Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Lanbide verliert 41.400 Empfänger des baskischen Grundeinkommens
Die baskische Arbeitsverwaltung Lanbide veröffentlichte 41.400 Zustellungsversuche, da Empfänger der RGI nicht erreichbar waren. Die Zahl stieg in zwei Jahren um 87 %.
Lanbide verliert 41.400 Empfänger des baskischen Grundeinkommens
Wie kann eine Regierung, die ihre Verwaltungskompetenz betont, den Aufenthaltsort von Tausenden Personen nicht kennen, die eine lebenslange Leistung beziehen? Das baskische Arbeitsamt (Lanbide) hat die Antwort selbst geliefert: Es musste im Amtsblatt des Baskenlandes (BOPV) 41.400 öffentliche Bekanntmachungen veröffentlichen, weil die persönlichen Schreiben an die Empfänger der Garantieleistung für Einkommen (Renta de Garantía de Ingresos, kurz RGI) nicht zugestellt werden konnten. Dies sind keine Routinebenachrichtigungen: Von 1.807 analysierten Vorgängen waren 539 Rückforderungen und 50 Aussetzungen. Es gibt also Personen, denen Geld zurückgefordert wird, die aber nicht einmal aufgefunden werden können.
Der Trend verschlechtert sich. Nach vorliegenden Daten überstiegen die Benachrichtigungen im BOPV in den Jahren 2022 und 2023 nicht die Marke von 40.000 pro Jahr. Im Jahr 2024 sprangen sie auf 63.542 und nähern sich 2025 der 75.000-Marke. Was früher ein administrativer Tropfen war, ist nun zu einer Flut fehlgeschlagener Zustellungen geworden. Eine Person kann mehrere Benachrichtigungen erhalten, aber das Volumen deutet darauf hin, dass viele Begünstigte vom Radar des Systems verschwunden sind.
Debatte über den Verbleib der Empfänger
Die offiziellen Erklärungen überzeugen niemanden. Man argumentiert, dass die öffentlichen Bekanntmachungen allein keinen Beweis dafür liefern, dass die Empfänger im Ausland leben oder Betrug begehen, und dass dieselbe Person mehrere Benachrichtigungen ansammeln kann. Aber der Anstieg von 40.000 auf 75.000 in zwei Jahren lässt sich nicht nur durch Wiederholungen erklären. Es wurde darauf hingewiesen, dass viele nicht erreichbare Empfänger möglicherweise ohne Meldung in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt sind und die Leistungen weiterhin auf Bankkonten überwiesen wurden. Tatsächlich wurde der kürzliche Fall eines Senegalesen erwähnt, der mit 62 falschen Identitäten mehr als eine Million Euro bezog: Der Betrug flog zufällig auf, nicht durch interne Kontrollen.
Angesichts der Forderungen nach drastischen Maßnahmen – wie dem automatischen Entzug der Leistung, wenn sich der Empfänger nicht innerhalb von 24 Stunden meldet – warnen andere davor, dass das Problem nicht unbedingt massiver Betrug ist, sondern eine bürokratische Verwaltung, die unfähig ist, die Daten der Begünstigten aktuell zu halten. Der Vorschlag, Biometrie zur Bestätigung der Anwesenheit einzusetzen, wurde vor langer Zeit von der PNV (Partido Nacionalista Vasco) und ihren Koalitionspartnern abgelehnt, da dies als „protzig“ oder unnötig angesehen wurde. Währenddessen häufen sich die Tausende unzustellbaren Benachrichtigungen weiter an.
Wirtschaftliche Kosten der Nicht-Erreichbarkeit
Legt man die durchschnittliche RGI-Leistung von rund 1.000 Euro pro Monat zugrunde, stellen die 41.400 unzustellbaren Benachrichtigungen – auch wenn sie nicht alle verschiedenen Empfängern entsprechen – ein potenzielles Volumen von bis zu 41 Millionen Euro monatlichen Zahlungen dar. Ein Teil dieses Geldes würde, falls die Empfänger tatsächlich im Ausland sind, ins Ausland abfließen, ohne dass eine Kontrolle möglich wäre. Und die baskische Verwaltung verhindert dies nicht nur nicht, sondern kann sogar den Aufenthaltsort der Adressaten nicht bestätigen.
Die Ironie des Systems
Es ist paradox, dass einem einheimischen Arbeitnehmer die Leistung ausgesetzt wird, weil er seine Arbeitslosengeld-Registrierung nicht rechtzeitig erneuert, während nicht erreichbaren Empfängern die Hilfe Monat für Monat weiterhin ausgezahlt wird. Oder, wie bereits angemerkt wurde, dass das Finanzamt unbarmherzig gegenüber Spaniern mit ausländischen Konten ist, während das baskische Mindesteinkommenssystem nicht weiß, wo sich seine Empfänger befinden. Die Lösung ist theoretisch einfach: Die Begünstigten müssen sich regelmäßig persönlich melden oder der Bezug an den tatsächlichen Wohnsitz gebunden werden. Aber die baskische Politik, nicht „protzig“ wirken zu wollen, steht dem entgegen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (212 Antworten).
Ein verbreiteter Bericht beziffert die Zahl der Zwangsräumungen in Spanien seit 2017 auf über 272.000; die Statistik umfasst Miet-, Besetzungs- und Hypothekenfälle.
In Frankreich führt die Erbschaftsteuer von bis zu 62% zum Verfall ländlicher Gebiete und zur Aufgabe von Immobilien, während Großvermögen nur minimal besteuert werden.