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Elektroauto: 2 € pro 100 km gegen 12 € beim Verbrenner
Das E-Auto kostet 2 € pro 100 km, der Verbrenner 12 €. Doch die 30 € feste Grundgebühr pro Monat und eine mögliche Kilometersteuer verändern die Rechnung.
Elektro für 2 € pro 100 km, Verbrenner für 12 €: die Details
Der Vergleich kursiert mit unbequemer Deutlichkeit: 2 € pro 100 km beim E-Auto gegenüber 12 € beim Verbrenner, so die Zahl, die die Debatte eröffnet. Die Lücke ist real. Sie ist aber auch nur die halbe Wahrheit. Es fehlt die Grundgebühr, es fehlt die eigene Garage, und es fehlt die Frage, was der Staat macht, wenn die Kraftstoffsteuern wegfallen.
Was kostet eine Strecke von 100 km im E-Auto wirklich?
Die Faustregel stellt zwei Zahlen gegenüber und lässt sie aufeinanderprallen. Auf der einen Seite rund 12 € je 100 km mit Verbrennungsmotor. Auf der anderen 2 € an der Steckdose. Auf dem Papier ist das keine Auseinandersetzung. Doch es gibt eine feste Position, die auf dem Bild fehlt: 30 € im Monat für Anschluss und Grundgebühr, wie ein Teilnehmer anmerkt – die fallen an, selbst wenn das Auto steht. Wer wenig fährt, dem wiegen diese 30 € schwerer als die gesamte versprochene Ersparnis.
Die Wirtschaftlichkeit hängt weniger vom Antrieb ab als von der Wohnsituation. Wer eine eigene Garage hat und nachts lädt, spielt in einer anderen Liga. Wer im fünften Stock wohnt, nicht: Dort bleibt die Ersparnis pro Kilometer theoretisch. Die öffentliche 22-kW-Ladesäule, mit der laut einem Nutzer etwa 25 % der Batterie in einer Stunde geladen werden, deckt ebenfalls nicht alle ab.
Welche Steuer droht dem E-Auto?
Ein Verdacht zieht sich durch die gesamte Diskussion: Das E-Auto ist jetzt billig, weil es eine Minderheit ist und sich verkaufen soll. Sobald es die Mehrheit stellt, ist die Party vorbei. Das Argument hat einen konkreten Anker: Der Staat nimmt jährlich zwischen 20.000 und 30.000 Millionen Euro über Kraftstoffsteuern ein, so eine Rechnung, die im Thread kursiert. Fällt diese Basis weg, muss jemand die Differenz aufbringen.
Es gibt bereits Entwürfe. In Großbritannien wird ab April 2028 eine Gebühr pro gefahrenem Kilometer fällig, kontrolliert über die technische Untersuchung oder per Stichproben, so eine im Diskussionsverlauf zitierte Information. Es wird erwartet, dass sich dieses Modell ausbreitet. Die Frage ist nicht mehr, ob die Steuer kommt, sondern nur noch, wie lange es dauert.
Zu viel Leistung: 450 PS für den Weg zum Bäcker
Während manche über die Kosten pro Kilometer diskutieren, berichtet ein Teilnehmer von seiner Probefahrt in einem 450 PS starken Elektro-SUV mit Allradantrieb, das in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt. Das Ergebnis: Fahrer und Beifahrer waren nach zwei Beschleunigungen schwindelig. Für ihn ist diese Leistung absurd, und ein anderer Nutzer meint, 200 PS reichen völlig für den Alltag.
Die Aufrüstung hält nicht an. Im selben Autohaus, so derselbe Bericht, steht ein Modell mit 1.100 PS und 2,9 Sekunden von 0 auf 100 – von dem er nur das Äußere sehen konnte.
Das Fass bei 109 Dollar und die Straße von Hormus
Im Hintergrund steht das Öl. Das Fass Brent kostet rund 109 Dollar, so die im Thread geteilten Meldungen, und die kursierenden Schätzungen gehen davon aus, dass die Sperrung einer wichtigen Pipeline in Saudi-Arabien rund 4 Millionen Barrel täglich gefährden würde, während eine Blockade der Meerenge Bab al-Mandab weitere 9 Millionen bedrohen würde. Unter diesen Umständen rechnet kaum jemand mit sinkenden Preisen an der Zapfsäule.
Die Paradoxe: Für manche Teilnehmer haben die letzten Erschütterungen mehr für die Elektrifizierung getan als Jahre aus Subventionen und Vorschriften. Jedes Mal stellt sich im Thread dieselbe Frage: Wie lange hält der Strompreis noch?
Am Ende bleibt die Analyse genau dort stecken, wo sie begann. Die Kosten pro 100 km sind beim E-Auto unschlagbar, wenn man zu Hause lädt und viel fährt. Wer zur Miete wohnt und keine eigene Lademöglichkeit hat, kehrt sich die Rechnung um. Diese Lücke bleibt vorerst offen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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