Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Krypto: Die Zyklusdebatte erinnert an 2018
In einem Forum wird der Krypto-Einbruch mit 2018 verglichen: Manche haben Positionen aus Bauchgefühl geschlossen, andere halten durch, wieder andere glauben, das Desaster werde schlimmer.
Das Gefühl ist dasselbe wie im Januar 2018. Zuerst hält man sich für Relleniton Gekko; dann, im April, für einen armen Schlucker. Das ist die Diagnose, die durch die Gespräche über den Kryptowährungs-Absturz geht, und nicht aus Nostalgie: Wer den letzten Kryptowinter erlebt hat, erkennt das Muster. Ein Teilnehmer hält dagegen, dass viele Anleger, die nur steigende Depots gesehen haben, nicht akzeptieren wollen, dass der Markt den Zyklus gewechselt hat – mit derselben „HODL um jeden Preis“-Litanei wie damals.
Das Problem ist nicht der Optimismus. Es ist die Amnesie. Wer ein x10 und ein x20 gesehen, aber nie 97 % seines Kapitals vom Hoch aus verloren hat, hat nichts gesehen, so derselbe Teilnehmer – und genau das sei 2018 mit den Altcoins passiert: Diejenigen, die alles revolutionieren wollten, verloren fast 98 % von ihren Höchstständen. Die Warnung kursiert mit einem Grinsen unter denen, die es schon durchgemacht haben: Mancher lernt es auf die harte Tour, vielleicht nicht jetzt, aber es wird ihm passieren.
Von der Januar-Euphorie zur April-Panik
Die Chronologie des letzten großen Zyklus dient als Spiegel. Im Januar 2018 fühlte sich der Durchschnittsanleger wie Relleniton Gekko; im April sah dieselbe Person sich als Niemand mit rotem Blockfolio. Der Vergleich ist nicht beliebig: Manche haben alle ihre Positionen geschlossen und sind in Stablecoins gewechselt, gerade weil das Marktverhalten sie zu stark an jene Gefühle erinnerte. Nicht einmal Projekte mit eigenem Alleinstellungsmerkmal – etwa das Staking von IOTA – sind verschont geblieben.
Gegenüber diesem geordneten Ausstieg hält ein anderer Teil durch. Die Hälfte des Depots in Risikopositionen, die andere in Liquidität, in der Hoffnung, dass jemand das Ganze rettet. Es ist die klassische Wette desjenigen, der die Erholung nicht verpassen will. Der Konflikt zwischen beiden Positionen – verkaufen zur Sicherung oder aus Überzeugung halten – beschreibt diese Marktphase besser als jeder Chart.
Das Problem der Altcoins: Sie haben nicht die Uptime von Bitcoin
Die schärfste Kritik richtet sich nicht gegen den Preis, sondern gegen die Natur der Assets. Bitcoin läuft seit dreizehn Jahren wie ein Uhrwerk, so wie das TCP/IP-Protokoll seit vierzig Jahren ohne Aussetzer funktioniert, so ein Teilnehmer. Altcoins bieten diese Kontinuität dagegen nicht. Es ist das Argument derer, die die langweilige, erprobte Infrastruktur dem Experiment mit dem hübschen Logo vorziehen – und es erklärt, warum viele nach jeder Korrektur den Rest des Marktes verächtlich betrachten.
Auch die Bewertungsindikatoren helfen nicht aus den Zweifeln. Tools wie der MVRV Z-Score, die den Marktwert mit dem realisierten Wert vergleichen, setzen die Zonen von August und Dezember 2017 fast auf eine Stufe, obwohl die Preise sehr unterschiedlich waren, so ein Nutzer. Diese Art von Signalen hat sogar diejenigen aus der Fassung gebracht, die seit Jahren Charts lesen, denn dieser Zyklus hat das Muster der vorherigen nicht wiederholt und lässt ohne Kompass, was die Entscheidung über Nebenpositionen angeht.
Der Makrofaktor: Zinsen und rote Börsen
Der Einbruch lässt sich nicht allein innerhalb des Krypto-Ökosystems erklären. Die Federal Reserve plant drei Zinserhöhungen 2022, um die Inflation abzukühlen, und diese Wende verschärft die Bedingungen für alle Risikopositionen. Auch die Börsen stürzen ab, und manche sehen, wie sich über Monate angesammelte Rendite in Wochen auflöst, allein weil sie schrittweise eingestiegen sind: Je größer die Position, desto mehr schmerzt, was noch zu verlieren bleibt.
Die bitterste Lesart: Die Party ist vorbei wegen der Wende in der Geldpolitik, nicht wegen eines internen Protokollfehlers. Und das lässt die Anleger mit einer unbequemen Frage zurück: Wenn billiges Geld einen Teil des Preises getragen hat, was bleibt, wenn es nicht mehr fließt?
Das Rettungsnarrativ und das Betrugsnarrativ
Am entgegengesetzten Ende gewinnt die These des Totalabsturzes Anhänger. Manche halten das Desaster für schlimmer als 2018, andere vergleichen den Markt schlicht mit einem Schneeballsystem und argumentieren, es verliere immer mehr, als gewinne. Das ist keine Randposition: Die Idee, dass die Hühner, die einsteigen, die aussteigenden entschädigen, zieht sich durch einen Großteil der Skepsis.
Andere erinnern daran, dass es töricht ist zu leugnen, dass viele mit Bitcoin Geld verdient haben – auch wenn es innerhalb eines Schemas ist, in dem die Mehrheit verliert. Die Diskussion geht im Kern nicht um Technologie: Sie geht darum, wer die Zeche zahlt, wenn das Licht ausgeht.
Die meistgeäußerte Prognose lautet, dass es im März wieder aufwärtsgeht. Ob derjenige, der das sagt, dann noch dabei ist, um es zu erzählen, ist eine andere Frage. Mit dem Präzedenzfall 2018 auf dem Tisch hat, wer noch nie 97 % seines Depots verloren hat, eine Lektion offen – und der Markt erteilt selten kostenlosen Unterricht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (38 Antworten).
Die Bitcoin-Korrektur lässt Anleger mit 50 Prozent Verlust zurück, während andere den Rücksetzer kaufen. Der Unterschied zwischen heute verlieren oder in 15 Jahren 100x gewinnen ist entscheidend.
Ein ehemaliger Kommilitone taucht gekrümmt mit dunklen Augenringen auf und sucht nach Schnäppchen, um an Bargeld zu kommen. Die menschlichen Kosten des Krypto-Crashs.
Initiative Q verschenkt Münzen per Einladung und verspricht Frühregistrierenden 130.000 Dollar. Der Empfehlungsmechanismus weckt den Verdacht auf ein Schneeballsystem.
Keanu Reeves lacht in einem viralen Video über NFTs. Die Geste fasst die Skepsis gegenüber digitaler Knappheit und der Spekulationsblase um Non-Fungible Tokens zusammen.
Börsen auf Rekordniveau, Bitcoin seitwärts, und ein historischer Bull Run, den kaum noch jemand erwartet: Der Markt könnte genau das Gegenteil von dem tun, was die Mehrheit prognostiziert.
Centra versprach, das eigene Bitcoin in 7 Tagen zu vervielfachen. Der Kurs stieg auf 4 Dollar und fiel auf 0,49. Die Geschichte eines Betrugs, der in einem Anlageforum beworben wurde.