Drei spanische Soldaten sterben bei Eiskalt-Training

Drei Soldaten starben bei einer Übung im eiskalten Wasser in Córdoba, Spanien. Hypothermie und Ertrinken forderten Todesopfer unter Sicherheitsbedenken.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Drei spanische Soldaten sterben bei Eiskalt-Training
Drei spanische Soldaten sterben bei Eiskalt-Training

Drei Angehörige des Militärs sind während einer Ausbildungsübung gestorben, die das Durchqueren eines Gewässers bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt umfasste, wie aus den vorliegenden Daten hervorgeht. Einer starb an einem Herz-Kreislauf-Stillstand infolge von Hypothermie, ein anderer wurde ertrunken im Stausee aufgefunden, und ein dritter, ein Unteroffizier, der versuchte, seine Kameraden zu retten, galt zum Zeitpunkt dieses Berichts noch als vermisst im Schlamm. Die Suche nach den Leichen fand nur wenige Tage vor Weihnachten statt, was für die Familien eine unerträgliche zusätzliche Last des Schmerzes bedeutet.

Der Vorfall hat eine Debatte wieder entfacht, die in Spanien regelmäßig aufflammt: Wie weit darf militärische Ausbildung gehen, bevor sie zur Fahrlässigkeit wird? Laut übereinstimmenden Berichten stammte der Befehl von einem Vorgesetzten, der beschloss, eine Gruppe von Rekruten in einen zugefrorenen See zu schicken, um sie abzuhärten. Die Frage lautet nun: Wer trägt die Verantwortung für drei Särge?

Was über die Übung im zugefrorenen See bekannt ist

Das Durchqueren eines Gewässers bei extremen Temperaturen ist im militärischen Umfeld nicht unbekannt. Armeen in verschiedenen Ländern nutzen dies als Teil ihrer Überlebens- und Kälteresistenz-Ausbildung. Technische Analysen weisen darauf hin, dass der Unterschied im Protokoll liegt: Sicherheitsmaßnahmen, Rettungsmittel, vorbereitetes Sanitätspersonal und eine schrittweise Anpassung an die Kälte. Nichts davon scheint in diesem Fall vorhanden gewesen zu sein.

Die Soldaten waren keine Berufssoldaten. Es waren junge Männer, die ihre Grundausbildung abschlossen, ohne die körperliche Vorbereitung oder Akklimatisierung, die solche Tests erfordern. Einer der Toten war ein Unteroffizier, der ins Wasser ging, um seine Kollegen zu retten. Dieses Detail der improvisierten Rettung sagt viel über die mangelnde Voraussicht der Übung aus: Wenn es ein professionelles Rettungsteam gegeben hätte, hätte der Unteroffizier nicht sein Leben riskieren müssen.

Kälte lässt sich nicht durch Willenskraft ertragen: Fakten zur Physiologie

Im militärischen Imaginären und in bestimmten Fitness-Umgebungen herrscht die verbreitete Vorstellung, dass man Kälte durch Willenskraft aushält. Die Physiologie sagt etwas anderes. Der menschliche Körper verliert bei Tauchgängen in Wasser mit wenigen Graden Celsius pogre Temperatur, und dieser Verlust hängt nicht vom Charakter oder der Sarracena ab. Hypothermie ist ein physikalischer Prozess, kein Geistestest.

Eine gewisse Kälteakklimatisierung existiert zwar, entwickelt sich aber nur durch wiederholte und kontrollierte Exposition über Wochen oder Monate hinweg. Ein einmaliges Untertauchen ohne vorherige Vorbereitung härtet nicht ab; es tötet. In diesem Fall, mit Kampfrucksäcken, ohne feuchtigkeitsableitende Kleidung und bei Wassertemperaturen, die möglicherweise bei vier Grad Celsius liegen, war der Spielraum für Fehler praktisch null.

Wer haftet für drei Tote bei einer Übung

Die Kette der Verantwortlichkeit ist der unbequemste Punkt. Im Militär gelten Befehle als rechtmäßig, und Disziplin verlangt Gehorsam. Aber wenn ein Befehl drei Tote zur Folge hat, ist die Frage nicht mehr militärischer Natur, sondern strafrechtlicher. Wer hat die Übung entworfen? Wer hat das Durchqueren genehmigt? Welche Risikobewertung wurde durchgeführt? War Sanitätspersonal vor Ort?

Antworten auf diese Fragen finden sich nicht im verfügbaren Material. Klar ist jedoch das Gefühl, das viele Analysten teilen, dass solche Übungen zu oft improvisiert werden. Ausbildungspläne folgen nicht immer schriftlichen Protokollen mit definierten Zielen und überprüften Sicherheitsmaßnahmen. Manchmal, so argumentieren Kenner der Materie, hängt es davon ab, was dem jeweiligen Vorgesetzten an diesem Tag einfällt.

Armeen, die für Kälte trainieren, und jene, die es nicht sollten

Ein Elitekorps ist nicht dasselbe wie eine konventionelle Infanteriekompanie. Spezialeinheiten trainieren monatelang für Operationen unter extremen Bedingungen, mit qualifizierten Ausbildern, spezieller Ausrüstung und ständig überprüften Sicherheitsprotokollen. Ein Rekrut hat damit nichts zu tun. Von ihm das gleiche Maß an Belastung zu verlangen, ist zumindest waghalsig.

Vergleiche mit anderen Armeen tauchen ebenfalls in der Analyse auf. In nordeuropäischen Ländern wird die Kälteexposition schrittweise von Kindheit an trainiert, mit einer Kultur der Anpassung, die Generationen umfasst. In Spanien eine Gruppe Rekruten im Dezember ohne Vorbereitung in einen zugefrorenen See zu schicken, ist keine Abhärtung; es ist Russisches Roulette mit Leben, die einem nicht gehören.

Hypothermie in Córdoba: Wenn das Klima keinen Schutz bietet

Es gibt die vorgefasste Meinung, dass es im Süden Spaniens nicht kalt genug sei, um tödlich zu wirken. Das ist falsch. Die Wintertemperaturen in Gebieten von Córdoba können genauso niedrig sein wie in Burgos oder León, und das Wasser eines Stausees im Dezember liegt weit unter dem, was der menschliche Körper ohne Schutz toleriert. Hypothermie respektiert weder Provinzen noch Klischees.

Wasser kühlt zwanzig bis fünfundzwanzig Mal schneller ab als Luft. Das bedeutet, dass ein Untertauchen von Minuten tödlich sein kann. Wenn nasse Kleidung, ein Rucksack und die Unmöglichkeit, sich zu trocknen und aufzuwärmen, hinzukommen, ist das Ergebnis unvermeidlich. Es bedurfte keiner Expertise in Physiologie, um dies vorherzusehen.

Wie geht es weiter mit den Verantwortlichen

Die Ermittlungen werden klären, ob Fahrlässigkeit, Leichtsinn oder einfache Inkompetenz vorlag. Im militärischen Bereich sind disziplinarische und strafrechtliche Verfahren langsam und intransparent. Die Zivilgesellschaft erfährt selten das Ergebnis. Was jedoch deutlich wird, ist der Schmerz dreier Familien, die Weihnachten mit einer Leere begegnen, die posthume Ehrungen nicht füllen können.

Die zugrunde liegende Diskussion ist breiter: Warum bildet man eine Armee aus? Um ein Land zu verteidigen oder um zu beweisen, dass man alles erträgt? Die Antwort ist nicht rhetorisch. Jedes Jahr entscheidet irgendwo in einer Kaserne jemand, dass Leid eine Form der Ausbildung ist. Und regelmäßig endet diese Entscheidung in einem Sarg.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (106 Antworten).

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