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Der neue Citroën 2CV: 15.000 € für eine Ikone, die niemand wollte
Citroën belebt den 2CV für 15.000 € im Jahr 2028 wieder. Preis und Nostalgie spalten: Ist das ein tragfähiges Elektro-Kleinwagen oder eine Design-Laune?
Der neue Citroën 2CV: 15.000 € für eine Ikone, die niemand wollte
Citroën hat die Rückkehr des 2CV angekündigt. Er wird elektrisch, kommt 2028 und kostet rund 15.000 Euro. Die Nachricht, die der Journalist Steve Fowler vorab veröffentlichte, hat eine Welle von Reaktionen ausgelöst, die Nostalgie, Skepsis und kalte Kalkulation vermischt: Gibt es hier etwas, das den Preis rechtfertigt? Die überwiegende Antwort lautet nein. Zumindest nicht in der jetzigen Form.
Die Ankündigung hat sofort Vergleiche mit dem Original hervorgerufen. Manche erinnern sich an den echten 2CV, der vor wenigen Tagen mit 90 oder 100 km/h und einem Verbrauch von 6 Litern nach Paris kam. Demgegenüber wirkt das neue Modell wie eine Stilikone, die den Geist des billigen und robusten Gebrauchtwagens verrät. „Europa kann nur von Nostalgie leben“, fasst eine der häufigsten Kritiken zusammen. Eine andere zielt direkt auf die Citroën-Führung: Jemand mit einem Familien-2CV in der Garage hätte das Projekt vom Schreibtisch aus vorangetrieben.
Ist das ein billiges Elektroauto oder eine Design-Laune?
Der Preis von 15.000 Euro ist das Haupt schlachtfeld. Für manche ist das ein vernünftiger Betrag, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind: dass er bergauf 120 oder 130 km/h erreicht, dass er 300 Kilometer mit Klimaanlage oder Heizung schafft, dass die Batterie allein nicht mehr als 5.000 Euro kostet und dass sie 15 Jahre Garantie hat. Unter diesen Voraussetzungen würde das Auto Sinn ergeben. Ohne sie ist es ein teures Spielzeug.
Das Misstrauen gegenüber der wahrgenommenen Qualität ist eine weitere offene Front. Der Citroën Ami wird als Vorläufer mangelhafter Verarbeitung genannt, und man fürchtet, der neue 2CV werde „ein Plastik-Autolein“. Der Vergleich mit den klassischen Gebrauchtwagen-Modellen der Marke — AX, Saxo, C15 — ist ständiges Thema: Diese waren nach Ansicht dieses Lagers nützliche und vernünftige Autos. Das neue dagegen gilt als Marketing-Operation, die Nostalgie ausschlachtet, ohne das Problem des bezahlbaren Verkehrs zu lösen.
Nostalgie als Verkaufsstrategie
Das Design hat für Spaltung gesorgt. Die ersten Renderings gefielen besser; die endgültige Version wird als Mischung aus C3, C2 und Cinquecento beschrieben. Für einen Teil des Publikums ist das Ergebnis ein Pastisch, der dem Original nicht gerecht wird. Andere gehen weiter und nennen es „reinen Blödsinn“. Der Satz „ein Auto für Kastraten“ bündelt die Ablehnung derjenigen, die im neuen 2CV eine Verleugnung der Funktionalität sehen, die das historische Modell prägte.
Manche verweisen auch auf den regulatorischen Kontext. Eine künftige Vorschrift wird erwähnt, die Hersteller zu billigen Elektroautos unter 10.000 Euro drängen würde. Wenn diese Vorschrift kommt, könnte der elektrische 2CV ein Vorbote sein. Aber das Misstrauen bleibt: An den kommerziellen Misserfolg des E-Mehari wird erinnert, und jedem Versuch, Ikonen auf Elektroplattformen wiederzubeleben, wird ein ähnliches Schicksal vorhergesagt.
Wer würde dieses Auto kaufen?
Die Frage nach der Zielgruppe zieht sich durch die gesamte Diskussion. Angesprochen wird ein städtisches, vielleicht junges Publikum, das ein Zweitwagen für die Stadt sucht. Aber ein Preis von 15.000 Euro ist gerade kein Schnäppchen, und die Konkurrenz anderer bezahlbarer Elektroautos ist hart. Die Ironie über die ersten Käufer — „der erste einheimische Dummkopf, der sich einen schnappt“ — spiegelt das allgemeine Unglauben wider.
Demgegenüber vertritt eine Minderheit die Ansicht, das Auto habe seine Nische. Wenn Citroën eine billige und langlebige Natrium-Batterie hinbekommt, könnten die Nutzungskosten das ausgleichen. Die Erwähnung der Natrium-Batterien von CATL als mögliche technische Lösung zeigt, dass manche das Projekt mit Interesse verfolgen. Aber die Mehrheit zweifelt, dass Citroën es schafft.
Das Ende der Debatte ist kein Urteil. Es ist eine Feststellung: Der ursprüngliche 2CV war ein Auto für alle. Das neue, für 15.000 Euro mit 2028 im Blick, muss beweisen, dass es nicht nur eine Stilübung für Nostalgiker mit Kaufkraft ist. Wenn es gelingt, werden manche es kaufen. Wenn nicht, reiht es sich in die Liste der gescheiterten Wiederbelebungen ein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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