Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Virale Rechnung taxiert somalischen Migranten auf 1,2 Mio. Euro
Eine unverifizierte Berechnung beziffert die Fiskalkosten eines somalischen Migranten in den Niederlanden auf 1,2 Millionen Euro.
Die Fiskalkosten eines somalischen Migranten: 1,2 Millionen Euro
Eine in sozialen Medien kursierende Berechnung schätzt die netto-fiskalischen Kosten eines somalischen Migranten in den Niederlanden über dessen Lebenszeit auf 1,2 Millionen Euro. Die Zahl, präsentiert als Ergebnis einer Studie zur Bilanz zwischen gezahlten Steuern und empfangenen Leistungen, hat eine Sturm der Reaktionen ausgelöst: Manche sehen darin den Beweis, dass Niedriglohn-Einwanderung ein wirtschaftliches Hindernis ist, während andere sie als statistische Manipulation ohne methodische Grundlage betrachten. Der Originaldatensatz wird nicht mit einer überprüfbaren Quelle zitiert, doch seine Ansteckungskraft ist unbestreitbar.
Ursprung der Daten und fehlende Nachvollziehbarkeit
Der Ausgangspunkt ist eine Tabelle, die den netto-fiskalischen Effekt verschiedener ethnischer Gruppen in den Niederlanden vergleicht. Laut dieser Tabelle hätten gebürtige Niederländer einen positiven Saldo, während Somalier einen negativen Saldo von 1,2 Millionen Euro pro Person über ihr gesamtes Leben aufweisen würden. Es werden weder der Referenzzeitraum, noch die erstellende Institution oder die angewandte Methodik spezifiziert. Es wird auch nicht zwischen direkten Kosten (Leistungen, Gesundheit, Bildung) und indirekten Kosten (Sicherheit, Justiz, Verteidigung) unterschieden.
Die Berechnung stützt sich auf eine einfache Extrapolation: Wenn ein Einwanderer im Durchschnitt 30.000 Euro jährlich für Dienstleistungen und Transferzahlungen über 40 Jahre erhält, summiert sich dies auf 1,2 Millionen Euro. Einige Nachrichten fügen die Opportunitätskosten hinzu: Eine Anlage dieses Geldes mit 6 % Zinsen würde monatlich 6.000 Euro Einkommen generieren, ohne das Kapital zu verbrauchen. So präsentiert, hat die Zahl eine hypnotische Wirkung. Aber niemand in der Diskussion liefert das Originaldokument.
Gegenargument: 1,2 Millionen entsprechen dem Gehalt eines Beamten über ein ganzes Berufsleben
Die am häufigsten wiederholte Entgegnung hinterfragt die Größenordnung. 1,2 Millionen Euro entsprechen der Zahlung eines Beamtengehalts der Gruppe C1-B1 über ein vollständiges Berufsleben. Das bedeutet, die Berechnung weist jedem somalischen Migranten Kosten zu, die äquivalent sind zur Finanzierung einer Person in der Verwaltung über vier Jahrzehnte. Für Kritiker ist dies kein Faktum, sondern eine Übertreibung, die jede seriöse Analyse ad absurdum führt.
Es wird auch argumentiert, dass die tatsächlichen Kosten für die Unterbringung einer Person in einem Notfallzentrum selten 1.000 Euro monatlich überschreiten, und der Rest bis zu 5.000 Euro von Vermittlern verteilt wird: Nichtregierungsorganisationen, Dienstleistungsunternehmen und Verwaltungsstrukturen. Der Verdacht, dass das Geschäft nicht die Aufnahme selbst ist, sondern das Management der Aufnahme, durchzieht viele Beiträge. In diesem Rahmen wäre der Migrant die Ausrede, nicht der Begünstigte.
Internationale Vergleiche: Dänemark und das dänische Präzedenzfall
Mehrere Nachrichten erwähnen, dass Dänemark bereits eine ähnliche Studie mit ähnlichen Schlussfolgerungen durchgeführt hat: Einwanderer afrikanischer und muslimischer Herkunft weisen demnach über ihr Leben hinweg eine negative fiskalische Bilanz auf. Die dänischen Daten werden als Bestätigung angeführt, dass das Phänomen nicht auf die Niederlande beschränkt ist. Auch wird auf ein europäisches Diagramm verwiesen, in dem Afrikaner in allen Altersgruppen ein negatives Saldo aufweisen.
Der Vergleich mit Dänemark stärkt die These der Nettokosten, löst aber nicht die Schlüsselfrage: Handelt es sich um einen Effekt der Immigration an sich oder um strukturelle Bedingungen des Arbeitsmarktes und des Zugangs zum Wohnraum? Hier spaltet sich die Diskussion. Manche sehen ein unausweichliches ökonomisches Gesetz; andere einen Integrationsfehler, der durch andere Politiken korrigierbar wäre.
Hintergrund: Wohnraum, Löhne und das Aufnahmegeschäft
Jenseits der Berechnung driftet die Debatte zu konkreten Konsequenzen. Der Druck auf den Wohnungsmarkt wird als das greifbarste Problem genannt: Ohne ausreichenden Bestand verteuert der Zuzug zusätzlicher Bevölkerung die Mieten und verdrängt einkommensschwächere Bewohner. Auch der Effekt auf Löhne wird angeführt: Die Konzentration von Arbeitnehmern in geringqualifizierten Berufen drückt die Vergütungen in diesen Segmenten.
Parallel dazu wird eine Ökonomie der Aufnahme beschrieben, an der Hotels, Dienstleistungsunternehmen und subventionierte Organisationen beteiligt sind. In diesem Schema ist der Migrant gleichzeitig Kostenfaktor für den Steuerzahler und Einnahmequelle für ein Netz von Vermittlern. Die daraus gezogene Schlussfolgerung lautet, dass das System perverse Anreize schafft: Je länger der Aufenthalt dauert, desto mehr rechnet das Geflecht ab.
Was lässt sich schlussfolgern?
Die Berechnung der 1,2 Millionen funktioniert wie ein Slogan, weil sie ein komplexes Phänomen auf eine runde Zahl reduziert. Ihre Stärke liegt nicht in der Präzision, sondern in der Fähigkeit, diffuses Unbehagen zu verdichten. Das Fehlen einer überprüfbaren Quelle hat nicht verhindert, dass die Zahl als Tatsache wiederholt wird. Und genau hier liegt das Problem: Wenn ein nicht nachvollziehbarer Datumsatz zum zentralen Argument wird, verschiebt sich die Debatte von der Migrationspolitik zum Zahlenkrieg.
Mit diesen Voraussetzungen ist vorhersehbar, dass die Berechnung weiter kursieren wird und Erwiderungen sowie Gegen-Erwiderungen auftauchen. Ob jemand das Originalstudie liefern wird, bleibt jedoch unklar. Bis dahin bleibt die Diskussion über die tatsächlichen Kosten der Immigration gefangen zwischen quellenlosen Daten und kontextlosen Anekdoten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (105 Antworten).
Die EU erwägt ein eigenes Linux-Betriebssystem für die öffentliche Verwaltung. Ein Entwurf, kein Plan: Kosten, Fedora-Herkunft und frühere Misserfolge im Check.
Ein Artikel der Zeitung El Mundo behauptet, junge Spanier zögen eine 'gute' Diktatur vor. Die Diskussion fragt, ob Spanien eine Demokratie oder Farce ist.
Ein Nutzer behauptet, Paare in Madrid mit weniger als 100.000 € Jahresbrutto hätten ein hartes Leben. Der Thread stellt dies den Durchschnittslöhnen gegenüber.