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Europas Aufrüstung: Wie man dem Krieg entkommt
Während Europa aufrüstet, ignoriert die Bevölkerung es. Ukraines Beispiel und militärische Realitäten widerlegen den Optimismus.
Das Gespräch beginnt mit einer unbequemen Warnung: Es reichen 200.000 Polen und 200.000 Deutsche, um die Maschinerie anzukurbeln, denn Raketen fragen nicht nach der Nationalität. Dies ist keine Verschwörungstheorie, sondern die Feststellung, dass die europäische Militärmaschine geölt wird, während die Bevölkerung wegschaut. Der NATO-Generalsekretär Mark Rutte dient als Auslöser; er wird als Marionette beschrieben, die mit kurzen Ärmeln Aggression projiziert, während sich die Rhetorik verschärft. Die Kernthese lautet, dass die Menschen unbewusst beschlossen haben, in keinen Krieg zu ziehen – wer auch immer ihn entfacht. Und genau das ermöglicht es, ihn zu entfachen.
Von der Ukraine zur europäischen Heimatfront: Das Handbuch, das niemand lesen will
Das ukrainische Beispiel dient als Spiegelbild. Wer glaubte, sich dem Frontdienst verweigern zu können, sah zunächst geschlossene Grenzen und dann Rekrutierungsstellen, die Männer auf der Straße jagten. Eine Grundausbildung von zwei bis drei Wochen als Gewehrsoldaten, dann direkt in den Schützengraben. Dort lernen die Überlebenden, Soldaten zu sein. Die Schlussfolgerung ist, dass Krieg weder gut noch schlecht ist, sondern die Folge der Wahl unverantwortlicher Politiker. Die Frage bleibt, ob Dialog mit der spanischen Regierung oder ihren Ministern möglich ist.
Für Spanien zeichnet sich ein Szenario einer militarisierten Heimatfront ab: Lebensmittel- und Benzinkarten, totale Intervention der Wirtschaft zugunsten der Rüstungsproduktion. Man braucht keine Panzer, um den Alltag grundlegend zu verändern.
Die europäische Armee als Schritt zum Bundesstaat
Ein Hauptstrang der Analyse behauptet, diese Rhetorik diene einem weiteren Phase des europäischen Projekts: einer unabhängigen multinationalen Armee. Dies wäre der notwendige Schritt, um Europa in einen föderalen Staat nach US-Vorbild zu verwandeln. Zur Rechtfertigung dieser Armee bedarf es eines Feindes, und dieser Feind ist Russland. Investitionen müssen begründet werden. Masseneinwanderung gehört zu diesem Design: transnationale Bevölkerungen schaffen, die den jeweiligen Nationalismus untergraben. Der Traum ist ein föderales Europa mit eigener Armee, Gliedstaaten statt Ländern, eigenem Präsidenten und Ministern.
Parallel dazu argumentiert eine andere Linie, der Krieg sei die perfekte Ausrede, um das unhaltbare Rentensystem zu ändern, neben anderen Dingen, die den Westen existenzunfähig gemacht haben. Die tägliche Propaganda mit echten Todesopfern im Fernsehen diene als Alibi.
Warum bezweifelt man, dass Europäer sich mobilisieren lassen?
Die Fähigkeit der europäischen Staaten, ihre Bevölkerungen gegen Russland zu mobilisieren, wird infrage gestellt. Das Argument lautet, dass viele lieber gegen die Agenten ihrer eigenen Regierung kämpfen würden als gegen Russen, da Verräter stärker verachtet werden. Hinzu kommt der multikulturelle Faktor: Wofür soll man für ein zunehmend fragmentiertes Land kämpfen? Der Instinkt sagt das Gegenteil.
Der Gegenpol stellt fest, dass Krieg das Schlechteste im Menschen hervorbringt und dass dies in bestimmten Kontexten bei anderen noch schlimmer sein kann. Erfahrungen aus Konfliktländern dienen als Warnung: Entweder man steht auf ihrer Seite, oder man ist schlechter dran als sie.
Moderne Sklaverei trägt keine Uniform
Eine der klügsten Interventionen definiert den Begriff Sklaverei neu. Heutige Sklaverei sieht anders aus: Man impft dich, deine Tochter verkauft Inhalte auf digitalen Plattformen, um ihren Urlaub zu finanzieren, dein Sohn glaubt, Influencer in Andorra zu werden, und dein Job hängt am seidenen Faden, weil du bereits 50 bist. In den USA gab es zwei Arten von Sklaven: Haus- und Feldsklaven. Wir sind alle zu Innensklaven geworden. Wir machen uns die Hände nicht schmutzig, halten uns für besser, aber wir sind genauso gefesselt. Im Schützengraben stehen ist keine Sklaverei. Es ist etwas anderes.
Die militärische Rechnung, die den Optimismus widerlegt
Die Fähigkeitsanalyse ist vernichtend. Mit 10.000 nordkoreanischen Soldaten stellte sich Russland 60.000 Ukrainern mit der besten verfügbaren Ausrüstung. Das Ergebnis: Europa hat weder die Truppenstärke noch die industrielle Produktion, um jemanden zermürben zu können. Die Zerstörung innerhalb von sechs Monaten wäre episch. Sie würden mit weißer Flagge bis zum Salatfeld marschieren.
Darauf antworten die meisten mit Gleichgültigkeit: Sie werden schon merken, wenn sie sich gegenseitig zerfleischen. Andere haben eine praktische Entscheidung getroffen: Familie packen und nach Südamerika fliehen, egal was passiert. Eine Minderheit erinnert sich an ähnliche Erfahrungen beim Wehrdienst und erwartet nach Jahrzehnten der Beobachtung menschlichen Verhaltens nichts Gutes. Waffen, Gold, Lebensmittel und Fitness. Mehr kann man kaum tun.
Was wirklich verstört, ist nicht militärischer, sondern demografischer Natur: Diejenigen, die angeblich kämpfen sollen, glauben längst nicht mehr an das, was ihnen gesagt wird. Und die Mächtigen wissen das.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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