Die hässlichsten Sturmgewehre: vom FAMAS bis zum HK G11

FAMAS, SA-80 und QBZ-95 führen die Liste der hässlichsten Sturmgewehre an; das Bullpup-Design ist dabei der Hauptkritikpunkt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die hässlichsten Sturmgewehre: Bullpup-Designs führen die Liste an

Das Gewehr, das am häufigsten in Schönheitswettbewerben landet, ist auch das seltsamste von allen. Das HK G11, ein deutscher Prototyp, der für viele wie aus einem Science-Fiction-Film wirkte, schließt die meisten Rankings ab. Das Muster wiederholt sich: Fast alle Kandidaten teilen die gleiche Konfiguration, das Bullpup-Design, bei dem das Magazin hinter dem Abzug liegt. Für die einen hässlich, für die anderen einzigartig. Bei Sturmgewehren gibt es nur wenige Designs, die einen so unmittelbaren Ablehnungseffekt auslösen.

Was ist ein Bullpup-Gewehr und warum gilt es als hässlich?

Die Bullpup-Konfiguration verlagert den Mechanismus und das Magazin in den Schaft, also hinter den Abzug. Der Gewinn ist rein geometrischer Natur: die Gesamtlänge der Waffe wird reduziert, ohne die Lauflänge zu opfern. Mehr Lauf bei weniger Waffe bedeutet mehr Präzision und eine komfortablere Handhabung in engen Räumen. Im urbanen Kampf, von Haus zu Haus, ist dieses Detail nicht unerheblich: Die Waffe ist in Fluren und Zimmern weniger sperrig.

Der Preis dafür wird in drei konkreten Punkten gezahlt. Das Behalten des Ziels beim Magazinwechsel ist unhandlich, da es die Körperhaltung verändert. Die Gasentweichung erfolgt nah am Gesicht. Und der Schwerpunkt verlagert sich nach hinten, was die Waffe schwerer kontrollierbar macht. Ein viertes Problem wird fast nie erwähnt: die Hülsenauswürfe erfolgen gefährlich nah am Gesicht, besonders für Linksschützen.

Einige entgegnen, dass dieser Mangel durch Training behoben werden kann. Der Magazinwechsel kann trainiert werden, und der linearere Rückstoß ermöglicht eine schnelle Abfolge von Schüssen, ohne dass der Lauf nach oben springt. Bei einer konventionellen Maschinenpistole hingegen sei der zweite Schuss oft weit vom ersten entfernt.

FAMAS, SA-80 und QBZ-95: die Bullpup-Schwarze Liste

Drei Namen führen jede Liste hässlicher Gewehre an: das französische FAMAS, das chinesische QBZ-95 und das britische SA-80. Alle drei teilen die gleiche Silhouette und die gleiche Kritik. Das FAMAS wird am häufigsten kritisiert, oft verbunden mit Vergleichen zu seinem Herkunftsland.

Das SA-80 fügt der Hässlichkeit ein Zuverlässigkeitsproblem hinzu. Die Waffe musste von Heckler & Koch umgebaut werden, um Mindestqualitätsstandards zu erfüllen. Es war kein konzeptioneller Fehler: Die L-Prototypen hatten die Evaluierung der Royal Marines mit Bravour bestanden, doch das Desaster kam mit der drastischen Materialeinsparung bei der Serienproduktion. Wer wählen kann, wählt etwas anderes: Es heißt, dass französische Truppen bei ihrem Rückzug aus Mali mit M4 ausgestattet waren.

Innerhalb der Bullpup-Kategorie gibt es eine Ausnahme. Das österreichische Steyr AUG entgeht dem Urteil und wird sogar gelobt, vor allem wegen seines Laufindustrie-Systems. Auch das ukrainische Malyuk bleibt verschont. Außerhalb der Sturmgewehre trägt die Uzi den Titel der hässlichsten Maschinenpistole, die laut manchen Kritikern direkt verboten gehören sollte.

AK-47 und AKM: Hässlichkeit, die besser verkauft als Design

Gegen diese Ästhetik verteidigt sich das AK-47 auf einem anderen Gebiet: Es ist das meistverkaufte und am häufigsten eingesetzte Gewehr der Geschichte. Niemand kauft es wegen seiner Linienführung. Man schreibt ihm eine außergewöhnliche Funktionalität zu, eine Allround-Fähigkeit, die Staub, Schlamm und Rost trotzt. Die Variante, die tatsächlich dominiert, ist nicht die originale, sondern die AKM; der technische Hauptunterschied liegt im Kaliber. Das AK-47 nutzt 7,62 und das AK-74 nutzt 5,45.

Die Diskussion über das Aussehen stößt immer an dieselbe Wand: Bei einer Dienstwaffe ist das Design das Letzte, was zählt. Es gibt unzählige Modelle, die auf dem FAL basieren – kantig und charakterlos –, die weder Bewunderung noch Ablehnung erzeugen. Sie sind unscheinbar. Und das ist bei einem Gewehr fast schon eine Tugend.

Warum kehrt man zum 7,62-Kaliber zurück?

Unter dem ästhetischen Streit liegt eine andere Diskussion: die des Projektils. Diejenigen, die 5,56 oder 5,45 verteidigen, führen konkrete Vorteile auf: weniger Gewicht, weniger Rückstoß, höhere Mündungsgeschwindigkeit, weniger Mündungsfeuer und Rauch, weniger Erhitzung des Laufs im Automatikmodus und ein geringerer Preis pro Schuss. Theoretisch ist die Durchschlagskraft das einzige Feld, in dem das 7,62 gewinnt. Wer mit beiden Kalibern auf ein Auto geschossen hat, behauptet, dass das größere das Fahrzeug durchschlägt, während beim kleineren der Unterschied rein theoretisch bleibt.

Die Rückkehr zu größeren Kalibern hat eine materielle Erklärung. Mit zunehmendem Schutz der Infanterie wird ein größeres Kaliber benötigt. Die USA arbeiten bereits am 6,8er, einem Mittelweg zwischen 5,56 und 7,62. Das Cetme C illustriert den umgekehrten Weg: Eine übermäßig präzise und kraftvolle, wenn auch schwere Waffe, die dafür berühmt ist, selbst nach dem Auftauchen aus einem Schlammloch noch zu funktionieren, aber mit Qualitätsproblemen in der Massenproduktion zu kämpfen hat, bis hin zum Reißen des Laufs.

Vom Gustloff Volkssturmgewehr zum XM29: Sackgassen-Prototypen

Die Geschichte der hässlichen Gewehre hat ihr eigenes Museum. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs suchten die Deutschen ein gutes, schönes und günstiges Gewehr, um die Volkssturm-Milizen auszurüsten. Das Gustloff Volkssturmgewehr war einer dieser Versuche. Jahrzehnte später folgte die XM-Serie von Heckler & Koch mit dem XM29 OICW an der Spitze: ein Wirrwarr aus Systemen mit nur einem Abzug für alles. Es wurde abgebrochen, und es gab wenig Bedauern.

Angesichts dieses Hintergrunds ist die Frage nicht, welches Gewehr das hässlichste ist. Die Frage ist, ob sich jemals jemand eine Dienstwaffe wegen ihrer Ästhetik ausgesucht hat. Die Antwort scheint offensichtlich. Und dennoch bleibt das FAMAS das Gewehr, das niemand zweimal ansehen möchte.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (102 Antworten).

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