sie vor drei Jahren noch 70 Cent kostete, wie die einleitenden Beiträge zeigen. Zehn Kiwis kosten 4,50 Euro. Die Kombination aus beidem – einem Fertiggericht mit Hülsenfrüchten und einer Tüte Obst – summiert sich auf 6,50 Euro. Die Diskussion findet am unspektakulärsten Ort statt: im Regal für Konserven.
Was kostet eine Dose Fabada?
Die Fabada von Eigenmarken hat sich bei 2 Euro eingependelt, mit Unterschieden je nach Supermarktkette und Region: Manche haben diesen Preis beim Marktführer gesehen, andere nennen weiterhin 1,50 Euro als Referenz in anderen Gebieten, basierend auf den Forumsbeiträgen.
Die Dosen-Fabada ist zum perfekten Thermometer dieses Phänomens geworden. Es ist kein Luxusartikel oder Schnickschnack: Es sind gekochte Bohnen, Wurstwaren und eine Blechdose – Vorratskost für Tage mit wenig Zeit und Motivation. Wenn sich dieser Preis verdoppelt, wird die Beschwerde nicht mehr ideologisch, sondern rein rechnerisch.
Die Marge des letzten Glieds: Wie viel des Preises sind Rohstoffe?
Das Argument, dass die Rohstoffkosten alles erklären, passt nicht zu den vorliegenden Zahlen. Eine im Forum kursierende Berechnung besagt, dass Hersteller, die ohne Zwischenhändler in großen Mengen einkaufen, Kostenerhöhungen von rund 10% bei den meisten Produkten verzeichnet haben, in Einzelfällen maximal 25% oder 30%. Wenn die Rohstoffe nur einen Teil des Endpreises ausmachen – und oft nicht einmal den größten –, braucht der Anstieg an der Verkaufskasse andere Erklärungen.
Es werden mehrere genannt. Das letzte Glied, der Verkäufer, gibt mehr weiter, als er selbst zahlt. Jeder Zwischenhändler gibt die Inflation in seiner Stufe weiter. Der Ölverbrauch ist weitgehend gleich geblieben. Und das umlaufende Geld hat sich laut derselben Analyse in zwanzig Jahren versechsfacht. Die Summe all dessen macht die Dose zum Ort, an dem die Zeche gezahlt wird.
Trockene Hülsenfrüchte kochen: Die Rechnung, die die Dose entlarvt
Die Alternative zieht sich durch die gesamte Diskussion: Ein Kilo weiße Bohnen oder Kichererbsen, im Schnellkochtopf zubereitet und portioniert, bringt den Tellerpreis deutlich unter einen Euro. Eingefroren in Behältern oder vakuumverpackt ist die Ersparnis so offensichtlich, dass sie fast schon beleidigend wirkt. Man muss kein Hobbykoch sein: Es gibt tausende Rezeptvideos im Internet, und der Eintopf lässt sich portionsweise einfrieren.
Manche gehen noch einen Schritt weiter und konservieren in Glasflaschen: Das Glas wird mit kochendem Inhalt gefüllt, fest verschlossen und kopfüber abgekühlt. Die Methode, einschließlich der Details, die für echtes Vakuum sorgen und warum der Deckel sich beim Öffnen wölbt, wird im Thread vollständig erklärt. Anwender berichten, dass sie das Einfrieren von Eintöpfen eingestellt haben: Sie halten monatelang und gewinnen an Geschmack mit der Zeit.
Sind die Löhne im gleichen Maße gestiegen wie die Fabada?
Auch das Gehalt taucht in der Diskussion auf, samt Datumsangaben. Ein Nutzer erinnert daran, dass er im Juni 2003, frisch von der Berufsausbildung, mit einem ersten Gehalt von 1.168 Euro in die Industrie ging, inklusive zwölf Überstunden als Reaccionariorbeiter. Im Jahr 2017 erhielt ein Fabrikarbeiter 800 Euro; zum Zeitpunkt dieser Diskussion sind es 1.300 Euro. Diese Symmetrie wäre eine Antwort, wenn nicht die andere Hälfte des Bildes fehlte: Dieser Arbeiter kauft auch die Fabada.
Auf der anderen Seite stehen jene, die argumentieren, dass eine per Dekret erhöhte Mindestlohn und Druck auf Energieversorger notwendigerweise zu höheren Preisen führen. Und es gibt den offensichtlichen Einwand: Wenn die Lohnkosten die Dose erklären, warum steigt der Preis der Dose stärker als die Kosten? Über das Gehalt des Kochs wurde explizit diskutiert – der Koch in der Eckkneipe ist nicht der Küchenchef eines Hotels – und niemand zog eine endgültige Bilanz.
Rekordgewinne bei steigenden Lebenshaltungskosten
Das Bild von der anderen Seite des Ladentischs liefern die großen Bilanzen. Iberdrola schoss seinen Gewinn im ersten Quartal um 40% in die Höhe. BBVA schloss das erste Halbjahr mit 3,878 Milliarden Euro, ein Plus von 31%. Banco Sabadell verbuchte ein Plus von 43,6% auf 564 Millionen Euro. Und der Gewinn des größten spanischen Einzelhändlers, 718 Millionen Euro, entspricht 2,4% des Umsatzes von 30 Milliarden Euro, gemäß der Berechnung, die genutzt wird, um die Idee einer übermäßigen Marge im Supermarkt zu widerlegen.
Jede Zahl wird für das Gegenteil verwendet. Rekordgewinne beweisen für manche, dass Spielraum besteht, die Preise für Grundbedarfsartikel zu senken. Für andere zeigt die Marge des Warenverteilers, dass diese eng kalkuliert ist und das Problem anderswo in der Kette liegt. Die einzige gemeinsame Schlussfolgerung ist unbequem: Jemand verdient an der 2-Euro-Fabada.
Weniger konsumieren oder eingreifen: Wo stockt die Lösung?
Bei lächerlich niedrigen Preisen für trockene Hülsenfrüchte und 2 Euro für die Dose scheint die rationale Entscheidung offensichtlich. Und dennoch verkaufen sich die Dosen weiter, denn nicht jeder hat Zeit, Topf oder Lust, den Nachmittag in der Küche zu verbringen. Hier stockt die Analyse: Wenn das Problem der Preis, die Marge oder die Verteilung ist, sind die Lösungen unvereinbar – den Kauf teurer Güter einstellen, Margen begrenzen oder auf eine Korrektur durch den Markt warten – und keine davon passt vollständig zur ursprünglichen Beschwerde.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (157 Antworten).
Ein Mindestlohn von 1.400 Euro bedeutet laut Berechnungen 21.000 Euro Bruttojahresgehalt und 29.000 Euro Arbeitgeberkosten, was den spanischen Mindestlohn auf 58 % des Durchschnittslohns hebt.
In Spanien ist der gesetzliche Mindestlohn seit 2005 um 110% gestiegen, während Tarifverträge für Ingenieure nur um 29% wuchsen. Dies führt zu einer starken Kompression der Gehaltsstrukturen.
Ein mit KI in 19 Stunden erstelltes Musikvideo stellt traditionelle Produktionszeiten infrage und sorgt für massiven Kostendruck in der Medienindustrie.