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Eine Million Peseten von 1979 in Scheinen für 1.500 Euro im Verkauf
Ein Inserat bietet eine Million Peseten in Banknoten von 1979 für 1.500 Euro an, obwohl der offizielle Umtauschkurs von 6.010 Euro bereits 2021 abgelaufen ist.
Eine Million in Peseten von 1979 für 1.500 Euro zu verkaufen
Ein Posten von einer Million Peseten in 5.000-Peseten-Scheinen, „praktisch unzirkuliert“, wird für 1.500 Euro zum Verkauf angeboten. Einfache Arithmetik sagt, dass dieses Bündel zum offiziellen Wechselkurs 6.010,12 Euro wert war. Der Haken kommt danach: Dieser Umtausch ist nicht mehr möglich. Wer die 1.500 Euro zahlt, kauft kein Geld, sondern Papier mit Geschichte und einen unsicheren Abgang auf dem Sammlermarkt. Laut denen, die das Inserat verfolgt haben, fand sich am Ende doch ein Käufer.
Was ist eine Million Peseten wirklich wert?
Der offizielle Umtausch von einer Million Peseten ergab 6.010,12 Euro. Eine andere, glattere Rechnung kommt auf 6.000 Euro, was im kollektiven Gedächtnis als Wechselkurs haften geblieben ist. Der Unterschied ist Kleingeld. Das eigentliche Problem liegt woanders.
Auf die verkauften Scheine umgerechnet, war jeder 5.000-Peseten-Schein 30,05 Euro wert, solange der Umtausch lief. Heute werden für den kompletten Posten 1.500 Euro verlangt, also rund 7,50 Euro pro Stück. Weniger als ein Viertel seines Umtauschwerts. So betrachtet wirkt es wie ein Schnäppchen. In Wirklichkeit ist es die Buße des abgelaufenen Geldscheins: Der Preis wird vom Sammler festgelegt, nicht vom Schalter.
Der „unbefristete“ Umtausch, der 2021 auslief
Das Versprechen ist dokumentiert. In den offiziellen Informationen zur Euro-Einführung wurde erklärt, dass Peseten kostenlos bei Kreditinstituten bis zum 30. Juni 2002 und „unbefristet“ bei der Banco de España (der spanischen Zentralbank) umgetauscht werden könnten. Dieses Adverb hat viel Schaden angerichtet.
Der Umtausch hielt fast zwei Jahrzehnte durch und wurde 2021 beendet – ein Jahr, das immer wieder als Stichtag genannt wird. Manche setzen diese Grenze auf 2022, ohne genauere Angaben; dass heute kein Schalter mehr existiert, bestreitet niemand. Das Ereignis hat ein unangenehmes Spiegelbild in 2015, als Movistar eine Preiserhöhung damit rechtfertigte, auf die etymologische Bedeutung des Ausdrucks „für immer“ zu verweisen – als Antwort auf den Einspruch von FACUA (einer spanischen Verbraucherschutzorganisation). Irreführende Werbung hat auch ein Archiv.
Gold, Wohnungen und die Kosten des Aufbewahrens
Die Übung in Finanzarchäologie lässt einen klaren Verlierer zurück: den, der das Geld aufgehoben hat. Eine Million Peseten hatte 1979 eine beträchtliche Kaufkraft, und dort blieb sie vier Jahrzehnte liegen. Der Kontrast, der am häufigsten kursiert, ist der mit Gold: Wäre diese Million in Unzen-Münzen umgetauscht worden, wäre sie heute 42.000 Euro wert, nach der gängigen Berechnung.
Dieselben Scheine, entgegengesetzte Schicksale. Manche führen an, dass eine 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Arbeiterviertel, die Mitte der 2000er Jahre mit diesem Geld gekauft wurde, sich mehrfach wertgesteigert hätte, samt entsprechendem Weiterverkauf; das ist eine Hypothese, kein belegter Fall. Was tatsächlich vorkommt, ist, wie wenig überdauert: Jemand fand 15.000 Peseten in einem Buch.
Gefälschte Kopien und Verkäufer, die die Geduld auf die Probe stellen
Die am häufigsten wiederholte Warnung betrifft den Parallelmarkt. Alles, was Nutzen verspricht, wird gefälscht, und historische Banknoten bilden da keine Ausnahme. Es gab Festnahmen wegen der Herstellung gefälschter Tausend-Peseten-Scheine – eine Erinnerung daran, dass auch seltene Stücke nachgeahmt werden. In diesem Fall ist der Zustand „praktisch unzirkuliert“ zugleich das Versprechen und der Grund zur Skepsis: Ohne Expertenprüfung verlässt sich der Käufer auf ein Foto.
Dazu kommt das Ökosystem des Gebrauchtmarkts, wo das Feilschen vor der nützlichen Frage kommt. Das Bild ist bekannt: Jemand verkauft einen Zehn-Euro-Artikel und erhält zwei Tage lang technische Rückfragen, bevor ein wirklich interessierter Käufer auftaucht. Dagegen wenden manche Verkäufer eine einfache Politik an: nur antworten, wer Tag und Uhrzeit vorschlägt.
Und wenn das Papiergeld nichts mehr wert ist?
Das Gespräch driftet bald zum Bargeld der Gegenwart ab. Der digitale Euro zeichnet sich mit Datum am Horizont ab, und manch einer kündigt an, dass er bei dessen Einführung seine Ersparnisse in eine andere Währung verschieben werde. Der dahinterliegende Verdacht ist, dass das Papier seine Nützlichkeit durch Entscheidung dessen verliert, der es ausgibt – genau so, wie die Pesete ihre verlor, durch Entscheidung dessen, der sie einzog.
Daher die beschriebenen Hamsterstrategien: 50.000 Euro in einer Anrichte oder in doppelten Böden zu Hause aufbewahren und 100-Euro-Scheine ablehnen, weil man sie immer seltener sieht und sie Fragen aufwerfen. Die Paradoxie ist vollständig. Man misstraut dem digitalen Geld und zeigt unterdessen genau dieser Posten, was passiert, wenn Papier außerhalb des Systems gerät: zweihundert Scheine und kein einziger Schalter.
Der Käufer hat nun ein Bündel von 1979 und ein Liquiditätsproblem. Vielleicht verkauft er es an einen anderen Sammler weiter, vielleicht erbt es jemand in dreißig Jahren zusammen mit einem alten Möbelstück. Wie viel wird dann die Million wert sein – die Million, für die man 1979 noch etwas kaufen konnte?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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