Ein Streichholz gegen den Badezimmergeruch: der Trick, der weitervererbt wird

Ein Streichholz nach dem Toilettengang beseitigt den Geruch nicht: Er wird nur überdeckt und die Nase übersättigt. Alternativen: Spray, ein 4-Euro-Ventil oder das Fenster öffnen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ein Streichholz gegen den Badezimmergeruch: der Trick, der weitervererbt wird
Ein Streichholz beseitigt den Badezimmergeruch nicht: Er wird nur verdeckt

Eine Schachtel Streichhölzer auf dem Spülkasten. Das ist die ganze Ausstattung. Der Trick besteht darin, direkt nach dem „Stolz hinauszudrücken“ —so die Formulierung im Originalbericht— ein Streichhol anzuzünden und es abbrennen zu lassen: Innerhalb von Sekunden ist der üble Geruch verschwunden. Mit einem Feuerzeug, so die Warnung, funktioniere es nicht. Die Erklärung im Originalbericht lautet, dass das Streichholz einen Geruch erzeugt, der den vorherigen überlagert. Die Erklärung anderer Teilnehmer: Der Rauch wirkt kein Wunder — **die Nase übersättigt sich einfach** und nimmt nicht mehr wahr, was noch da ist.

Die Sache hat ihren Reiz, weil der Trick alt ist. Man praktizierte ihn, als kaum jemand Lufterfrischer kaufte und Besucher sich rechtzeitig ankündigten. Heute existiert er neben dem Kiefernspray und den Spülkasten-Tabletten weiter, und nicht wenige halten das Streichholz für die billigste Methode auf dem Markt: Eine Schachtel kostet Taschengeld und reicht für Dutzende Anwendungen. Dagegen ist der Supermarkt-Lufterfrischer —der von Mercadona und der von Carrefour werden erwähnt— pro Anwendung teurer, auch wenn er monatelang hält, wenn man allein wohnt.

Warum der Geruch zurückkommt, sobald eine andere Person hereinkommt

Weil er nie weg war. Der Streichholzrauch zersetzt die für den Geruch verantwortlichen Moleküle nicht: Er überdeckt sie. Wer im Badezimmer ist, gewöhnt sich in Sekunden daran —olfaktorische Adaptation nennt man das— und glaubt, das Problem sei gelöst. Sobald jemand von außen hereinkommt, fliegt der Schwindel auf. Es ist derselbe Mechanismus, durch den Sprühlüfterfrischer nur halb funktionieren: Ein Geruch wird durch einen anderen ersetzt, nichts wird neutralisiert.

Das ist der erste Riss in der Methode. Der zweite ist die Sicherheit. In einem unbelüfteten Raum sind die Ansammlung von Gasen und eine offene Flamme kein Laborhypothese: Manche erinnern sich an den Fall eines Badezimmers, in dem beides zusammenkam, und das Ergebnis war nicht angenehm. So schlimm sei es nicht, halten die Verteidiger dagegen —ein Streichholz ist kein Plutonium, es gibt es in jedem Supermarkt—, aber die Einschränkung zählt: Je kleiner und besser belüftet der Raum, desto besser funktioniert der Trick.

Fenster öffnen, das 4-Euro-Ventil und andere Alternativen

Die naheliegendste Lösung ist die, die niemand hören will: Lüften. Das Fenster für ein paar Minuten zu öffnen erneuert die Luft und hinterlässt weder chemische Rückstände noch Streichholzgeruch. Das Problem: Im Winter hat man wenig Lust dazu, und genau dort holt der Streichholz-Trick wieder auf.

Es gibt einen dritten Weg, der genannt wird und **4 Euro** kostet: ein Belüftungsventil am Abfluss. Es bekämpft das Problem an der Quelle —Geruchsverschluss und Fallrohr— statt es zu überdecken. Es ist die Option, die ein Installateur empfehlen würde und über die am wenigsten gesprochen wird, weil ihr der romantische Charme des Streichholzes fehlt und auch das FSSSSS, das die Bekehrten so feiern.

Und dann gibt es noch den Klassiker in der fremden Wohnung: derjenige, der den Besuch nutzt, um sich zu erleichtern und Papier und Wasser zu sparen. Das ist kein verantwortungsvoller Konsum mehr, das ist eine andere Liga.

Auch der Lufterfrischer wird eingeatmet

Die Kritik am Spray hat ihre Logik. Es wird argumentiert, dass die Stoffe in Lufterfrischern über die Atemwege ins Blut gelangen und dass es, so viel Gesundheitskontrolle es auch gibt, nicht gerade das Gesündeste der Welt zu sein scheint. Als Alternative werden natürliche Essenzen vorgeschlagen. Stimmt, aber man sollte nichts verwechseln: Ein brennendes Streichholz erzeugt ebenfalls Rauch und Partikel. Die Debatte ist im Grunde eine zwischen zwei Arten der Überdeckung.

Die vollständige Kostenrechnung pro Anwendung —Streichholzschachtel gegen monatelang haltenden Lufterfrischer— ergibt einen Unterschied, der überrascht, wenn man sie in Ruhe anstellt. Das vorläufige Fazit ist für alle unbequem: Das Streichholz ist billig und funktioniert halb; das Spray ist teuer und funktioniert halb; Lüften funktioniert vollständig und kostet nichts, verlangt aber, das Fenster zu öffnen. Alles andere ist Notfall-Parfümerie.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver