Preisvergleich: Mercadona gegen Carrefour in Spanien

Ein Kunde vergleicht die Online-Preise von Mercadona und Carrefour und stellt fest, dass Markenprodukte bis zu 10 % teurer sind. Andere bezweifeln die Zuverlässigkeit der Website und die…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Preisvergleich: Mercadona gegen Carrefour in Spanien
Mercadona und Markenware: die 10 %, über alle reden

Ein Stammkunde von Mercadona betritt einen Carrefour, öffnet die Mercadona-Website auf dem Handy und vergleicht. Das Ergebnis, so seine eigene Schilderung: Alle Markenprodukte, die er ansah, kosteten bei Mercadona mindestens 10 % mehr. Die Szene fasst einen Verdacht zusammen, der seit Jahren unter Verbrauchern kursiert: Der Supermarkt, der sein Imperium auf Eigenmarken als Köder aufgebaut hat, ist nach Ansicht mancher Käufer einer der teuersten für alles, was nicht Hacendado ist.

Der Vergleich, den dieser Käufer auf den Tisch brachte, hat sein eigenes Kleingedrucktes. In seinem Fall kostete die Packung Artiach-Dinosaurus-Kekse (330 g) bei Mercadona 1,99 €, gegenüber 2,39 € bei Carrefour für 411 g, was beim Kilopreis 6,03 € gegenüber 5,82 € ergab. Die Puleva-Peques-Wachsmilch kostete bei Mercadona 1,55 € und bei Carrefour 1,42 €. Das Detail ist wichtig: Der Vergleich wurde zwischen den Websites durchgeführt, und mehrere Käufer warnen, dass die Online-Preise nicht immer mit den Preisen im Laden übereinstimmen.

Die Köder-Taktik: billige Eigenmarke, teure Markenware

Die häufigste Diagnose lautet: Eigenmarken als Köder. Hacendado funktioniere als Magnet, der mit aggressiven Preisen bei Grundprodukten Kunden anlockt, während die Marge bei den klassischen Marken in die Höhe schießt. Ein Käufer fasst es in ein Bild: Die Polizei stürmt ein Lokal wegen illegalen Glücksspiels und Drogen und findet bei der Durchsuchung des Kellers die eigentliche kriminelle Aktivität – einen Supermarkt. Die Ironie zielt auf das gesamte Geschäftsmodell.

Die Verteidiger des Modells antworten mit Daten. Sie führen an, dass einige Produkte seit Jahren eingefroren oder rückläufig sind: Das Dreierpack Baguettes sank von 1,20 € auf 1,10 €, das 820-Gramm-Toastbrot ging 2008 von 1,15 € auf 0,99 € zurück und blieb dort, Milch ist seit 2008 um etwa zehn Cent pro Liter gefallen, und das Zwei-Kilo-Katzenfutter kostet seit jeher 1,99 €. Die Gegenantwort kommt schnell: Brot, Milch und Wasser sind Lockprodukte, die fast zum Selbstkostenpreis verkauft werden, um Kunden anzuziehen, und ihre Preise sind bei fast allen Ketten ähnlich. Die Diskussion bleibt genau dort hängen: Sind diese eingefrorenen Preise eine Preispolitik oder eine Schaufensterdekoration?

Die wahren Kosten des Einkaufs: Die Rechnung steigt, ohne dass sich die Liste ändert

Das Argument mit dem größten Gewicht betrifft nicht ein einzelnes Produkt, sondern den ganzen Einkaufswagen. Ein Kunde mit festen Gewohnheiten rechnet vor, dass er vor fünf Jahren seinen Einkauf für zwischen 90 und 100 Euro voll bekam und heute nicht unter 120 bis 150 Euro hinauskommt. Gleiche Familie, gleiche Produkte, gleiche Stadt. Der Anstieg lässt sich nicht durch veränderte Gewohnheiten erklären.

Darauf antworten die treuesten Mercadona-Kunden, dass die Eigenmarke nach wie vor die günstigste sei und wer Handelsmarken wolle, solle woanders einkaufen. Das Problem: Die meisten Haushalte kaufen nicht nur Eigenmarken, und genau dort fällt der Unterschied auf. In Asturien ist Mercadona laut den zitierten Studien der teuerste Supermarkt – und das nicht knapp.

Die Nähe als stille Steuer

Es gibt einen Faktor, den kein Preisvergleich erfasst: die Entfernung. Carrefour und Alcampo sind günstiger, aber man braucht ein Auto. Mercadona, Día und die Supermärkte im Viertel sind zu Fuß erreichbar. Die Ersparnis von vier oder fünf Euro auf der Rechnung frisst das Benzin auf. Der praktische Schluss, den mehr als einer zieht: Man kann nicht alles in einem einzigen Supermarkt einkaufen, ohne irgendwo zu viel zu zahlen – entweder beim Preis oder bei der Anfahrt.

Auch das Format täuscht. Ein Carrefour Market ist kein großer Carrefour: Sortiment, Aktionen und sogar die Akzeptanz der Karte ändern sich. Ein Express ist noch einmal etwas anderes. Der Name ist derselbe, das Erlebnis und die Preise nicht.

Am Ende bleibt die übliche Frage ohne endgültige Antwort: Wenn Mercadona bei allem, was es nicht selbst herstellt, teurer ist – warum ist es dann trotzdem immer voll?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (33 Antworten).

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