Der beste Supermarktkäse: zwischen 16 und 36 Euro pro Kilo

Torta del Casar kostet bis zu 35,57 €/kg, Angebote drücken den Preis auf 16 €/kg. Der Kilopreis schwankt stärker als der Geschmack des Käufers selbst.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der beste Supermarktkäse: zwischen 16 und 36 Euro pro Kilo
Der beste Supermarktkäse: zwischen 16 und 36 Euro pro Kilo

Ein Einkaufswagen hält vor der Kühltheke eines beliebigen Carrefour. Auf dem Etikett einer Torta del Casar steht 35,57 Euro pro Kilo. Zwei Schalen weiter bleibt ein Ziegenkäse mit Paprika bei 18. Und bei einem dieser Angebote, die ohne Vorwarnung auftauchen, sinkt dasselbe Regal auf 16. Den besten Supermarktkäse zu finden ist nicht nur eine Frage des Geschmacks: Es ist eine Frage des Geldbeutels, und die Preisspanne sagt alles.

Die Frage hat keine einzige Antwort. Nicht, weil es an Kandidaten fehlt, sondern weil der Ausgangspunkt bereits spaltet. Die einen starten mit einem Blauschimmelkäse von Alcampo und einem Old Amsterdamer von Lidl; andere legen die Messlatte höher, zum Gourmet-Club von El Corte Inglés. Zwischen beiden Extremen passt fast eine ganze Abhandlung über Milchprodukte.

Warum sich niemand auf den besten Supermarktkäse einigen kann

Das erste Hindernis ist der Geschmack. Kräftig oder mild, von Ziege, Schaf oder Kuh, gereift oder halbgereift: Was für den einen eine Delikatesse ist, ist für den anderen ungenießbar. Ein kräftiger Blauschimmelkäse, der manchen himmlisch schmeckt, erinnert andere an eine vergessene Socke. Ohne vorher festgelegte Kategorie ist kein Ranking möglich.

Das zweite Hindernis ist der Einkaufskontext. Das Angebot variiert je nach Region und Handelskette, von einem Viertel zum anderen. Ein großer Supermarkt kann eine ordentliche Auswahl an Import- und heimischen Produkten haben; ein Nahversorger bietet kaum drei sich wiederholende Sorten. Dieselbe Frage liefert in zwei verschiedenen Städten völlig unterschiedliche Antworten.

Und das dritte ist unangenehmer: die Eigenmarken-Falle. Ein Rohmilchkäse kann im Regal neben einem Industrieprodukt stehen, das manche als voller Zusatzstoffe kritisieren, und beide teilen sich eine auffällige Verpackung. Sie zu unterscheiden erfordert, das Kleingedruckte zu lesen.

"Käse wird zum Luxusartikel"

Hier wird die Diskussion hitzig. Der weitverbreitete Eindruck ist, dass die Preise explodiert sind und Käse aufgehört hat, ein Grundnahrungsmittel zu sein, und zur Laune geworden ist. Die Torta del Casar liegt bei rund 35,57 Euro pro Kilo, und eine Torta hat viel Abfall durch die Rinde. Der Preis, den ein Forumsnutzer für angemessen hält, liegt zwischen 22 und 24 Euro pro Kilo, und nur bei aggressiven Aktionen sinkt er auf 16.

Das ist kein Einzelfall. Ein Ziegenkäse mit Paprika liegt bereits bei 18 Euro pro Kilo. Der immer wiederkehrende Vorwurf ist derselbe: zu viel Gourmet-Etikett für ein Produkt, das es nicht immer ist. Käse ist auf die Liste gerutscht, wo sich der Preis selbst rechtfertigt.

  • Torta del Casar: 35,57 Euro pro Kilo.
  • Ziegenkäse mit Paprika: 18 Euro pro Kilo.
  • Supermarkt-Aktion: 16 Euro pro Kilo.

Die Zusatzstoff-Debatte bei Eigenmarken-Käse

Ein Front, die früh auftaucht, sind die Zusatzstoffe. Es wird behauptet, dass manche Eigenmarken-Käse, konkret die eines Erzeugers, der in vielen Supermarktketten vertreten ist, mit Komponenten belastet sind, die früher nicht drin waren. Die Kritik ist konkret und hat eine Antwort.

Die Erwiderung folgt prompt: Diese Zusatzstoffe stecken in der Rinde, nicht im Teig. Eine Nuance, die die Hälfte des Arguments entkräftet. Die andere Hälfte dreht sich um Alternativen: Rohmilchkäse oder Produkte der mittleren Preisklasse, die damit werben, nur Milch und Lab zu enthalten. Die kurze Zutatenliste ist zum Verkaufsargument geworden.

Die Supermarktkäse, die am häufigsten genannt werden

Abgesehen von der Theorie gibt es eine Handvoll Namen, die immer wieder fallen. Der Valdeón-Blauschimmelkäse einer Carrefour-Eigenmarke, der gereifte Schafskäse eines deutschen Discounters, ein Produkt aus einer Nahversorgerkette oder ein Blauschimmelkäse aus der Wursttheke eines Supermarkts. Auch Klassiker wie Cambozola schleichen sich ein, dazu ein saisonaler Vacherin, der nur zur Saison in den Premium-Regalen auftaucht.

Und dann gibt es noch den Weg ohne Supermarkt. Käsermessen, Verkostungen in Fachgeschäften und Onlinekauf erscheinen als Ausweg für alle, die im Viertel nicht finden, was sie suchen. Kein billiger Markt, aber es wird Geld bewegt.

Supermarkt gegen Handwerkskunst: das Argument ohne Ende

Es gibt eine Strömung, die die Prämisse schlicht bestreitet. Käse kaufe man nicht im Supermarkt, nicht aus Snobismus, sondern aus Erfahrung: Ein in Butterschmalz gereifter Käse vom Wochenmarkt oder ein Burgos-Käse, zu Hause aus frisch gemolkener Schafsmilch gemacht, hat im Kühlregal keinen Konkurrenten. Rohmilch, handwerklich und stark gereift gilt als der wahre Standard.

Auf der anderen Seite die Verteidigung des Supermarkts als legitime Quelle. Die Discounter haben ihr Sortiment erweitert, manche Wurst- und Käsetheken sind bemerkenswert, und Verkostungen sind zum Wochenendplan geworden. Nicht jeder hat einen Wochenmarkt um die Ecke.

Die Grundfrage — ob es den besten Supermarktkäse überhaupt gibt oder das ein Widerspruch in sich ist — bleibt ungeklärt. Jeder zieht die Grenze dort, wo es ihm passt.

Das Auffälligste ist nicht, dass Dutzende Antworten keinen Konsens erreicht haben. Sondern dass der Kilopreis bei einer Torta del Casar für 35,57 Euro und einem Angebot für 16 stärker schwankt als der Geschmack selbst. Den besten Käse zu wählen bedeutet am Ende fast immer, den zu wählen, der im Angebot war.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (69 Antworten).

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