Die 10 häufigsten Reue-Momente am Sterbebett

Häufigste Bedauern am Lebensende: fehlende Selbsttreue, zu viel Arbeit und mangelnde Ersparnisse.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die 10 häufigsten Reue-Momente am Sterbebett
Die 10 häufigsten Reue-Momente am Ende des Lebens

Laut einem Teilnehmer stammt diese Liste aus Berichten einer Frau, die Menschen im terminalen Stadium befragte. Sie nennt zehn Klagen, die sich laut dieser Erzählung mit unangenehmer Häufigkeit wiederholen. Die erste: Nicht treu zu sich selbst gewesen zu sein und das Leben gelebt zu haben, das andere erwarteten, nur um es ihnen recht zu machen. Die zweite: Zu viel gearbeitet zu haben, statt Zeit mit den Liebsten zu verbringen. Die dritte: Nicht genug gespart oder investiert zu haben und finanziell knapp am Ende anzukommen.

Die Liste setzt sich fort mit Kindern, die nicht geboren wurden, Freundschaften und Familienbeziehungen, die vernachlässigt wurden, der Gesundheit, die nicht gepflegt wurde, dem Kontakt zu Freunden, der verloren ging, dem Mangel an Lebensfreude, Gefühlen, die nie ausgesprochen wurden, und einmaligen Chancen, die verpasst wurden. Bemerkenswert ist nicht, was auf der Liste steht, sondern was fehlt: keine Beförderungen, kein größeres Haus, kein besseres Auto.

Die vollständige Liste der zehn Reue-Momente

  • Nicht treu zu sich selbst gewesen zu sein, sondern nach dem Willen anderer gelebt zu haben.
  • Zu viel gearbeitet zu haben, statt Zeit für Angehörige und Hobbys zu nutzen.
  • Schlechte Finanzverwaltung: weder ausreichend gespart noch investiert.
  • Keine Kinder gehabt zu haben.
  • Nicht genug getan zu haben, um Freundschaften und Familienbande zu kitten.
  • Gesundheit, Ernährung und Bewegung vernachlässigt zu haben.
  • Den Kontakt zu alten Freunden verloren zu haben.
  • Eine weniger glückliche Haltung eingenommen und auf das Fehlende fokussiert zu haben.
  • Gefühle gegenüber Familie, Partner oder Freunden nicht offen kommuniziert zu haben.
  • Unwiederbringliche Chancen verpasst zu haben.

Das Inventar hat eine konkrete Textur: Fast alles besteht aus Zeit, die man jemandem nicht widmete, nicht aus Dingen, die man nicht kaufte. Und dennoch taucht Geld auf Platz drei auf. Hier beginnt die Diskussion.

Warum zeigt die Reue über Geld in die entgegengesetzte Richtung?

Denn manche behaupten, dieser Punkt sei falsch interpretiert und das eigentliche Bedauern wäre das Gegenteil: zu viel gespart und nicht genug im Moment gelebt zu haben. Unter diesem Blickwinkel ist das Problem nicht der Mangel an Vorsorge, sondern übermäßige Vorsicht und die Angewohnheit, für eine Zukunft zu sparen, die vielleicht nie eintritt. Ein anderer Teilnehmer entgegnet, dass dem, dem nur noch wenige Tage bleiben, der Kontostand völlig egal ist, woraus er schließt, dass die Reihenfolge der Liste diskutabel ist.

Keine der beiden Lesarten lässt sich durch Daten auflösen. Niemand hat gemessen, wie schwer jede Reue im letzten Lebensmonat wiegt, oder wie viele dieser Klagen den Kurs dessen geändert hätten, der sie äußert, wenn er die Diagnose zehn Jahre früher erhalten hätte.

Arbeit: Zu viel oder zu wenig?

Die Frage taucht im Thread als Zweifel auf: Bereut jemand, zu wenig gearbeitet zu haben? Der angesprochene Nuance ist eine andere: Das Problem ist nicht die Arbeitszeit, sondern die unerfüllende Arbeit. Wer einen Beruf findet, der ihm gefällt und morgens mit Freude zur Arbeit geht, befindet sich laut dieser Lesart im besten Szenario; das Bedauern entsteht daraus, Tausende Stunden für etwas verschwendet zu haben, das nichts über einen selbst aussagte.

Daraus ergibt sich eine Sarracena des Austauschs: Weniger arbeiten und billige oder kostenlose Dinge genießen.

Der Punkt der Kinder und der zerbrochenen Beziehungen

Die vierte Klage erzeugt die widersprüchlichsten Antworten. Manche meinen, Neffen, Nichten und die Großfamilie füllen diese Lücke ohne eigene Nachkommen, während andere weiter gehen und behaupten, keine Kinder in diese Welt zu setzen sei ein Grund zur Ruhe, nicht zur Reue. Der grundlegende Einwand ist ein anderer: Bereut jemand wirklich Dinge, die er aus Überzeugung nicht tat?

Der fünfte Punkt erhält kaum Kommentare: Er stellt lediglich fest, dass nicht genug getan wurde, um Freundschaften und Familienbeziehungen zu reparieren. Bei der Gesundheit passiert Ähnliches: Der sechste Punkt deutet auf die Vernachlässigung von Gewohnheiten, Ernährung und Bewegung hin, ohne dass jemand die Idee vertieft.

Bitcoin für 30 Euro und Chancen, die nur einmal kommen

Der zehnte Punkt, der der unwiederbringlichen Chancen, verwandelt Reflexion in Arithmetik. Ein Teilnehmer bedauert, Bitcoin nicht gekauft zu haben, als es 30 Euro kostete, und ein anderer erzählt, dass er 2012 fast 20.000 Euro investiert hätte, nachdem er einen Artikel bei Xataka gelesen hatte, der besagte, dass der Kauf der Währung profitabler sei als das Mining. Er tat es nicht. Die Anekdote funktioniert als grausame Zusammenfassung der ganzen Liste: Reue handelt selten von verdientem Geld, sondern von der Tür, die sich schloss.

Manche formulieren es mit Witz und Sinn: Wenn dir beim Tod Geld übrig bleibt, hast du falsch kalkuliert. Der Satz liest sich als Provokation, lässt aber eine Frage offen: Wie viel Vermögen ist genug und wer bestimmt die Schwelle?

Die Strömung, die die Reue ganz leugnet

Gegen all dies erhebt sich eine andere Haltung: Wer den Tag lebt, wie er will und ohne Schuldgefühle, sammelt keine Listen. Nach dieser Logik ist Reue eine Form freiwilliger Demütigung, eine Art, das Leben anhand eines fremden Handbuchs zu überprüfen. Es taucht sogar das Argument auf, dass solche Klagen nur für jene Sinn ergeben, die glauben, es gäbe nichts nach dem Tod.

Der Streit zwischen „Wer frei lebt, folgt keinen Listen“ und den anderen Positionen wird von niemandem beigelegt. Hier stockt die Analyse: Die Liste beschreibt das Ende, nicht den Prozess dorthin. Es bleibt zu klären, ob ihre Kenntnis rechtzeitig eine einzige Entscheidung ändert oder ob sie zusammen mit anderen guten Vorsätzen abgelegt wird.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (132 Antworten).

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