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Espinosa fordert eine Million Wohnungen und mehr Arbeitsmigration
Espinosa plant den Bau von einer Million Wohnungen und eine Erhöhung der Arbeitsmigration, während Spanien mit über 10 % struktureller Arbeitslosigkeit kämpft.
Espinosa fordert eine Million Wohnungen und mehr Arbeitsmigration
Iván Espinosa de los Monteros ist mit einer These in die öffentliche Debatte zurückgekehrt, die Wohnraum, Demografie und Migration verknüpft: Der Bau von einer zusätzlichen Million Wohnungen und die Anerkennung, dass Spanien ausländische Arbeitskräfte benötigt. Die konkrete Formulierung, die ihm zu Beginn dieser Diskussion zugeschrieben wird – lateinamerikanische Migranten nordafrikanischen vorzuziehen – hat einen Streit entfacht, der weit über eine Anekdote hinausgeht. Es ist nicht nur ein Fehltritt: Es ist das Porträt einer Rechten, die nicht weiß, wie sie über Immigration sprechen soll, ohne innerlich zu zerbrechen.
Die Reaktion des Publikums ist ein Katalog dessen, was sich auf diesem Feld kreuzt. Manche werfen ihm Rassismus vor und kündigen an, Ayuso und Abascal zu wählen. Andere beschimpfen ihn als Verräter, weil er jegliche Form der Zuwanderung akzeptiert. Und wieder andere sehen keinen Unterschied zwischen seinem Vorschlag und dem der Regierung.
Was genau schlägt Espinosa de los Monteros vor?
Der Kern des Ansatzes ist zweigeteilt. Auf der einen Seite ein Programm für massenhaften Wohnungsbau: eine Million Wohnungen für ein Spanien, das laut dieser These leer steht. Auf der anderen Seite eine explizite Verteidigung der Immigration als wirtschaftlichen Beitrag, mit der Nuance, dass je kulturell ähnlicher der Neuankömmling dem Aufnahmeland ist, desto größer sein Beitrag ausfällt. Daher stammt die ihm zugeschriebene Aussage, lateinamerikanische Migranten marokkanischen vorzuziehen.
Das Argument hat eine klare wirtschaftliche Basis: Ohne Arbeitskräfte kann nicht gebaut werden. Und ohne Bauwesen lässt sich der Preis für Wohnraum nicht senken. Es ist dieselbe Gleichung, die Immobilienentwickler seit Jahren wiederholen, und sie kollidiert mit der Realität des spanischen Arbeitsmarktes, wo die Baubranche keine Arbeiter findet, die bereit sind, die angebotenen Bedingungen zu akzeptieren.
Das Argument, das den eigenen Plan widerlegt
Der unbequemste Punkt des Ansatzes zeigt sich, sobald er mit den Arbeitslosenzahlen abgeglichen wird. Spanien leidet unter einer strukturellen Arbeitslosenquote von über 10 % und der höchsten Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union. Von dieser Ausgangslage aus zu behaupten, es brauche ausländische Arbeitskräfte, erfordert eine Erklärung, warum die inländischen Arbeitskräfte nicht umgeschult werden. Die Antwort, die der Ansatz selbst gibt – dass es Stellen gibt, die Spanier nicht wollen – ist dieselbe, die Gastronomie, Landwirtschaft und Bauwirtschaft seit Jahrzehnten nutzen.
Manche fügen eine Nuance hinzu, die beide Lager stört: Die Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften kommt nicht immer vom arbeitssuchenden Migrant, sondern vom Unternehmer, der Löhne auf Armutsniveau sucht. Unter dieser Lesart löst Immigration kein demografisches Problem, sondern verdeckt es.
Wohnraum: Bauen ohne zu wissen, mit welchen Händen
Die Million Wohnungen stolpert über einen praktischen Widerspruch. Um diesen Bestand hochzuziehen, braucht es ausgebildete Arbeitskräfte, und Ausbildung dauert. Zeugnisse über neu ins Land gekommene Bauteams – Menschen, die zum ersten Mal in ihrem Leben einen Presslufthammer in die Hand nehmen – deuten darauf hin, dass Express-Einarbeitung nicht über Nacht qualifizierte Maurer hervorbringt.
Das Grundproblem ist, dass die Wohnungspreise während der Jahre mit dem höchsten Bauboom nicht gesunken sind. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage, angewandt auf den spanischen Baumarkt, hat eine Historie, die zur Vorsicht mahnt. Wenn der Bau von einer Million Häusern allein ausreichen würde, um Bodenpreise zu senken, hätten wir das bereits gesehen.
Der Konflikt innerhalb des eigenen politischen Lagers
Die härteste Reaktion kommt nicht von links. Sie kommt von denen, die denselben Wählerkreis wie Espinosa haben. Man wirft ihm vor, Vox verlassen zu haben, ohne Neues beizutragen, vergleicht ihn mit Abascal – dem man bessere Redegewandtheit, aber weniger Substanz zugesteht – und deutet an, dass seine persönliche Situation (verheiratet mit einer Lateinamerikanerin, Kinder gemischter Herkunft) seinen Diskurs beeinflusst. Diese Art der persönlichen Diffamierung ist das Markenzeichen einer Debatte, die nicht mit Daten geführt wird.
Der Vorwurf des Verrats taucht mehrfach auf, und nicht immer aus derselben Richtung. Für manche verrät er durch die Akzeptanz jeglicher Zuwanderung; für andere durch die Differenzierung welcher. Das Ergebnis ist ein Politiker, der erreicht hat, dass ihm niemand recht gibt.
Die Zahl, die verwirrt
Am Ende kehrt die Diskussion immer zum selben Punkt zurück: Wenn Spanien wirklich eine Million Wohnungen und die Arbeitskräfte zu deren Bau bräuchte, wäre die höchste Jugendarbeitslosigkeit Europas nicht das Problem, das sie ist. Etwas stimmt in der Gleichung nicht. Und niemand, in keinem der Lager, hat bisher erklärt, was.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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