Der reparierbare Föhn: bürstenlose Motoren und das hohe Pfeifen

Haartrockner erlauben keinen Bürstenwechsel: Der gekapselte Motor erzwingt den kompletten Austausch für 2-5 Euro. Bürstenlose Motoren klingen hoch und Induktionsmotoren sind schwer.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der reparierbare Föhn: bürstenlose Motoren und das hohe Pfeifen
Einen langlebigen Föhn gibt es nicht: Der Motor ist so gebaut, dass man ihn nicht öffnen kann

Ein Haushaltsföhn ist nicht auf Langlebigkeit ausgelegt. Er ist darauf ausgelegt, zwei Minuten Haare zu trocknen und dann wieder in der Schublade zu verschwinden. Wenn ihn jemand im Winter als Badezimmerheizung benutzt —und manche tun das—, verschleißen die Motorbürsten viel früher als erwartet, und die unbequeme Frage stellt sich: Gibt es ein Modell, bei dem man sie austauschen kann, ohne das halbe Gerät zu zerlegen? Die kurze Antwort lautet: fast keiner. Die lange erklärt, warum der Markt beschlossen hat, dass der Verbraucher nicht reparieren soll.

Die meisten billigen Föhns haben einen winzigen Gleichstrommotor in Spielzeuggröße, vom Typ **RS-380 oder RS-385**, gespeist mit 12-24 Volt über den eigenen Heizwiderstand und eine Diodenbrücke. Die Bürsten sind im Motor gekapselt: keine Klappe, kein Zugang, nichts. Ausgetauscht wird nicht die Bürste, sondern der ganze Motor, der in Ersatzteilläden zwischen **2 und 5 Euro** kostet. Mit einem Lötkolben und einem Foto davon, wie die Kabel vor dem Entlöten saßen, ist das die günstigste Reparatur überhaupt.

Warum der bürstenlose Motor nicht die Lösung ist, als die er gilt

Die technische Alternative existiert und heißt bürstenloser Motor. Keine Bürsten, kein Verschleiß durch Reibung, theoretisch ewig haltbar. Das Problem ist akustisch: Diese Motoren drehen mit sehr hohen Drehzahlen und geben einen hohen Ton von sich, dieses **"iiiiiiiiiii"**, das durch die Badezimmertür dringt. Verkauft werden sie als leise, und der Prospekt sagt das im Kleingedruckten. Das Pfeifen entsteht durch die Konstruktion der Flügel, die turbinenartig angebracht sind, und durch die Schaltfrequenz. Einen leisen, tief klingenden bürstenlosen Motor gibt es im Haushaltskatalog nicht.

Bleiben die Profi-Föhns mit Wechselstrommotor, die als Induktionsmotoren von vornherein keine Bürsten haben. Schwer, langlebig, für den Friseursaal gebaut. Die Hersteller sprechen von **1.500 bis 3.000 Stunden** Betriebsdauer. Aber auch sie sind nicht dafür gebaut, als Badezimmerheizung zu dienen.

Der Föhn als Heizung: Der Defekt, den niemand zugibt

Hier liegt das Detail, das die meisten vorzeitigen Ausfälle erklärt. Ein Föhn ist auf Zyklen von wenigen Minuten ausgelegt. Wer ihn zwanzig Minuten am Stück benutzt, um das Bad zu heizen, setzt ihn einer Innentemperatur aus, für die der Motor nicht konstruiert wurde, und die Bürsten verschleißen in einem Tempo, das mit normalem Gebrauch nichts zu tun hat. Die Rechnung, die die Runde macht: Die Lebensdauer bricht ein, wenn das Gerät als Dauerwärmequelle arbeitet.

Das Risiko geht über den Defekt hinaus. Fast kein Föhn hat Spritzwasserschutz, und ein Badezimmer mit Dampf und Wasser in der Nähe ist genau der Ort, an dem ein freiliegender, eingesteckter Heizwiderstand am wenigsten hingehört. Wenn die Installation einen FI-Schalter hat, gibt es ein Sicherheitsnetz; in einem Altbau ohne ihn ändert sich die Rechnung. Für schnelle Wärme ohne Platzverlust gibt es keramische oder Infrarot-Heizlüfter für die Wand mit **IP24-Schutz** und Thermostat, ab **9 oder 10 Euro** in manchen Geschäften.

Reparierbarkeit als Kaufkriterium: Wer gewinnt und wer verliert

Die Paradoxie: Wer reparieren will, hat weniger Optionen als wer wegwerfen will. Billige Bürsten-Bohrmaschinen —die chinesischen, die man in jeder Werkstatt sieht— haben ein direktes Fenster zum Motor, um das Teil zu wechseln, ohne das Gehäuse zu öffnen. Diese Konstruktion existiert, sie ist trivial, und sie wird beim Föhn nicht angewendet. Die Nachfrage reicht nicht aus, um das zu rechtfertigen — oder die Nachfrage nach kurzlebigen Geräten ist zu groß. Beides kann gleichzeitig wahr sein.

Das Ergebnis ist ein Wegwerfgerät mit Bohrmaschinen-Anlagen. Theoretisch reparierbar, praktisch entsorgbar. Die Prognose, mit Vorbehalt: Solange der bürstenlose Motor klingt wie ein Bügeleisen und der Induktionsmotor wie ein Ziegelstein wiegt, bleibt der Föhn das Gerät, das man billig kauft und ohne schlechtes Gewissen wegwirft. Es sei denn, jemand beschließt, dass das Bürstenfenster auch ins Badezimmer gehört.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (27 Antworten).

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