Drei valencianische Unternehmer sterben bei Flutkatastrophe

Vicente Tarancón, Miguel Burdeos und José Luis Marín starben nach einem Mittagessen in Chiva während der verheerenden DANA-Flut.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Drei valencianische Unternehmer sterben bei DANA-Flut nach Mittagessen in Chiva

Die DANA-Sturmflut, die die Provinz Valencia verwüstete, hat drei prominenten Persönlichkeiten der lokalen Wirtschaft das Leben gekostet. Vicente Tarancón, CEO des Sportbekleidungsunternehmens Luanvi; Miguel Burdeos Baño, Gründer und Präsident von SPB — ein Lieferant für Mercadona unter den Marken Bosque Verde und Deliplus — sowie José Luis Marín, Eigentümer der Mas-Camarena-Schulen, wurden tot aufgefunden, nachdem sie am Nachmittag des 29. Oktober verschwunden waren, als sie mit dem Auto von einem Geschäftsessen im Restaurant La Orza de Ángel in Chiva zurückkehrten. Die Leichen wurden in einer der am stärksten von Sturzfluten betroffenen Gemeinden geborgen, obwohl die genauen Umstände nicht bekannt gegeben wurden.

Wer waren die Opfer?

Burdeos, 74 Jahre alt, leitete SPB, ein Chemieunternehmen, das Reinigungsprodukte über die bekannten Eigenmarken von Mercadona verkauft. Das Unternehmen bestätigte seinen Tod "infolge der verheerenden Auswirkungen der DANA" und beschrieb ihn als "eine prominente Figur in der chemischen Industrie und der Branche für Reinigungsprodukte". Tarancón führte Luanvi, eine Sportbekleidungsmarke, die in verschiedenen Teams und Verbänden vertreten ist. Marín besaß die Mas-Camarena-Schulen, eine private Institution, die ihr Internationales Abitur zum Preis von 9.500 Euro pro Semester bewirbt.

Zum Mittagessen war auch der ehemalige Generaldirektor von EDEM, Antonio Noblejas, erschienen. Familien datieren das Verschwinden auf etwa 17:55 Uhr am Dienstag, den 29. Oktober, als die Gruppe mit dem Auto von Chiva zurückfuhr.

Eigenmarkengeschäft und Elitebildung

SPB ist ein wichtiger Glied in der Lieferkette von Mercadona, dem führenden Einzelhändler Spaniens. Bosque Verde und Deliplus sind zwei seiner am weitesten verbreiteten Haushaltsmarken. Sein Tod bringt Unsicherheit hinsichtlich der Geschäftskontinuität für diese familiengeführte Gruppe, die Hunderte Millionen Umsatz generiert. Am anderen Ende des Spektrums steht Mas Camarena, das hochwertige private Bildung in der Valencianischen Gemeinschaft repräsentiert und ein Modell des Internationalen Abiturs mit jährlichen Gebühren im fünfstelligen Bereich bietet.

Das Profil der Opfer — Führungskräfte, Eigentümer, Unternehmer — hat die anschließende öffentliche Diskussion geprägt. Einige argumentieren, dass die Tragödie erst dann an Bedeutung gewann, als die Toten nicht mehr anonym waren. Andere entgegnen, dass die DANA keine sozialen Unterschiede macht und die Gesamtzahl der Todesopfer jeder elitären Interpretation widerspricht.

Politischer Streit um Verantwortung

Die Debatte über das Krisenmanagement ist zu einem Schlachtfeld zwischen zwei Erzählungen geworden. Eine Fraktion schiebt die gesamte Verantwortung auf die Regionalregierung unter Carlos Mazón und wirft ihr eine verspätete Reaktion vor: Mobilfunkwarnungen kamen, als das Wasser bereits Autos in Dutzenden von Gemeinden wegspülte. Die andere Fraktion verteilt die Schuld zwischen der Generalitat (Regionalregierung) und der Zentralregierung von Pedro Sánchez und wirft ihnen vor, die UME (Militärische Katastropheneinheit) nicht eingesetzt oder das Kommando erst am dritten Tag übernommen zu haben.

Technische Argumente stehen sich ebenfalls gegenüber. Es wird behauptet, dass die Konföderation des hydrografischen Gebiets des Júcar die Daten zu den Wassermengen besitzt und die Regionalregierung sich auf diese Informationen für präzise Warnungen verlassen musste. Als Antwort darauf erklären Kritiker, dass der Staat jederzeit eingreifen kann und die UME ab der ersten Minute bereit war, was die Frage aufwirft, warum ihre Hilfe nicht in der Nacht der Katastrophe angefordert wurde.



Diskussionen über Zuständigkeiten und Protokolle werden fortgesetzt, während Gerichte erste Ermittlungen einleiten. Was unbestreitbar ist, ist das Ergebnis: Drei Geschäftsleute, die an einem Dienstagmorgen in Chiva zu Mittag aßen und noch am selben Nachmittag zu drei weiteren Leichen in einer Liste wurden, die weiter wächst.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (133 Antworten).

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