Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Doppelmoral bei Terrorismus: Carrero Blanco bis HIMARS
Ein Nutzer behauptet, das C4 für Carrero Blancos Ermordung 1973 war nur an vier Orten in Spanien verfügbar. Dies löst eine Debatte über doppelte Standards aus.
Von Carrero Blanco zu HIMARS: Wer definiert Terrorismus?
Carrero Blanco wurde 1973 mit C4 ermordet. Das ist die Tatsache. Die Kontroverse entzündet sich an einem technischen Detail eines Nutzers: Demnach war C4 in Spanien damals nur an vier Stützpunkten gelagert – Torrejón, Zaragoza, Morón und Rota. Daraus wird die Schlussfolgerung gezogen, dass Terrorismus stets Sponsoren hatte, deren Identität vom geopolitischen Lager abhing.
Die unbequeme These lautet: Misst man Terrorismus an den Toten, sind die Fakten eindeutig. Misst man ihn an der geopolitischen Ausrichtung, ist kaum jemand unschuldig. Die Liste der Verdächtigen geht weit über die ETA hinaus.
Welche Rolle spielen CIA und NATO bei der ETA?
Der Name Gladio taucht auf: die Rückzugsstrukturen, die die NATO während des Kalten Krieges in Europa unterhielt. Dass diese existierten, ist laut Thread keine Verschwörungstheorie, sondern durch europäische Parlamentskommissionen dokumentiert. Der Bezug zum spanischen Fall ist umstritten. Einige sehen Verbindungen zur ETA und dem Übergangsterorismus, andere werten dies als bloße Interessenkonvergenz ohne bewiesene direkte Links.
Als Beleg dient ein Zitat, das Adolfo Suárez zugeschrieben wird: „Ich weiß nicht, ob die ETA in Rubel oder Dollar bezahlt.“ Damit soll der Ex-Premierminister die Geldquelle infrage gestellt haben, ohne sich festzulegen. Im Thread wird zudem behauptet, die ETA habe in Dollar kassiert; Kanäle und Summen blieben jedoch stets unklar.
Warum befeuert der Ukraine-Krieg diese Debatte?
Das Muster wird auf die Ukraine übertragen. Befürworter der Doppelmoral-These kritisieren, dass die NATO heute Waffen und Operationen billigt, die sie gestern als Terrorismus verurteilte, wenn der Gegner sie ausführte. HIMARS, F-16-Kampfjets und politische Unterstützung für Kiew fallen darunter. Zelenskyjs Rede im Kongress, von Abgeordneten gefeiert, gilt als Beweis dafür, dass das Parlament die atlantistische Erzählung unkritisch übernimmt.
Dem halten einige entgegen, dass Russland der Aggressor sei und seine Bevölkerung historisch als „Kanonenfutter“ missbraucht habe.
Das wiederkehrende Muster
Auffällig ist die Symmetrie. Bei der ETA fragt man nach dem Sprengstoff-Lieferanten, in der Ukraine nach dem Waffenlieferanten. In beiden Fällen zählt laut Diskussionsteilnehmern nicht das Opfer, sondern die Flagge des Lieferanten. Manche sehen diesen Maßstab auch beim gegnerischen Terror angewandt, andere lehnen den Vergleich ab.
Die Diskussion endete in gegenseitigen Beschimpfungen und Vorwürfen, bezahlter Agenten zu sein. Die Qualität des Austauschs sank rapide. Der Kernpunkt blieb jedoch bestehen.
Der Ausgangspunkt ist irritierend: Ein Sprengstoff, der laut dieser Version 1973 in Spanien nur an vier Orten lagerte. Fünfzig Jahre später hat sich die Form der Debatte geändert, nicht aber ihr Wesen. Wer Terrorist und wer Freiheitskämpfer ist, wird laut Thread fernab der Gerichte entschieden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (313 Antworten).
Zum 50. Jahrestag des Attentats kehrt die These einer ausländischen Einmischung zurück: Kuba, die UdSSR und eine Atombombe, die Carrero Blanco nie besaß.
Der Oberste Gerichtshof bestätigte die Vaterschaft von Paqui Gento, die ein Inventar des Vermögens des Fußballers verlangt und die Anfechtung der Erbschaft vorbereitet.
Debatte um den F-35: 250 Mio. Euro pro Stück vs. 150 Mio. beim Eurofighter und nur 55% Einsatzbereitschaft. Ein Video einer misslungenen Manöveroperation befeuert die Diskussion.