Erde als Haut: Warum eine Alien-Invasion unmöglich ist

Der Mensch ist Teil der organischen Erdschicht; ohne natürliche Reize und Magnetosphäre gibt es keine interstellare Reise.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Erde als Haut: Warum eine Alien-Invasion unmöglich ist
Warum eine Alien-Invasion unmöglich ist: Die Erde ist eine Haut

Eine Alien-Invasion, wie sie die Science-Fiction verkauft, kann nicht stattfinden. Dies ist keine fromme Meinung oder übertriebene Vorsicht, sondern die Schlussfolgerung des Ansatzes, der diese Diskussion eröffnete, und kommt mit einer unbequemen Analogie. Der Mensch lebt nicht auf einem Planeten, er lebt darin. Er ist ein Bestandteil des Films aus organischem Leben, der den festen Teil dieses Planeten bedeckt, und ein Bestandteil wechselt per Definition nicht sein System.

Der Vergleich ist der einer Hautzelle: Sie kann für eine Weile in einer Kultur am Leben erhalten werden, so wie man einen Menschen in ein U-Boot stecken kann, aber außerhalb ihres Mediums sterben beide ab. Darin steckt kein Epos, nur Biologie.

Warum braucht der Mensch Eindrücke und nicht nur Nahrung und Luft?

Weil er drei Dinge konsumiert, nicht zwei. Feste Nahrung durch den Mund, Luft durch die Nase und Eindrücke durch die Augen, in einer Reihenfolge, die der Ansatz mit Nachdruck betont: Das Grobe unten, das Feine oben. Die physische und die Luftversorgung werden bei jeder Weltraummission geplant; die dritte, wichtigste wird ignoriert.

Und sie versagt zuerst. In einer sensorischen Isolationskammer beginnt der Körper zu halluzinieren – eine psychologische Ketose, nennt man es –, weil er versucht, die fehlenden Eindrücke zu erzeugen. Daher entspricht eine künstliche Umgebung aus Lichtern, Maschinen und mechanischem Lärm gesundheitlich einer Ernährung durch Ultra-verarbeitete Lebensmittel. Die daraus gezogene Schlussfolgerung ist hart: Leben im Weltraum hätte nur als Transit zwischen zwei bewohnbaren Planeten Sinn, und keiner dieser Planeten ist erreichbar.

Die Terraforming des Mars und der halbierte Apfel

Die Formulierung der Idee ist bereits lächerlich, und zwar nicht wegen mangelnder Ambition. Wir haben nicht die leiseste Ahnung von der tatsächlichen Struktur der Erde, geschweige denn davon, wie man die des Mars manipulieren soll. Niemand ist in der Lage, einen Planeten bewohnbar zu halten, nicht einmal diesen hier.

Das Bild, das das gesamte Argument ordnet, ist das einer Frucht, die in zwei Hälften geschnitten wurde. Der feste Kern mit seinem Samen wäre der Planet; das Fruchtfleisch die organische Schicht, in der wir leben; und die Schale die Magnetosphäre, die existiert, weil sie eine Funktion erfüllt, genau wie unsere Haut. Ein Beobachter, der diese elektromagnetische Schicht sehen könnte, hätte dieselben Chancen, uns zu sehen, wie wir Zellen in der Pfirsichhaut erkennen können. Daraus ergibt sich die Frage, die die Überlegung abschließt: Wenn wir so unwissend sind, uns Weltraumreisen vorzustellen, wird jede andere Lebensform klug genug sein, es gar nicht erst zu versuchen.

Reicht Quantenverschränkung, um eine Invasion von zu Hause aus zu steuern?

Dies ist die interessanteste Einwandsfrage, die danach auftaucht. Statt Körper Maschinen zu senden, ferngesteuert durch Quantenverschränkung: Zwei Teilchen, die dasselbe System bilden und bei denen die Änderung eines das andere beeinflusst, unabhängig von der Entfernung. Roboter essen nicht, altern nicht und sind nicht von Geschwindigkeit betroffen.

Das Problem ist, dass die sofortige Informationsübertragung an die Lichtgeschwindigkeitsgrenze stößt, und das Phänomen wurde nie auf Skalen gemessen, die mit denen des Universums vergleichbar sind. Selbst wenn man die Technologie zugesteht, bleibt die Energie: Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit zu erreichen ist unerschwinglich, und jede solche Reise würde Jahrhunderte oder Jahrtausende Wartezeit für diejenigen bedeuten, die auf dem Ursprungsplaneten bleiben. Manche fügen hinzu, dass diese subatomaren Eigenschaften vielversprechend vor allem für das Rechnen sind, nicht für Transport. Die Operation steht wieder ohne Logistik da.

Der dunkle Wald und die Stille der Galaxie

Die wiederkehrende literarische Referenz ist die von Cixin Liu: Die Galaxie als ein dunkler Wald voller Jäger und Opfer. Wir hören niemanden, weil jene, die sprachen, bereits eliminiert wurden, und jene, die übrig sind, darauf achten, nicht gesehen zu werden. Das Problem ist in dieser Lesart, dass die Menschheit gerade den Moment erreicht hat, in dem man sie hören kann. Das Gegenangebot ist nicht weniger hart: In dieser Fiktion dauert die Reise etwa 400 Jahre und ein großer Teil der Handlung ist die Reaktion eines ganzen Planeten auf ein Ereignis, das seine Enkel nicht erleben werden. Von außen betrachtet hält sich das gedankliche Experiment; die Realität nicht.

Lichtkugeln, Ektoplasma und andere unbewiesene Hypothesen

Im Bereich persönlicher Erfahrungen werden Sichtungen einer nächtlichen Lichtkugel und eines glänzenden metallischen Objekts am helllichten Tag in zwei verschiedenen Provinzen erwähnt. Es sind Zeugenaussagen, und als solche zählen sie: ohne instrumentelle Aufzeichnung oder Verifizierung. Die damit verbundene Hypothese – Wesen aus anderen Dimensionen, die sich materialisieren und zurückkehren und sich von menschlichen Emotionen ernähren – stammt von spekulativen Autoren und wird nicht durch Beweise gestützt.

Auch die Idee einer leisen Ankunft kursiert, im Stil der Ultracorps, die biologische Körper parasitieren. Das Gegenargument ist gesunder Menschenverstand: Wenn so etwas seit Jahrtausenden passiert, wäre es bereits Teil des Systems und niemand hätte es bemerkt. Am Extrem verneinen manche direkt die Existenz von Planeten und des äußeren Weltraums und führen sie auf einen vor Jahrhunderten konstruierten Bericht zurück. Dort hört das Gespräch auf, Physik zu sein.

Wahrnehmung, Zeit und der Punkt, an dem es feststeckt

Ein letzter Aspekt, der irritiert: Damit die Dinge so sind, wie wir sie sehen, müssen Tausende von Parametern zusammenpassen. Der visuelle Bereich, der Zeitskala, die Reaktionsgeschwindigkeit. Ein einziger Abweichender reicht aus, damit zwei Wesen denselben Raum teilen, ohne sich jemals zu sehen.

Die Schlussfolgerung, in den Worten des Ansatzes selbst, ist, dass wir uns kein Bild von der realen Form eines Planeten oder eines Sonnensystems machen können, weil wir nur einen dreidimensionalen Schnitt von etwas wahrnehmen, das multidimensional ist.

Und dort stoppt alles. Keine Beweise für Besuche, keine Beweise für das Gegenteil. Mit der Technologie und der Physik auf dem Tisch hat die Landung keinen Weg, um anzukommen; mit unserer Wahrnehmung gibt es auch keine Möglichkeit auszuschließen, dass es bereits auf einer anderen Ebene geschieht. Die Analyse bleibt genau an diesem Punkt stecken, und niemand löst sie.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (164 Antworten).

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