Die härteste Droge ist das Existieren – hier der Grund

Eine verbreitete Botschaft behauptet, das Begehren sei von außen auferlegt und die Nichtexistenz sei gratis. Schlaf und Vergessen gelten als Beweis, dass ein kontinuierliches Dasein unerträglich ist.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Botschaft behauptet, das Begehren sei nicht eigen, sondern auferlegt, dass die Jagd nach seiner Befriedigung wie das Erreichen des Horizonts sei, und dass die Nichtexistenz im Vergleich zu den Kosten des Existierens gratis ist. Klargestellt wird: Es geht nicht um Suizid, sondern darum, noch zu Lebzeiten zu begreifen, was das wahre Gut ist.

Es gibt eine Denkströmung, die seit Jahrhunderten dasselbe in anderen Worten sagt: Das Problem ist nicht das Leben, sondern das vom Begehren zerrissene Leben. Der Text, der da umgeht, stellt es ohne Betäubung dar. Er sagt, die Existenz sei eine Tyrannei, das Begehren sei uns aufgezwungen worden, und die Jagd nach seiner Befriedigung sei wie der Versuch, den Horizont zu erreichen. Es geht nicht.

## Das Begehren als fremde Auferlegung
Der Kerngedanke ist, dass wir uns als Herren eines Begehrens wähnen, das in Wirklichkeit von außen kommt. Mit **14 Jahren**, so der Text, fällt der Startschuss, und alle machen sich auf die Suche nach einem Kratzer. Manche geben sogar an, stolz darauf zu sein, und so verlängert sich die Vorstellung ein Leben lang. Die Existenz ist extrem teuer: Man muss hart rudern, um sie in einem stürmischen Meer über Wasser zu halten. Die Nichtexistenz dagegen ist gratis.

## Der Schlaf als Beweis, dass kontinuierliche Existenz unerträglich ist
Das irdischste Argument der Botschaft ist der Schlaf. Jede Nacht erleben wir ihn am tiefsten Grund, und niemand würde eine kontinuierliche Existenz aushalten, weil sie unerträglich ist. Deshalb ist Nichtschlafen unerträglich. Vergessen ist unvermeidlich. Das wäre die wahre Herrlichkeit: das vollständige Vergessen eines elenden Zustands aufgezwungener Bedürftigkeit. Vor all dem kannten wir nach dem Text weder Hunger noch Durst, weder Schmerz noch Lust, weder Terror noch Krankheit, noch den Tod.

## Befreiung ohne Suizid
Der Text nimmt sich ausdrücklich heraus: Es geht nicht um Suizid, sondern darum, noch zu Lebzeiten zu begreifen, was unser wahres Gut ist. Das nennt er die große Verschleierung durch Maya, Matrix oder wie man diesen Zustand der Tyrannei der Begierden auch nennen will. Die Weisen suchten ausnahmslos die Befreiung. Die Frage, mit der er schließt, fasst es zusammen: Wenn wir das alles nicht kannten, was fehlte uns dann?

Diese Ideen sollte man nehmen, was sie sind: eine persönliche philosophische Reflexion und kein Lebensrat. Wenn die Angst vor dem Begehren oder vor der eigenen Existenz zu schwer wird, ist es vernünftig, mit einer Fachkraft für psychische Gesundheit zu sprechen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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