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Küchenmaschinen: Thermomix gegen den 80-Euro-Multikocher
Der Thermomix kostet 700 Euro und kann laut Nutzern weder kneten noch zeitgesteuert werden; ein 80-Euro-Multikocher bereitet Eintöpfe und Brot zu. Die Amortisationsrechnung, die niemand anstellt.
Der Thermomix knetet nicht, ist nicht programmierbar und kostet 700 Euro
Ist es sinnvoll, den Wochenlohn für eine Küchenmaschine auszugeben? Die Frage, die sich viele stellen, wenn sie ein Abo-Angebot mit Gratisgeschenk sehen, hat eine unbequeme Antwort: Es kommt darauf an, was man unter einer Küchenmaschine versteht. Ein Gerät der Oberklasse kostet rund 700 Euro und kann laut den Erfahrungen der Nutzer weder kneten noch zeitgesteuert werden, und seine Heizfunktion läuft nicht länger als eine Stunde. Demgegenüber deckt die Kombination aus einem Multikocher vom Typ FussionCook, einem Brotbackautomaten und einem ordentlichen Stabmixer mehr Funktionen für unter 200 Euro ab.
Ausgangspunkt der Diskussion ist ein Zeitungsabo, das eine Küchenmaschine als Geschenk enthält. Das Kleingedruckte ist wichtig: Es ist kein Thermomix, sondern ein Modell der unteren Preisklasse, das nur erhitzt und rührt. Und damit beginnt das Rechnen.
Was eine Küchenmaschine wirklich kostet
Die von Nutzern genannten Preise reichen von 45 Euro für einen Brotbackautomaten aus dem Supermarkt bis zu 700 Euro für den Thermomix oder den Chef 2000. Dazwischen findet man einen Multikocher wie den FussionCook für 80 Euro, und der Taurus SuperChef kostet im Hypermarkt rund 110 Euro, im Ladengeschäft wurde er allerdings schon für 160 gesehen. Die Mycook aus der Oberklasse steht bei Cash Converters für 160 Euro mit einem Jahr Garantie im Angebot.
Beim Funktionsvergleich bricht die Geschichte vom einen Alleskönner zusammen. Der Thermomix wiegt, zerkleinert und erhitzt, aber er knetet nicht und lässt sich nicht zeitgesteuert starten. Der Multikocher dagegen erlaubt es, den Eintopf morgens einzusetzen und abends fertig vorzufinden. Der Brotbackautomat macht Brot zu einem Rohstoffpreis, den ein Nutzer auf etwa 60 bis 70 Cent pro Kilo beziffert, inklusive Mehl, Hefe und dem Stromverbrauch einer Stunde Backzeit bei 800 Watt.
Die Stromersparnis, die niemand misst
Die am häufigsten wiederholte Behauptung lautet, dass diese Geräte weniger Strom verbrauchen als ein Glaskeramik-Herd. Ein Nutzer liefert die konkreteste Zahl des Austauschs: Nachdem er seinen konventionellen Herd gegen den Multikocher getauscht hatte, sank seine Stromrechnung von 60 Euro auf maximal 35 Euro. Einen unabhängige Studie gibt es dafür nicht, aber die Physik ergibt Sinn: Ein isolierter Behälter, der die Wärme hält, verliert weniger Energie als eine Kochplatte, die die Luft in der Küche erhitzt.
Das Problem ist, dass diese Ersparnis auf den Verbrauch und nicht auf den Kaufpreis bezogen wird. 700 Euro mit 25 Euro monatlichen Stromkosten amortisieren sich erst nach mehr als zwei Jahren intensiven Kochens. Bei einem 80-Euro-Gerät ist die Amortisation nach drei Monaten erreicht.
Kann man damit Brot backen?
Ja, aber mit Einschränkungen. Der Thermomix knetet, das Backen muss allerdings separat erfolgen. Der Brotbackautomat übernimmt den gesamten Prozess, aber das Brot wird kastenformig und bröselt beim Schneiden. Der Multikocher hat eine Backofenfunktion und ermöglicht Kuchen und Brote mit Ergebnissen, die mehrere Nutzer als gut bezeichnen. Das praktische Fazit: Keines dieser Geräte ersetzt einen Holzbackofen oder ein Brot vom Bäcker.
Die ursprüngliche Frage war, ob sich das Geschenk zum Abo lohnt. Die Antwort aus den Erfahrungen lautet: Eine Maschine der unteren Preisklasse ersetzt nichts – weder das Messer, noch den Topf, noch den Backofen. Was sie tut, ist, Zeit für die zu sparen, die nicht kochen. Und das ist in einer Küche mit geteilter Mittagspause mehr wert als das Gerät selbst.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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