Die Falle beim Wechsel vom spanischen TUR-Tarif zum Iberdrola-Freimarkt

Ein Nutzer berichtet, dass Iberdrola beim Thema tatsächlicher Verbrauch den Wechsel vom TUR-Tarif zu Iberdrola Generación empfiehlt. Laut seiner Analyse fällt der Rabatt von 10 % auf…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Falle beim Wechsel vom spanischen TUR-Tarif zum Iberdrola-Freimarkt
Die Falle beim Wechsel vom spanischen TUR-Tarif zum Iberdrola-Freimarkt

Warum ruft ein Stromunternehmen ausgerechnet dann an, wenn die Rechnung von geschätztem auf tatsächlichen Verbrauch umgestellt wird? Die kurze Antwort: Weil sich damit Geld verdienen lässt. Die Warnung, die kursiert, ist konkret. Wenn Kunden nach ihrem tatsächlichen Verbrauch fragen, empfiehlt Iberdrola, den Vertrag vom Tarifa de Último Recurso (TUR, der regulierte spanische Letztversorgungstarif) auf einen neuen Freimarktvertrag der Marke Iberdrola Generación umzustellen. Der Wechsel wird als Verbesserung dargestellt. In der Praxis ist es laut der kursierenden Analyse eine Verlagerung von gebundenen Kunden in ein Terrain, in dem der Kilowattstundenpreis vom Anbieter festgelegt wird.

Was sich beim Wechsel vom TUR zum Freimarkt ändert

Das offizielle Argument sind Rabatte. Der einzige echte Rabatt im Freimarkt sind **10 % auf den festen Leistungspreis**, eine Zahl, die gegen das, was auf der anderen Waagschale liegt, nicht ausreicht. Denn im Freimarkt legt der Anbieter den Kilowattstundenpreis fest und kann ihn bis zum gesetzlich erlaubten Höchstsatz anheben. Der erste spürbare Effekt nach Vertragsabschluss ist eine Erhöhung von **mehr als 10 % beim kWh-Preis**. Diese Erhöhung wiegt in der Rechnung viel schwerer als der Rabatt auf die Leistung.

Der grundlegende Unterschied liegt darin, was bei jedem Tarif verändert werden kann. Der TUR schwankt mit dem TUR selbst und mit den regulierten Begriffen, Aktivitäten und Werten. Der Freimarkt kommt hinzu: Schwankungen der Netzzugangstarife, dieselben regulierten Posten und außerdem die in den Vertragsbedingungen festgelegte **jährliche Inflationsrate (IPC)**. Das Einzige, was man einzuhalten verspricht, ist die Handelsmarge – und auch das nur für eine bestimmte Zeit. Mit diesem Cocktail ist die Wahrscheinlichkeit steigender Strompreise im Freimarkt höher als beim TUR.

Stromsperre, Sozialbonus und Bindung: Was verschwiegen wird

Es gibt Kleingedrucktes, das im Verkaufsgespräch nie zur Sprache kommt. Beim TUR beträgt die Frist für die Sperre wegen Nichtzahlung **80 Tage** (20 Tage reguläre Frist plus 60 Tage Mahnung). Im Freimarkt sinkt sie auf **insgesamt 30 Tage**. Dieses Detail erklärt einen Großteil des Interesses, alle Kunden in den Freimarkt zu bringen: Man bekommt sein Geld schneller.

Der zweite Punkt ist der **bono social** (Sozialrabatt für bedürftige Kunden). Beim TUR kann man ihn beantragen, wenn man die Voraussetzungen erfüllt; im Freimarkt nicht. Der dritte Punkt ist die Vertragsbindung: Im Freimarkt gilt eine einjährige Laufzeit, die man entweder erfüllt oder mit einer Strafzahlung beendet. Und wenn man nach einem Jahr zum TUR zurückkehren will, muss man dort ein weiteres Jahr bleiben, bevor man den Anbieter wechseln kann. Dazu kommen Zusatzleistungen, die die ersten drei Monate gratis sind und die, sobald der Kunde die Rechnung nicht mehr prüft, **10 bis 12 Euro pro Monat** kosten.

Vertragliche Leistung und die Strafgebühr, die kaum jemand beachtet

Beim TUR gibt es eine Verbrauchsstrafe für Kunden mit einer vertraglichen Leistung über **10 kW**, was bei Privathaushalten unüblich ist. Es ist der einzige Punkt, an dem der TUR nicht immer gewinnt, und man sollte ihn prüfen, bevor man in irgendeine Richtung wechselt. Für alle anderen Fälle ist das Fazit klar: Den alten TUR-Vertrag zu behalten ist, unter den schlechten Optionen, die am wenigsten schlechte.

Die Szene an der Haustür

Das Muster wiederholt sich. Ein Vertreter steht vor der Tür, besteht darauf, eine Rechnung zu sehen, verspricht einen Rabatt auf den festen Verbrauch und sichert zu, dass sich nichts ändert. Wenn man den Vertrag verlangt, den man unterschreiben soll, sagt er, er habe ihn nicht dabei. Wenn man sagt, man wolle das Angebot in Ruhe prüfen, kommt er nie wieder. Der Rat, den alle wiederholen, ist unmissverständlich: Die Rechnung nicht herausgeben und jedem Angebot misstrauen, das nicht schriftlich vorliegt.

Die Liberalisierung der Grunddienstleistungen wurde als Vorteil für den Endverbraucher verkauft. Man muss nur sehen, wer anruft, was angeboten und was verschwiegen wird, um zu erkennen, wer wirklich profitiert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (5 Antworten).

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