Erandio: Streit um Grundstück und 204 Wohnungen seit 2015

Laut Kläger wechselte ein Erandio-Grundstück in 12 Tagen den Eigentümer: 204 Wohnungen und neun Jahre Rechtsstreit mit Jaureguizar.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Erandio: Streit um Grundstück und 204 Wohnungen seit 2015
Erandio: 204 Wohnungen, ein Grundstück und zwölf Tage für die Umschreibung im Kataster

Wie lange braucht eine lokale Verwaltung, um ein Grundstück ohne Kauf auf einen anderen Namen zu übertragen? Zwölf Kalendertage. Diese Zahl steht im Zentrum eines der hartnäckigsten Stadtstreits in Erandio Goikoa, einem Gebiet zwischen Bilbao und der Küste, und ist der Ausgangspunkt eines Rechtsstreits, der sich seit August 2015 hinzieht. Der Eigentümer von geerbten Grundstücken behauptet, dass das Bauunternehmen Jaureguizar sich 1.500 Quadratmeter angeeignet habe, die ihm nicht gehörten, um die Projekte Berri Goikoa und Erandio Goikoa zu errichten. Neun Jahre später wird weiterhin prozessiert.

Der Anhang C: Wie ein Grundstück im Kataster den Eigentümer wechselt

Nach Darstellung des Betroffenen fehlten dem Unternehmen 1.500 Quadratmeter, um das Geschäft abzuschließen. Statt diese zu kaufen, hätte es die Urkunden eines angrenzenden 17.000-Quadratmeter-Grundstücks beim Katasteramt eingereicht, woraufhin die Gemeinde das sogenannte Anhang-C-Dokument ausstellte. Dieses übertrug innerhalb von zwölf Kalendertagen das Land an das Bauunternehmen. Es folgten die Aufteilung in zwei Parzellen und die Baugenehmigung. Dies sind alles Aussagen des Klägers; keines dieser Vorgehen wurde rechtskräftig bewiesen.

Die Zahlen des Geschäfts: 204 Wohnungen ab 142.000 Euro

Der Betroffene stellte folgende Rechnung auf: 204 Wohnungen zu einem Startpreis laut Projektangaben von 142.000 Euro plus MwSt., ohne vorherige Verlosung. Konservativ geschätzt ergibt dies nach seinen Berechnungen rund 28 Millionen Euro. Dies ist keine prüfbare Kalkulation – es fehlen Details zu Quadratmetern, Qualität und Fristen –, aber sie zeigt die Größenordnung des Einsatzes. Die zentrale Frage ist nicht, wie viel gebaut wurde, sondern wie viel davon auf fremdem Boden stand.

Schutt, 200 LKW-Ladungen und eine Inspektion, die neun Monate dauerte

Das zweite Thema ist ökologischer Natur. Der Eigentümer behauptet, auf seinem Grundstück seien zwischen 2.000 und 3.000 Kubikmeter Schutt, Füllmaterial und Abbruchreste vergraben worden, was etwa 200 LKW-Fahrten entspricht. Nach neun Monaten Beharrlichkeit genehmigte die Regierung des Baskenlandes eine Inspektion des Grundstücks; laut Zeugenaussage dokumentierten die Inspektoren jedoch nur zwei Steine. Er vermutet zudem, dass die Abbruchreste der Clínica San Sebastián, deren Lagerung in Astut dokumentiert war, unter seinem Land begraben wurden. Ein unbestätigter Verdacht.

Neun Jahre, Kanzleien aus Madrid und ein 30-Kilo-Koffer

Der Rechtsweg hat fast ein Jahrzehnt gedauert. Es gab eine Vorverhandlung am 25. März nach sechsmonatiger Wartezeit, Anwaltswechsel, eine Beschwerde gegen den ersten Anwalt bei der Anwaltskammer und schließlich die Beauftragung einer Madrider Kanzlei. Der Betroffene gibt an, nun das Grundbuchamt und die Gemeinde „in Zugzwang“ gebracht zu haben. Auf dem Weg dorthin schleppt er seit Jahren einen 30 kg schweren Koffer mit Dokumenten mit sich und stellt fest, dass die Behörden länger brauchen, um zu reagieren, als um zu handeln.

Das selbst kollabierte Projekt: Ankündigung der Rückzahlung von 15.000 Euro

Im Juni 2024 berichtete die Zeitung El Correo, dass das genossenschaftliche Projekt des Bauunternehmens in Erandio — 70 geförderte Wohnungen (VPO) und 78 preisgebundene Wohnungen — vor Baubeginn gescheitert sei. Die Genossenschaft verpflichtete sich, 15.000 Euro Anzahlung an jede der rund 90 Familien zurückzuzahlen, die reserviert hatten. Der Rechtsstreit hingegen läuft weiter.

Das Ende, das niemand unterschreibt

Laut Kläger brauchte das Katasteramt von Erandio zwölf Tage, um den Besitzer eines Grundstücks zu ändern. Die Rückabwicklung dauert nun schon über dreitausend Tage. Dazwischen liegen zwei Verwaltungen, die sich die Verantwortung zuschieben, ein Bauunternehmen, das noch besteht, und Schutt, den niemand eilig abholen wollte. Wenn dies an der Costa del Sol passiert wäre, gäbe es Schlagzeilen auf fünf Spalten. Da es Bizkaia betrifft, bleibt es Papierkrieg.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (204 Antworten).

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