Spanien: Regierung erhöht Muface-Prämie um 33,5 %

Die spanische Regierung hebt die Prämien für das Beamtenversicherungssystem Muface um 33,5 % an. Die Ausschreibung läuft bis Jahresende, doch Adeslas und Asisa zögern noch.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanien: Regierung erhöht Muface-Prämie um 33,5 %
Muface: Spanien erhöht Prämie um 33,5 %, um das System zu retten

Wie viel ist der Staat bereit zu zahlen, damit 1,5 Millionen Beamte und Rentner außerhalb des öffentlichen Gesundheitssystems bleiben? Die Zahl liegt nun vor: Eine Erhöhung der Versicherungsprämien um 33,5 %, verteilt über drei Jahre. Das Ministerium für Öffentlichen Dienst hat neue Ausschreibungsbedingungen vorgelegt, die deutlich großzügiger sind als die im November. Sprecherin Pilar Alegría bestätigte nach dem Ministerrat, dass die Vergabe noch dieses Jahr erfolgen soll. Kurz gesagt: Das System wird gerettet, aber es wird teurer.

Was ändert sich in den neuen Muface-Bedingungen?

Der Entwurf wurde von den Staatssekretären geprüft und kursiert bereits unter den Betroffenen. Der Vorschlag sieht eine Erhöhung der Prämien um 33,5 % vor, die über drei Jahre hinweg an die Versicherer gezahlt werden, innerhalb eines Vertragszeitraums von 2025–2027. Es ist keine Gerüchteküche mehr: Am 17. Dezember genehmigte der Ministerrat die Vergabe der Verträge für die nationale Gesundheitsversorgung und für Mutualisten im Ausland. Die Ausschreibung wurde auf der Plattform für öffentliche Aufträge im Profil der Generaldirektion MUFACE veröffentlicht. Die Kasse selbst informierte ihre Mitglieder mit einem Link zum Dokument.

Das Unangenehme daran ist, dass diese Bedingungen aus einem ersten Angebot hervorgingen, das die bestehenden Anbieter — Adeslas, Asisa und DKV — nicht berücksichtigt hatte und unter deren kalkulierten Kosten lag. Nun liegen die Kosten deutlich über denen vom November.

Warum gibt die Regierung jetzt nach?

In internen Kreisen wird oft der Name Óscar López, Minister für Öffentlichen Dienst, genannt. Er möchte den Konflikt mit den Beamten beenden, bevor er in Madrid gegen Ayuso antritt. Die gängige Lesart: Lieber einen teuren Vertrag abschließen als einen Frontalangriff auf eine Gruppe starten, die wählt und zusammen mit ihren Angehörigen ein erhebliches Wählerpotenzial darstellt.

Manche fassen die Situation so zusammen: Heute eine Beamtenprüfung zu bestehen, entspricht dem Adelstitel im Mittelalter. Ob übertrieben oder nicht, dieser Vergleich zeigt die wahrgenommene Sicherheit im öffentlichen Dienst und auch den Neid darauf. Andere Analysen sehen den Junior-Partner der Koalition am Zug, der wochenlang als „harter Hund“ auftrat und die Integration der Mutualisten ins öffentliche System forderte, nun aber ohne Narrativ dasteht.

Wer bezahlt die Prämienerhöhung?

Hier beginnt das eigentliche Problem. Die Erhöhung wird durch Steuern, Schuldenaufnahme oder beides finanziert, je nach Perspektive, wobei die EZB oft als letzte Geldquelle genannt wird. Parallel dazu hat die Mehrwertsteuer auf private Krankenversicherungen die Einnahmen erhöht; manche argumentieren, dass dieses Geld bereits zur Finanzierung des Beamtenvertrags beiträgt. Im selben Kontext der Ungerechtigkeiten wird erinnert, dass Selbstständige weiterhin ELbichito-Leistungen zurückzahlen müssen.

Im Debattenraum taucht auch eine Zahl zur Dimensionierung auf: 30 Milliarden Euro, was etwa 20 Jahren Beiträgen an MUFACE entspricht, laut Berechnung eines Beteiligten. Mit dieser Größenordnung gewinnt die alte Idee, das Modell auf alle auszudehnen — also Selbstständigen und Angestellten zu erlauben, ihre Gesundheit über eine Kasse zu verwalten — an Zuspruch.

Bleiben Adeslas, Asisa und DKV bei Muface?

Die Ausschreibung ist veröffentlicht, aber das Drama ist nicht vorbei. Adeslas und Asisa haben noch nicht entschieden, ob sie am neuen Vertrag teilnehmen. Die Gewerkschaft CSIF hält ihre Warnung vor Streiks aufrecht, bis die Sache geklärt ist. Als Plan B wird diskutiert, dass das öffentliche Gesundheitssystem die Mutualisten übernehmen könnte, was einer Bevölkerungszunahme von 2,4 % entspräche.

Bisher gibt es eine bestätigte Zahl, 33,5 %, aber keine Unterschriften. Den Preis zu erhöhen, um einen Vertrag zu retten, der möglicherweise keinen Anbieter findet, hat seine Ironie: Die Party geht weiter, obwohl niemand weiß, wer am Ende die Rechnung zahlt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (201 Antworten).

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