Salomon oder Merrell: Sohle, die in Monaten verschleißt, oder eine, die 25 Jahre hält

Nutzer berichten, dass die Contagrip-Sohle von Salomon sich in wenigen Monaten abnutzt und auf nassem Untergrund rutscht. Merrell punktet bei Haltbarkeit und Preis für den Stadtgebrauch, so mehrere…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Salomon oder Merrell: Sohle, die in Monaten verschleißt, oder eine, die 25 Jahre hält
Salomon oder Merrell: die Sohle, die Monate hält, oder die, die 25 Jahre durchhält

Ein Spaziergang durch die Stadt an einem Regentag genügt, um festzustellen, dass nicht jeder Trail-Schuh für Asphalt geeignet ist. Ein Teilnehmer erzählt, dass er sich Salomon XA 3D Ultra gekauft hat, weil er sie für das Nonplusultra hielt, und zweimal auf dem Boden landete, beim zweiten Mal mit einem Sturz, der schlimmer hätte ausgehen können. Die Marke wirbt mit ihrer Contagrip-Sohle, doch mehrere Nutzer sind sich einig: Bei Nässe ist sie eine Rutschfalle. Und nicht nur bei Nässe: Auch manche städtischen Bodenbeläge bereiten ihr Probleme, wie ein weiterer Bericht zeigt.

Das Problem ist nicht nur die Griffigkeit. Die Haltbarkeit der Materialien lässt bei einigen Modellen stark zu wünschen übrig, so mehrere Teilnehmer. Ein Käufer berichtet, dass die Sohle in weniger als sechs Monaten durchlöchert war, die Schnürsenkel rissen und die Nähte nachgaben. Ein anderer versichert, dass sich seine Contagrip-Sohle auflöste und die Öffnungen an den Nähten die Wasserdichtigkeit zunichtemachten. Demgegenüber erklärt ein Nutzer, seine Bestard-Stiefel mit Vibram-Sohle von vor 25 Jahren seien noch immer unversehrt. Das Fazit wird in mehreren Forenbeiträgen wiederholt: Die Contagrip-Sohle ist für viele geplante Obsoleszenz pur.

Merrell präsentiert sich für mehrere Teilnehmer als die vernünftige Alternative. Einige tragen sie täglich in der Stadt und loben ihre Leichtigkeit und den Komfort. Ein oft genanntes Modell ist der Merrell Bare Access 4, der in Schwarz als unauffälliger Sneaker zur Jeans durchgeht, wie der Besitzer selbst sagt. Ein anderer, der Merrell regelmäßig zum Stadtspazieren nutzt, beschreibt seine als „eine Feder“: eine einzige Mesh-Schicht, die im Sommer ideal ist, im Winter aber nichts taugt. Der Haken, so ein weiterer Teilnehmer: Die Marke hat ein breites Sortiment, und nicht alle Modelle sind gleich widerstandsfähig. Manche haben gemischte Erfahrungen gemacht: Die einen Schuhe hielten gut, andere fielen innerhalb weniger Wochen auseinander.

Komplizierter wird es, wenn der echte Einsatz ins Spiel kommt. Ein Forenmitglied hält dagegen, dass Salomon-Schuhe für weiches Gelände, losen Erdboden, Gras und etwas Schlamm konzipiert sind und man sich mit ihnen auf Fliesen oder Stein ins Unglück stürzt – die Profile sind in zwei Tagen abgelaufen. Die minimalistischen Merrell-Modelle dagegen sind für leichtes Laufen und Gehen gedacht, was sie für den urbanen Alltag vielseitiger macht. Aber Achtung: Wer einen Schuh für echte Bergtouren sucht, wird bei keinem der beiden fündig. Dort kommen Bestard, La Sportiva, Scarpa, Garmont oder Salewa ins Spiel, deren Preise steil ansteigen, so mehrere Teilnehmer.

Auch der Preis macht einen Unterschied. Die Salomon sind teurer geworden, ohne dass die Materialqualität mitgezogen hat, so ein Nutzer. Die Merrell sind meist günstiger, und im Angebot gibt es sie schon für 45 Euro, was für einen Teilnehmer ein rundum guter Kauf ist. Am anderen Ende verteidigen manche die 20-Euro-Schuhe von Decathlon fürs Grundsätzliche, bei technischen Erwachsenenstiefeln sieht es allerdings anders aus. Die spanische Marke Joma erscheint als Qualitätsoption zum halben Preis, und die Saucony Excursion TR8 schleichen sich als Alternative mit einer Griffigkeit ein, die manche für besser halten als die von Vibram oder Contagrip.



Lohnt es sich, mehr für eine technische Marke zu zahlen?

Das hängt vom Einsatz ab. Für lange Touren und anspruchsvolles Gelände sind mehrere Teilnehmer überzeugt, dass sich die Investition in Marken wie Bestard oder La Sportiva über Jahre amortisiert. Für Spaziergänge in der Stadt dagegen reicht fast jedes bequeme Schuhwerk, wie die Debatte zeigt. Der Fehler, so manche, sei es, einen Trail-Schuh zu kaufen in der Hoffnung, er sei das Allheilmittel für die Stadt. Die Profilsohle nutzt sich auf Asphalt schnell ab, und die Griffigkeit bei Nässe kann tückisch sein. Wer in der Stadt unterwegs ist, sollte besser Modelle mit flacherer Sohle und weicherer Gummimischung suchen, auch wenn das auf Kosten der Haltbarkeit geht.

Die Größenordnung, ein weiteres Ärgernis

Mehrere Stimmen warnen, dass Salomon-Schuhe kleiner ausfallen, und empfehlen, eine halbe Nummer größer zu bestellen. Die Merrell entsprechen dagegen meist der gewohnten Größe, manche brauchen wegen Zehenproblemen aber eine Nummer mehr. Die allgemeine Empfehlung lautet: nach Möglichkeit immer anprobieren, und beim Online-Kauf darauf achten, dass die Rückgabe unkompliziert ist. Spezialisierte Ladengeschäfte haben weiterhin den Vorteil, den Schuh richtig anzupassen, so ein Teilnehmer.



Am Ende läuft die Entscheidung auf eine unbequeme Frage hinaus: Wie lange soll dein Schuhwerk halten? Ist die Antwort Jahre, ist die Vibram-Sohle einer Bestard oder einer gut gewählten Merrell die sichere Wahl, so mehrere Forenmitglieder. Ist die Antwort ein paar Saisons und die Optik hat Vorrang, tut es jede Marke mit gutem Sitz. Was bei mehreren Teilnehmern nicht durchgeht: 90 Euro für Schuhe auszugeben, die in sechs Monaten auseinanderfallen. Das ist kein verantwortungsvoller Konsum, das ist Geldverschwendung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (63 Antworten).

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