Der historische Bull Run, den 2026 kaum noch jemand erwartet

Börsen auf Rekordniveau, Bitcoin seitwärts, und ein historischer Bull Run, den kaum noch jemand erwartet: Der Markt könnte genau das Gegenteil von dem tun, was die Mehrheit prognostiziert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der historische Bull Run, den 2026 kaum noch jemand erwartet
Der historische Bull Run, den kaum noch jemand erwartet

Die These kursiert mit einer Hartnäckigkeit, die bereits nach Falle riecht: Alle warten auf einen historischen Bull Run bei den Kryptowährungen, und genau deshalb könnte der Markt das Gegenteil tun. Mitten im Herbst, mit Börsen auf Rekordhochs und dem Gespenst einer blockierten Straße von Hormus über dem Ölpreis, hat sich das Gespräch zu etwas Unangenehmerem als einer bloßen Korrektur entwickelt: zur Möglichkeit, dass der Aufwärtzyklus bereits vorbei ist und was kommt, eine Säuberung der Optimisten wird.

Der Präzedenzfall wiegt schwer. Vor einem Jahr begann der Markt im Oktober zu fallen, und im Januar ging alles den Bach hinunter – genau dann, als die meisten das Gegenteil erwarteten. Diese Erinnerung trägt den heutigen Skeptizismus. Die Börse auf Höchstständen und die Kryptowährungen in einem seitwärts gerichteten Limbo zeichnen zwei Szenarien: der Absturz beider Anlagen in die Hölle, oder ein letzter Bull Run vor dem allgemeinen Zusammenbruch, wobei die Kryptos die Hauptlast tragen. Nach dem vorherrschenden Pessimismus ist die erste Option die wahrscheinlichste.

Warum wird ein Bitcoin-Absturz auf 35.000 oder 10.000 Dollar erwartet?

Manche projizieren einen brutalen NASDAQ-Absturz wegen eines Lockdowns, der Bitcoin auf 35.000 oder gleich auf 10.000 Dollar zieht, bevor ein Bull Run „aus dem Keller kommt, wie es sich gehört“. Der diskutierte Zeitplan deutet auf die Weihnachtszeit oder die Monate unmittelbar davor oder danach. Andere verlegen den Boden auf März oder April 2027, und es fehlt nicht an denen, die den nächsten großen Zyklus direkt in das Jahr 2037 setzen.

Das bullische Argument verschwindet nicht: zu viel Geld im Umlauf, das irgendwo angelegt werden muss, und in den Kryptowährungen wären ohnehin schon alle drin, die rein gehören. Die Frage, die in der Luft hängt: Wo war das Geld in jenem Sommer, in dem Metalle, Aktien und Krypto gleichzeitig fielen? In Bargeld, lautet die Antwort, auch wenn es keiner so recht auf einen Nenner bringt.

Die Bedrohung, die nicht quantisch ist: KI und Kryptografie

Der technische Fokus hat sich verschoben. Die Geschichte, die gerade an Fahrt aufnimmt, handelt nicht von Quantencomputern, sondern von einer mathematischen KI, die einen klassischen Abkürzungsweg zum diskreten Logarithmus auf elliptischen Kurven findet – ohne exotische Hardware. Niemand hat bewiesen, dass es diese Abkürzung nicht gibt: Die Sicherheit von secp256k1 beruht auf Jahrzehnten ohne Fund, nicht auf einem Beweis. Und für den Preis genügt es, wenn die Geschichte glaubwürdig ist.

Die Nuance ist wichtig. Eine solche Abkürzung würde nicht die gesamte Kryptografie brechen: AES und SHA-256 beruhen auf anderen Problemen. Aber elliptische Kurven stecken im HTTPS-Schloss, im Online-Banking, in elektronischen Ausweisen und in Software-Signaturen. Bitcoin wäre nur der sichtbarste Fall, mit der Beute für alle sichtbar auf der Blockchain. Die Post-Quanten-Migration läuft bereits in Chrome, Cloudflare oder Signal – wenn auch aus einer anderen Angst.

Beim Rücksetzer kaufen: Strategie oder Ruin

Der grundlegende Dissenz ist ein Lehrbuchfall. Gegen das disziplinierte Stacking steht die Warnung, dass man in Bärenmärkten verkaufen und nicht kaufen soll und dass das Nachkaufen bei jedem Rücksetzer in den Ruin führt. Die Mehrheit hält jedoch dagegen, dass kaum noch jemand einen historischen Bull Run erwartet: Viele steckten fest, während sie auf 40.000 warteten, verpassten einen generationellen Boden und suchen jetzt Ausreden, um zu diesen Preisen nicht zu kaufen.

Der Abschluss kommt nicht. Mit der Börse auf Höchstständen und dem Öl, das auf die Meerenge schaut, bleibt die Analyse genau dort stecken, wo sie eigentlich beginnen sollte: Wenn die historische Bewegung eine gute Säuberung der Optimisten wäre, könnte niemand sagen, wann sie beginnt und wen sie mit sich reißt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).

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