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OCU-Preisvergleich: Mercadona verpasst die Sparsamsten Supermärkte Spaniens
Die spanische Verbraucherorganisation OCU kürt Alcampo, Lidl, Gadis Hiper und Carrefour zu den günstigsten Anbietern bei Eigenmarken – Mercadona schafft es nicht in die Liste.
OCU-Preisvergleich: Mercadona verpasst die Sparsamsten Supermärkte Spaniens
Die spanische Verbraucherorganisation OCU erstellt jedes Jahr zwei Einkaufskörbe und vergleicht die Preise in 1.194 Geschäften in ganz Spanien. Beim Standardkorb mit 156 Produkten führender Marken sind die günstigsten Supermercados Dani, Familia, Sangüi, Bon Áren und Alcampo. Beim Wirtschaftskorb mit 83 Eigenmarken-Artikeln setzen sich Alcampo, Lidl, Gadis Hiper und Carrefour durch. Mercadona taucht in keinem der beiden auf. Ausgerechnet dort, wo das Unternehmen von Juan Roig seine Stärke sah – die billige Eigenmarke –, stützt die Statistik es nicht.
Was die OCU misst und warum Mercadona nicht auftaucht
Die OCU trennt zwei Listen. Die erste, der Standardkorb, umfasst Produkte führender Marken und fasst frische Waren in einer gemeinsamen Kategorie zusammen. Die zweite, der Wirtschaftskorb, enthält die 83 günstigsten Artikel jedes Geschäfts, meist Eigenmarken. Genau dort wollte Mercadona sich einst als Marktführer feiern lassen. Die verfügbaren Daten zeigen das Gegenteil: Alcampo, Lidl, Gadis Hiper und Carrefour schlagen es.
Die Ketten-Rangliste des Standardkorbs führen die Supermercados Dani mit Filialen in Granada, Málaga, Almería und Jaén an, gefolgt von Familia, Sangüi, Bon Áren und Alcampo. Am anderen Ende führt Sánchez Romero beide Teuer-Kategorien an, wobei sein Madrider Geschäft am teuersten ist. Ercoreca und El Corte Inglés folgen im Standardkorb, Sorli Discau im Wirtschaftskorb.
Die Geschichte der Preiserhöhung
In der Wahrnehmung wiederholt sich der Vorwurf: Der Mercadona-Einkauf ist teurer geworden. Manche beziffern die Preiserhöhungen auf bis zu 15 % bei einzelnen Produkten und nennen die Naturmuscheln, die von 1 auf 1,15 Euro gestiegen sein sollen, oder Hackfleisch jenseits der 2 Euro. Auch von einem veränderten Geschmack bei Langostinos-Wurst und verpacktem Hackfleisch ist die Rede. Das sind Einzelberichte, keine offiziellen Zahlen, aber sie zeichnen das Bild eines Wagens, der sich laut mehreren Erzählungen in wenigen Monaten von 50 auf 80 Euro verteuert hat.
Der Vergleich mit der Konkurrenz zeigt sich bei konkreten Produkten. Eine Zwei-Liter-Flasche Mineralwasser kostet laut den kursierenden Preisen 0,42 Euro bei Mercadona und 0,27 bei Lidl. Bei Milch liegt die Mercadona-Eigenmarke bei rund 56 Cent pro Liter, eine Handelsmarke bei 80. Haferflocken (500 g) gibt es bei El Corte Inglés für 1,10 Euro, bei anderen Ketten für 1,40.
Der versteckte Preis des Billigkaufs
Das Argument, das Mercadona trägt, ist nicht der Einzelpreis, sondern die Endsumme. Immer wieder heißt es: Wer bei Lidl oder Alcampo Lebensmittel kaufen will, geht mit Bier, Schokolade und Wochenangeboten hinaus, die niemand gebraucht hat. Der günstigste Supermarkt sei der, der nicht verführt. Dazu kommt die Logistik: große Märkte abseits des Zentrums, eine Stunde Einkauf plus Benzin, gegenüber einem Stadtteilgeschäft, das sich schneller durchlaufen lässt.
Die Qualität ist die zweite Front. Die einen halten die Mercadona-Eigenmarke bei 95 % der Produkte für gelungen, andere antworten, die Frischware – Fleisch, Fisch und Obst – sei mittelmäßig und gehöre auf den Markt oder ins Fachgeschäft. Der Vergleich mit der DIA-Eigenmarke geht meist zugunsten von Hacendado aus, allerdings mit Einschränkungen: Die Schokoladen und einige Milchprodukte von DIA gelten als besser.
Wo der Wagen am teuersten wird
Die Studie ordnet auch die Städte. Am günstigsten für den gesamten Korb sind Córdoba, Vigo, Granada, Murcia, Pontevedra, Palencia und A Coruña. Am teuersten: Pamplona, die baskischen Städte – außer Vitoria – und die der Kanarischen Inseln. Dass die Preise im selben Land je nach Postleitzahl so stark variieren, ist für eine Familie mit wöchentlichem Einkauf kein Detail.
Wie viel zählt der Preis bei der Entscheidung, wo man einkauft – und wie viel die Gewohnheit, ein Geschäft zwei Minuten von zu Hause zu haben?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (47 Antworten).
Die Fertiggerichte von El Corte Inglés übertreffen Mercadona deutlich in Qualität, doch die hohen Preise machen den Kauf nur für bestimmte Produkte sinnvoll.
Kirschrot gilt als "zu auffällig" für alle, die einen Mondeo suchen; der Markt tendiert zu Grau- und Blautönen, ein V70 von 2006 mit 250.000 km wird für 4.500 Euro angeboten
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