EU-Dämpfer für Migrantenverlegungen durchkreuzt Sánchez' Plan für Ceuta

Die EU verhindert, dass Spanien Migranten von Ceuta auf das Festland verlegt, was die Krisenbewältigung erschwert. Die spanische Regierung sucht interne Lösungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Europäische Union hat den Plan der spanischen Regierung ausgebremst, den Druck in Ceuta durch Verlegungen auf das Festland zu verringern. Brüssel betrachtet diese „Sekundärbewegungen“ als destabilisierend für den Schengenraum und fordert von Spanien, die Krise innerhalb der autonomen Stadt zu bewältigen.

## Ceuta, ein erzwungener Wartesaal

Die Strategie der spanischen Regierung zur Bewältigung der Migrationskrise in **Ceuta**, die vorsah, einen Teil der Migranten auf das Festland zu verlegen, um den Druck auf die autonome Stadt zu verringern, ist auf eine Mauer gestoßen. Die Europäische Union stellt durch ihren neuen Migrations- und Asylpakt dem, was sie „Sekundärbewegungen“ nennt – also die Verlagerung von Asylsuchenden von einem Land in ein anderes innerhalb des Schengenraums nach der Einreise – Hindernisse in den Weg. Der Grund ist klar: Europa will die Krise an den Außengrenzen eindämmen und verhindern, dass sie sich auf dem Kontinent ausbreitet. Innenminister **Fernando Grande-Marlaska** hat der Europäischen Kommission zugesichert, dass Spanien solche Verlegungen vermeiden wird – eine Zusage, die die autonome Stadt in einen erzwungenen „Wartesaal“-Zustand versetzt.

Die besondere Stellung Ceutas innerhalb des Schengenraums mit eigenen Grenzkontrollen hatte es bislang ermöglicht, die Verfahren von der eigenen Außengrenze aus zu bearbeiten. Sobald die Migranten jedoch auf das Festland verlegt werden, treten sie de facto in den europäischen Freizügigkeitsraum ein – etwas, das Brüssel um jeden Preis verhindern will. Das neue Grenzverfahren der EU erlaubt es, Asylsuchende bis zu **12 Wochen** an der Grenze zu halten, während ihr Status geklärt wird. Im Falle einer Ablehnung sieht auch das Rückführungsverfahren ihren Verbleib in Grenz- oder Grenznähezonen vor, wobei bei fehlender Kapazität die Nutzung anderer Standorte im Staatsgebiet in Betracht gezogen wird. Dies zwingt **Spanien**, Lösungen innerhalb der knapp **19 Quadratkilometer** Ceutas zu finden, um Personen zu identifizieren, Anträge zu bearbeiten und Rückführungen zu beschleunigen.

## Europäischer Druck und spanische Antwort

Die spanische Regierung befindet sich in einer heiklen Lage. Einerseits muss sie den Anforderungen der Europäischen Union nachkommen, die Krise in Ceuta einzudämmen und ihre Ausbreitung zu verhindern. Andererseits muss sie interne Lösungen finden, um Tausende von Menschen unterzubringen und ihre Situation zu klären. Minister Grande-Marlaska traf sich mit dem EU-Kommissar für Inneres und Migration, **Magnus Brunner**, um das spanische Bekenntnis zu übermitteln, keine „Sekundärbewegungen“ zuzulassen. Die Europäische Kommission hat Nothilfe in Höhe von **114,7 Millionen Euro** genehmigt, und Frontex und Europol arbeiten vor Ort mit, doch die europäische Bedingung ist unerbittlich: Spanien muss klären, wer bleiben darf und wer zurückkehren muss, bevor irgendeine Form der territorialen Verteilung in Betracht gezogen wird.

Unterdessen arbeitet die Regierung daran, die verfügbaren Plätze in Ceuta zu erweitern. Die spanische Nationalgerichtskammer (Audiencia Nacional, ein oberstes Gericht) hat grünes Licht für den Betrieb eines Lagers im Hafen mit einer Kapazität von rund **1.700 Personen** gegeben. Die offizielle Zahl der Migranten, die sich noch in der Stadt befinden und untergebracht oder identifiziert werden müssen, bleibt jedoch hoch. Die Möglichkeit, diesen Druck zu verteilen, wie es bei früheren Migrationskrisen geschehen war, ist nun deutlich eingeschränkter. Minderjährige, deren Rechtsstatus ein anderer ist, fallen nicht unter dieses Schema; ihre Betreuung, einschließlich einer möglichen Verlegung auf das Festland, obliegt den zuständigen Verwaltungen.

## Die politische Offensive der PP

Zum institutionellen Druck der Europäischen Kommission kommt die politische Offensive der Partido Popular (Spaniens größte Oppositionspartei). Der PP-Vorsitzende **Alberto Núñez Feijóo** hat sich mit Kommissar Brunner in Brüssel getroffen und die Bewältigung der Ceuta-Krise zu einem Schwerpunkt seiner europäischen Agenda gemacht. Das Europäische Parlament hat kürzlich eine Resolution verabschiedet, die eine verstärkte Grenzsicherung, beschleunigte Rückführungen und mehr Druck auf **Marokko** fordert. Der Text erhielt **339 Ja-Stimmen** bei **225** Gegenstimmen. Dieses Szenario lässt die Regierung von **Pedro Sánchez** zwischen der Notwendigkeit, den europäischen Vorgaben zu entsprechen, und dem Druck der Opposition gefangen sein, die entschlossene Lösungen für eine Krise fordert, die mit Zehntausenden von Einreisen in kaum zwei Tagen begann.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (2 Antworten).

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